Charlotte (www.aktiencheck.de) - Lockheed Martin-Aktienanalyse von BofA Securities:
Aktuelle Bewertung
BofA-Analyst Ronald Epstein hat Lockheed Martin Corp. (ISIN: US5398301094, WKN: 894648, Ticker-Symbol: LOM, NYSE-Symbol: LMT) von "buy" auf "neutral" abgestuft und das Kursziel von 685 auf 485 USD reduziert. Grund ist die verlorene Ausschreibung für das Next Generation Air Dominance (NGAD)-Programm der US-Luftwaffe, die überraschend an Boeing (BA) ging.
Hintergrund: NGAD - Kampfjet der 6. Generation
Das NGAD-Programm gilt als zukünftiger Eckpfeiler der US-Luftüberlegenheit, mit einem erwarteten Gesamtvolumen im Bereich von 100 bis 200 Mrd. USD über Jahrzehnte. Es soll den F-22 Raptor ersetzen, den Lockheed selbst gebaut hat - ein weiterer Grund, warum viele Experten Lockheed als Favoriten sahen.
Analyse von BofA im Überblick:
• Erwartung enttäuscht - Markt überrascht
BofA hatte signifikant höhere Chancen für Lockheed prognostiziert, ebenso wie viele andere Analysten. Der Zuschlag für Boeing wurde vom Markt nicht eingepreist, was zu Kursrückgängen und einer Neubewertung führte.
• Aktie laut BofA vorerst "rangebound"
Analyst Ronald Epstein erwartet, dass sich die Aktie kurz- bis mittelfristig seitwärts bewegen wird, da ein zentraler Wachstumstreiber wegfällt. Neue positive Impulse seien zunächst nicht in Sicht, insbesondere angesichts des Höhepunkts der F-35-Produktion und zunehmender geopolitischer Risiken.
• Drastische Kursziel-Senkung von 685 auf 485 USD
Das neue Kursziel reflektiert das Fehlen von zukünftigem Hochmargen-Umsatz aus NGAD, das bisher implizit eingepreist war. Zudem belastet die Entscheidung Lockheeds strategische Position im Luftfahrtsegment nachhaltig.
Was bedeutet das für Anleger?
• Kurzfristig: Lockheed dürfte weiterhin unter Druck stehen, da Investoren das Fehlen des NGAD-Geschäfts einpreisen.
• Mittelfristig: Ohne neue Großprogramme und bei abflachender F-35-Dynamik droht Wachstumsflaute.
• Langfristig: Lockheed bleibt ein Verteidigungsriese - aber ohne NGAD wird die Dominanz in der Luftfahrt neu verteilt.
Fazit
Die NGAD-Entscheidung zugunsten von Boeing ist ein strategischer Rückschlag für Lockheed Martin. Die massive Reduktion des Kursziels um 200 auf 485 USD unterstreicht, wie zentral dieser Auftrag für die mittelfristige Wachstumsstory war. BofA sieht kaum kurzfristige Katalysatoren, um den Kurs zu stützen - Anleger sollten sich auf Seitwärtsbewegung und Unsicherheit einstellen. (Analyse vom 24.03.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (24.03.2025/ac/a/n)
Aktuelle Bewertung
BofA-Analyst Ronald Epstein hat Lockheed Martin Corp. (ISIN: US5398301094, WKN: 894648, Ticker-Symbol: LOM, NYSE-Symbol: LMT) von "buy" auf "neutral" abgestuft und das Kursziel von 685 auf 485 USD reduziert. Grund ist die verlorene Ausschreibung für das Next Generation Air Dominance (NGAD)-Programm der US-Luftwaffe, die überraschend an Boeing (BA) ging.
Hintergrund: NGAD - Kampfjet der 6. Generation
Das NGAD-Programm gilt als zukünftiger Eckpfeiler der US-Luftüberlegenheit, mit einem erwarteten Gesamtvolumen im Bereich von 100 bis 200 Mrd. USD über Jahrzehnte. Es soll den F-22 Raptor ersetzen, den Lockheed selbst gebaut hat - ein weiterer Grund, warum viele Experten Lockheed als Favoriten sahen.
Analyse von BofA im Überblick:
• Erwartung enttäuscht - Markt überrascht
BofA hatte signifikant höhere Chancen für Lockheed prognostiziert, ebenso wie viele andere Analysten. Der Zuschlag für Boeing wurde vom Markt nicht eingepreist, was zu Kursrückgängen und einer Neubewertung führte.
• Aktie laut BofA vorerst "rangebound"
Analyst Ronald Epstein erwartet, dass sich die Aktie kurz- bis mittelfristig seitwärts bewegen wird, da ein zentraler Wachstumstreiber wegfällt. Neue positive Impulse seien zunächst nicht in Sicht, insbesondere angesichts des Höhepunkts der F-35-Produktion und zunehmender geopolitischer Risiken.
• Drastische Kursziel-Senkung von 685 auf 485 USD
Das neue Kursziel reflektiert das Fehlen von zukünftigem Hochmargen-Umsatz aus NGAD, das bisher implizit eingepreist war. Zudem belastet die Entscheidung Lockheeds strategische Position im Luftfahrtsegment nachhaltig.
Was bedeutet das für Anleger?
• Kurzfristig: Lockheed dürfte weiterhin unter Druck stehen, da Investoren das Fehlen des NGAD-Geschäfts einpreisen.
• Mittelfristig: Ohne neue Großprogramme und bei abflachender F-35-Dynamik droht Wachstumsflaute.
• Langfristig: Lockheed bleibt ein Verteidigungsriese - aber ohne NGAD wird die Dominanz in der Luftfahrt neu verteilt.
Fazit
Die NGAD-Entscheidung zugunsten von Boeing ist ein strategischer Rückschlag für Lockheed Martin. Die massive Reduktion des Kursziels um 200 auf 485 USD unterstreicht, wie zentral dieser Auftrag für die mittelfristige Wachstumsstory war. BofA sieht kaum kurzfristige Katalysatoren, um den Kurs zu stützen - Anleger sollten sich auf Seitwärtsbewegung und Unsicherheit einstellen. (Analyse vom 24.03.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (24.03.2025/ac/a/n)
Archivbeitrag vom 24.03.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.