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Lockheed Martin: Programmverluste belasten Ergebnis - Aktie unter Druck

München (www.aktiencheck.de) - Lockheed Martin: Programmverluste belasten Ergebnis - Aktie unter Druck

Thomas G. Wunder, Redakteur bei "AnlegerPlus", nimmt die Aktie von Lockheed Martin Corp. (ISIN: US5398301094, WKN: 894648, Ticker-Symbol: LOM, NYSE-Symbol: LMT) unter die Lupe.
Während der deutsche Rüstungsboom kein Ende zu nehmen scheine, seien die Quartalszahlen des US-Unternehmens Lockheed Martin enttäuschend ausgefallen. Für die Aktie sei es deshalb deutlich nach unten gegangen.

Lockheed Martin habe im zweiten Quartal 2025 einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Zwar sei der Umsatz mit 18,2 Milliarden gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben, doch hätten umfangreiche Programmverluste und Sonderposten die Ertragslage erheblich belastet. Unter dem Strich sei der Nettogewinn um 79% auf 342 Millionen beziehungsweise 1,46 Dollar je Aktie gesunken. Im Vorjahresquartal seien es noch 6,85 Dollar je Aktie gewesen.
Großprojekte würden belasten

Die Ergebnisbelastung resultiere vor allem aus drei Großprojekten: einem klassifizierten Luftfahrtprogramm, dem kanadischen Marinehubschrauberprojekt (CMHP) und dem türkischen TUHP-Programm. Die daraus resultierenden vorsteuerlichen Verluste würden sich auf 1,6 Milliarden Dollar summieren. Hinzugekommen seien weitere 169 Millionen Dollar an Sonderaufwendungen, unter anderem aus Abschreibungen und strittigen Steuerpositionen.

Auch beim Cashflow zeige sich die Belastung. Der operative Mittelzufluss sei auf 201 Millionen Dollar zurückgegangen, der Free Cashflow sei mit -150 Millionen Dollar negativ gewesen. Im Vergleichsquartal 2024 habe Lockheed Martin hier noch 1,9 Milliarden Dollar bzw. 1,5 Milliarden Dollar verbucht.

Lockheed Martin: Aktie verliere trotz solider Prognose

Trotz der schwachen Entwicklung halte das Unternehmen an seiner Jahresprognose für Umsatz und Cashflow fest. Die Erwartungen für den verwässerten Gewinn je Aktie seien jedoch deutlich gesenkt worden - von zuvor 27,00 bis 27,30 Dollar auf nunmehr 21,70 bis 22,00 Dollar. Auch die operative Ergebnisprognose sei angepasst worden.

Der Konzern verweise auf anhaltend hohe Nachfrage nach Schlüsselprogrammen wie dem F-35, dem Raketenabwehrsystem THAAD und GPS-Satelliten. Mehrere internationale Aufträge und US-Großprojekte würden die strategische Bedeutung der Produkte bestätigen. Die aktuellen Verluste seien das Ergebnis intensiver Programmüberprüfungen, mit denen strukturelle Schwächen identifiziert und adressiert würden.

Die Aktionäre habe das am Dienstag nicht beruhigen können, die Lockheed-Martin-Aktie habe 10,81% ins Minus gedreht. Auch die Analysten hätten bereits reagiert. TD Cowen habe das Papier auf "hold" herabgestuft. UBS halte an seiner neutralen Bewertung fest, habe jedoch das Kursziel angehoben. Optimistisch sei Truist Securities, das Analysehaus halte an seiner Kaufempfehlung fest. (Analyse vom 22.07.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (23.07.2025/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 23.07.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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