Hamburg (www.aktiencheck.de) - MS Industrie-Aktienanalyse der Montega AG:
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie der MS Industrie AG (ISIN: DE0005855183, WKN: 585518, Ticker-Symbol: MSAG), senkt aber das Kursziel.
MS Industrie habe vergangene Woche vorläufige Eckdaten zum Geschäftsjahr 2025 sowie einen ersten Ausblick für 2026 kommuniziert. Die ebenfalls gemeldete Übernahme der Betriebsimmobilie in Trossingen wirke sich nachhaltig positiv auf das Ergebnis aus.
FY 2025: Umsatz im Rahmen, EBITDA unter den Erwartungen: In 2025 habe MS Industrie einen vorläufigen Konzernumsatz i.H.v. rund 145 Mio. EUR (+3% yoy; MONe: 147,0 Mio. EUR) erzielt. Das EBITDA habe mit rund 4,0 Mio. EUR jedoch deutlich unter der Prognose gelegen (8,4 Mio. EUR). Neben erwarteten Anlaufkosten für den Standort Charlotte (USA) von ca. 1,7 Mio. EUR hätten nicht operativ bedingte Wechselkurseffekte bezogen auf eine Steuerforderung in den USA (ca. -0,5 Mio. EUR) die Profitabilität belastet. Auch bereinigt habe das adj. EBITDA mit 6,2 Mio. EUR aufgrund eines volumenbedingt schwächeren Q4 zwar die Erwartung verfehlt, habe aber markant über dem Vorjahreswert gelegen (Vj.: 4,2 Mio. EUR aus fortgeführten Geschäftsbereichen). Zusätzlich zu den vorgenannten negativen Effekten sei das Konzernergebnis durch Wertanpassungen von Minderheitsbeteiligungen von insgesamt 1,3 Mio. EUR geschmälert worden und habe mit rund -5,4 Mio. EUR nochmals deutlich unter der Gewinnschwelle gelegen. Den vollständigen und geprüften Konzernabschluss 2025 werde MS Industrie bis spätestens zum 30.04.2026 veröffentlichen.
Solider Ausblick: Aktuell verfüge das Kernsegment MS XTEC über einen Auftragsbestand für die kommenden sechs Monate i.H.v. knapp 80 Mio. EUR (9M/25: 75,3 Mio. EUR). Auf dieser Basis erwarte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 Umsatzerlöse von rund 155 Mio. EUR, was der bisherigen Prognose entspreche. In der Guidance abgebildet sei ein erwarteter Hochlauf der Erlöse an dem neuen US-Standort auf rund 5 Mio. EUR aus dem Verkauf von Komponenten für Stromversorgungsanlagen, insbesondere für große KI-Rechenzentren. Ergebnisseitig seien noch keine Jahresziele formuliert worden, durch den nun voll zutage tretenden Automatisierungseffekt des Werks in Trossingen sowie den auf Gesamtjahressicht avisierten Break-Even in den USA gehe Patrick Speck aber weiterhin von einer signifikanten Margensteigerung aus. Dennoch positioniere sich Patrick Speck vor dem Hintergrund der noch unsicheren Auswirkungen des Irankrieges für 2026 ff. etwas konservativer. Allerdings erachte Speck Top- und Bottom Line bei MS Industrie durch das "Booked Business" seitens Großkunde Daimler Truck sowie vereinbarte Preisgleitklauseln für Material- und Energiepreise für ein Industrieunternehmen als relativ robust.
Betriebsimmobilie Trossingen übernommen: Spürbar begünstigt werde die Profitabilität indes durch die zum 31 März vollzogene Übernahme der hochmodernen Betriebsimmobilie in Trossingen (Produktionsfläche: ca. 22.600 qm) aus der bisherigen Leasingstruktur. Auf Basis der Berichterstattung nach HGB verbessere sich durch den Wegfall der Leasingaufwendungen das EBITDA ceteris paribus um rund 2,6 Mio. EUR, das EBIT um rund 1,7 Mio. EUR und das EBT um rund 0,6 Mio. EUR pro Jahr (in 2026 zeitanteilig Apr.-Dez.). In der Bilanz des Konzerns führe die Transaktion auf der Aktivseite zu einer Erhöhung des Anlagevermögens um den Immobilienbuchwert von rund 20 Mio. EUR und auf der Passivseite zu höheren langfristigen Bankverbindlichkeiten von ca. 17 Mio. EUR. Speck habe dies in den neuen Prognosekennzahlen berücksichtigt.
MS Industrie blicke trotz der jüngsten geopolitischen Entwicklung optimistisch auf 2026. Patrick Speck werde etwas vorsichtiger als bislang, sehe den Investment Case durch die strategischen wie strukturellen Fortschritte (US-Expansion und Automatisierung) aber als voll intakt an und bestätige das Rating "kaufen" mit einem unveränderten Kursziel von 2,20 EUR. (Analyse vom 07.04.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (07.04.2026/ac/a/nw)
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie der MS Industrie AG (ISIN: DE0005855183, WKN: 585518, Ticker-Symbol: MSAG), senkt aber das Kursziel.
MS Industrie habe vergangene Woche vorläufige Eckdaten zum Geschäftsjahr 2025 sowie einen ersten Ausblick für 2026 kommuniziert. Die ebenfalls gemeldete Übernahme der Betriebsimmobilie in Trossingen wirke sich nachhaltig positiv auf das Ergebnis aus.
FY 2025: Umsatz im Rahmen, EBITDA unter den Erwartungen: In 2025 habe MS Industrie einen vorläufigen Konzernumsatz i.H.v. rund 145 Mio. EUR (+3% yoy; MONe: 147,0 Mio. EUR) erzielt. Das EBITDA habe mit rund 4,0 Mio. EUR jedoch deutlich unter der Prognose gelegen (8,4 Mio. EUR). Neben erwarteten Anlaufkosten für den Standort Charlotte (USA) von ca. 1,7 Mio. EUR hätten nicht operativ bedingte Wechselkurseffekte bezogen auf eine Steuerforderung in den USA (ca. -0,5 Mio. EUR) die Profitabilität belastet. Auch bereinigt habe das adj. EBITDA mit 6,2 Mio. EUR aufgrund eines volumenbedingt schwächeren Q4 zwar die Erwartung verfehlt, habe aber markant über dem Vorjahreswert gelegen (Vj.: 4,2 Mio. EUR aus fortgeführten Geschäftsbereichen). Zusätzlich zu den vorgenannten negativen Effekten sei das Konzernergebnis durch Wertanpassungen von Minderheitsbeteiligungen von insgesamt 1,3 Mio. EUR geschmälert worden und habe mit rund -5,4 Mio. EUR nochmals deutlich unter der Gewinnschwelle gelegen. Den vollständigen und geprüften Konzernabschluss 2025 werde MS Industrie bis spätestens zum 30.04.2026 veröffentlichen.
Solider Ausblick: Aktuell verfüge das Kernsegment MS XTEC über einen Auftragsbestand für die kommenden sechs Monate i.H.v. knapp 80 Mio. EUR (9M/25: 75,3 Mio. EUR). Auf dieser Basis erwarte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 Umsatzerlöse von rund 155 Mio. EUR, was der bisherigen Prognose entspreche. In der Guidance abgebildet sei ein erwarteter Hochlauf der Erlöse an dem neuen US-Standort auf rund 5 Mio. EUR aus dem Verkauf von Komponenten für Stromversorgungsanlagen, insbesondere für große KI-Rechenzentren. Ergebnisseitig seien noch keine Jahresziele formuliert worden, durch den nun voll zutage tretenden Automatisierungseffekt des Werks in Trossingen sowie den auf Gesamtjahressicht avisierten Break-Even in den USA gehe Patrick Speck aber weiterhin von einer signifikanten Margensteigerung aus. Dennoch positioniere sich Patrick Speck vor dem Hintergrund der noch unsicheren Auswirkungen des Irankrieges für 2026 ff. etwas konservativer. Allerdings erachte Speck Top- und Bottom Line bei MS Industrie durch das "Booked Business" seitens Großkunde Daimler Truck sowie vereinbarte Preisgleitklauseln für Material- und Energiepreise für ein Industrieunternehmen als relativ robust.
Betriebsimmobilie Trossingen übernommen: Spürbar begünstigt werde die Profitabilität indes durch die zum 31 März vollzogene Übernahme der hochmodernen Betriebsimmobilie in Trossingen (Produktionsfläche: ca. 22.600 qm) aus der bisherigen Leasingstruktur. Auf Basis der Berichterstattung nach HGB verbessere sich durch den Wegfall der Leasingaufwendungen das EBITDA ceteris paribus um rund 2,6 Mio. EUR, das EBIT um rund 1,7 Mio. EUR und das EBT um rund 0,6 Mio. EUR pro Jahr (in 2026 zeitanteilig Apr.-Dez.). In der Bilanz des Konzerns führe die Transaktion auf der Aktivseite zu einer Erhöhung des Anlagevermögens um den Immobilienbuchwert von rund 20 Mio. EUR und auf der Passivseite zu höheren langfristigen Bankverbindlichkeiten von ca. 17 Mio. EUR. Speck habe dies in den neuen Prognosekennzahlen berücksichtigt.
MS Industrie blicke trotz der jüngsten geopolitischen Entwicklung optimistisch auf 2026. Patrick Speck werde etwas vorsichtiger als bislang, sehe den Investment Case durch die strategischen wie strukturellen Fortschritte (US-Expansion und Automatisierung) aber als voll intakt an und bestätige das Rating "kaufen" mit einem unveränderten Kursziel von 2,20 EUR. (Analyse vom 07.04.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (07.04.2026/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 07.04.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.