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Kupfer hat trotz schwacher Konjunkturdaten Luft nach oben

Paris (www.aktiencheck.de) - Der Start in den Juli war für den Kupferpreis ein Auftakt nach Maß, stieg der Preis für eine Tonne doch um mehr als 2 Prozent, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Damit liege der Kurs nun wieder in Schlagdistanz zur wichtigen 10.000-Dollar-Marke, die zuletzt im Mai überschritten worden sei. Mit Blick auf die jüngsten Konjunkturdaten in den wichtigsten Absatzmärkten könnte es aber zumindest kurzfristig schwierig werden, diese Marke zu überwinden. In China etwa würden die Auftragseingänge der Industrieunternehmen einmal mehr auf eine Kontraktion hinweisen. Zwar habe der Caixin-Einkaufsmanagerindex bei den exportorientierten privaten Unternehmen ein etwas besseres Bild gezeigt, unter dem Strich bleibe die Stimmung aber vor allem für die Binnenwirtschaft angeschlagen.

Wenig Mut mache auch der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe in den USA. Schließlich weise der Index im Juni einen Stand von 48,5 Punkten auf - und somit 0,7 Zähler weniger, als vorab erwartet worden sei. Dass Kupfer auch auf kurze Sicht - mittelfristig sowieso - wieder mehr als 10.000 Dollar je Tonne kosten könnte, sollte dennoch nicht ausgeschlossen werden.

Der wichtigste Preistreiber sei das wachsende Angebotsdefizit bei gleichzeitig steigender Nachfrage - allen voran aufgrund der zunehmend an Fahrt gewinnenden Energiewende. Für eine Verknappung spreche neben dem sinkenden Erzgehalt in den Minen auch der Mangel an neuen Projekten. Diesen würden Experten mit den jahrelangen Unterinvestitionen in die Erschließung neuer Kupfervorkommen begründen. Ein weiterer Faktor seien die gestiegenen Kapital- und Betriebskosten in den Minen, die das Angebot belasten würden - und den Kurs stützen könnten. (Ausgabe vom 05.07.2024) (08.07.2024/ac/a/m)

Archivbeitrag vom 08.07.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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