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MS Industrie Aktie: Nach Wegfall von Sondereffekten deutliche Ergebnisverbesserung erwartet

Augsburg (www.aktiencheck.de) - MS Industrie-Aktienanalyse von der GBC AG:

Cosmin Filker und Matthias Greiffenberger, Aktienanalysten der GBC AG, stufen die Aktie der MS Industrie AG (ISIN: DE0005855183, WKN: 585518, Ticker-Symbol: MSAG) weiterhin mit "kaufen" ein.

Wie kommuniziert und erwartet, habe die MS Industrie AG im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrückgang auf 144,60 Mio. EUR (VJ: 171,15 Mio. EUR) hinnehmen müssen. Für diese Entwicklung sei der Wegfall der im Jahr 2024 mehrheitlich veräußerten Ultraschallsparte wesentlich gewesen, die im Geschäftsjahr 2024 noch Umsatzerlöse in Höhe von 30,78 Mio. EUR beigesteuert habe. Bereinigt um diesen Effekt habe die Gesellschaft einen leichten Anstieg der Umsätze in den fortgeführten Bereichen um 3,0% verzeichnet. Positiv hervorzuheben sei dabei der Umstand, dass die Umsatzsteigerung vor dem Hintergrund des weiterhin herausfordernden Marktumfelds erzielt worden sei. Die beiden Schlüsselkunden der Gesellschaft aus dem Automotive-Bereich seien dabei einerseits von einer stabilen Entwicklung (Daimler Truck) bzw. andererseits von einer rückläufigen Entwicklung (Traton) der Absatzzahlen geprägt gewesen.

Entsprechend der rückläufigen Umsatzentwicklung sei das EBITDA auf 3,98 Mio. EUR (VJ: 7,51 Mio. EUR) gesunken. Bereinigt um den Ergebnisbeitrag der Ultraschall-Tochter hätte das EBITDA des Vorjahres 4,79 Mio. EUR betragen, sodass der Rückgang deutlich geringer ausfalle. Diese Entwicklung sei in erster Linie von außerordentlichen Effekten geprägt gewesen. So hätten Anlaufkosten des neuen Standorts in den USA das operative Ergebnis um 1,7 Mio. EUR belastet. Darüber hinaus hätten Wechselkurseffekte einen ergebnisbelastenden Effekt in Höhe von insgesamt 1,11 Mio. EUR gehabt (im Vorjahr habe es einen ergebniserhöhenden Effekt in Höhe von 0,92 Mio. EUR gegeben). Unterhalb des EBITDA hätten Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 0,6 Mio. EUR sowie ein negatives At-Equity-Ergebnis in Höhe von 0,7 Mio. EUR das Finanzergebnis zusätzlich belastet. In Summe weise die MS Industrie AG für das Geschäftsjahr 2025 demnach ein negatives Nachsteuerergebnis in Höhe von -5,30 Mio. EUR (VJ: -3,90 Mio. EUR) aus.

Die mehrheitliche Veräußerung der Ultraschall-Tochter habe die bilanzielle Situation der MS Industrie AG erheblich verbessert. Der Liquiditätszufluss in Höhe von 34,88 Mio. EUR sei vordergründig zur Rückführung von Bankverbindlichkeiten genutzt worden, wodurch sich die Nettofinanzverschuldung derzeit auf 24,01 Mio. EUR belaufe, was weniger als der Hälfte des Eigenkapitals (54,75 Mio. EUR) entspreche. Der verbesserte finanzielle Spielraum sei nach dem Bilanzstichtag für den Erwerb der Betriebsimmobilie der MS XTEC in Trossingen genutzt worden. Der Kaufpreis von rund 20 Mio. EUR sei zu 17 Mio. EUR durch Bankverbindlichkeiten finanziert worden. Durch den Objekterwerb würden sich die jährlichen Mietaufwendungen um 2,6 Mio. EUR reduzieren, was zu einer spürbaren Verbesserung des operativen Ergebnisses führen werde.

Das Management der MS Industrie AG erwarte für das laufende Geschäftsjahr eine Steigerung der Umsatzerlöse um 7,0% auf rund 155 Mio. EUR. Gleichzeitig sollten bei allen Ergebniskennzahlen spürbare Verbesserungen erzielt werden. Da die beiden Schlüsselkunden der Gesellschaft Absatzsteigerungen von 6,3% bzw. 7,0% erwarteten und die Gesellschaft derzeit Branchen außerhalb des Automotive-Segments adressiere, sei die Unternehmens-Guidance nachvollziehbar. Der Wegfall von Sondereffekten, gepaart mit Volumen- und Automatisierungseffekten, sollte zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung führen. Dies hätten die Analysten in ihren Prognosen berücksichtigt, wonach sie für die kommenden Geschäftsjahre ein nahezu konstantes Umsatzwachstum bei einer spürbaren operativen Ergebnisverbesserung erwarteten.

Im Rahmen ihres DCF-Modells haben Cosmin Filker und Matthias Greiffenberger, ein unverändertes Kursziel in Höhe von 2,50 EUR je Aktie ermittelt. Die Analysten der GBC AG vergeben damit weiterhin das Rating "kaufen" für die MS Industrie-Aktie. (Analyse vom 18.05.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (18.05.2026/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 18.05.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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