Hamburg (www.aktiencheck.de) - Koenig & Bauer-Aktienanalyse von der Montega AG:
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, stuft die Aktie der Koenig & Bauer AG (ISIN: DE0007193500, WKN: 719350, Ticker-Symbol: SKB) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.
Koenig & Bauer habe gestern den Geschäftsbericht 2023 vorgelegt. Bereits Ende Februar seien vorläufige Zahlen und die Guidance für 2024 bekannt gegeben worden.
Der Auftragseingang (1.287,9 Mio. EUR; -3,1% yoy) habe ebenso wie der Konzernerlös (1.326,8 Mio. EUR; +11,9% yoy) und das EBIT (29,9 Mio. EUR; Vj.: 22,0 Mio. EUR) den vorab gemeldeten Werten entsprochen. Bemerkenswert sei, dass sich Koenig & Bauer hinsichtlich des Orderbuchs und der Top Line deutlich stärker entwickelt habe als der Gesamtmarkt. So hätten die Druckereimaschinenhersteller nach Angaben des VDMA im Branchendurchschnitt in 2023 ein Auftragsminus von 17% yoy verzeichnet. Zwar sei die Auftragsentwicklung bei Koenig & Bauer in Q4 erheblich durch eine Bestellung der amerikanischen Notenbank in der Geschäftseinheit Banknote Solutions begünstigt worden, die Outperformance dürfte aber selbst unter Ausklammerung dieses Großauftrags (MONe: ca. 150 Mio. EUR) knapp erreicht worden sein. Markanter noch sei das Umsatzwachstum gegen den Trend des Marktes, der laut VDMA für Druckereimaschinen in 2023 um 1% yoy geschrumpft sei. Diese starke Entwicklung sei nach Erachten der Aktienanalysten der Montega AG das Resultat der Technologieführerschaft von Koenig & Bauer in den Wachstumsfeldern des Digital-, Wellpappen- und Verpackungsdrucks.
Zwar habe das berichtete EBT mit 13,0 Mio. EUR auf Höhe der Prognose der Aktienanalysten der Montega AG gelegen (13,2 Mio. EUR; Konsens: 14,3Mio. EUR), der Jahresüberschuss habe mit 2,6 Mio. EUR diese jedoch deutlich verfehlt (MONe: 10,9 Mio. EUR; Konsens: 11,3 Mio. EUR; Vj.: 10,4 Mio. EUR). Hauptgrund hierfür sei ein nicht-cashwirksamer negativer latenter Steuereffekt in Höhe von 6,4 Mio. EUR, während das infolge des Zinsanstiegs spürbar verschlechterte Finanzergebnis von -16,9 Mio. EUR (MONe: -16,6 Mio. EUR; Vj.: -8,8 Mio. EUR) für die Aktienanalysten der Montega AG keine Überraschung dargestellt habe. Etwas enttäuschend sei hingegen auch der Free Cashflow, der angesichts einer erhöhten Working-Capital-Quote (30,9%; +200 BP yoy) und trotz geringer als erwarteter CAPEX auf -93,4 Mio. EUR gefallen sei (MONe: -44,0 Mio. EUR; Konsens: -27,9 Mio. EUR; Vj.: -59,7 Mio. EUR).
Mittelfristig strebe der Vorstand unverändert einen Konzernumsatz von 1,8 Mrd. EUR bei einer EBIT-Marge von 8% bis 9% und einer NWC-Quote von weniger als 25% an. Die Aktienanalysten der Montega AG würden sich hinsichtlich der operativen Entwicklung in 2024 ff. u.a. angesichts der erwarteten Impulse von der diesjährigen drupa, avisierter Folgeaufträge im Banknotendruck sowie der abflauenden Inflationskosten etwas optmistischer positionieren. Konkret würden sie für 2024 nun ein operatives Ergebnis im Mid-Point der Guidance erwarten (EBIT: 15-30 Mio. EUR, nach drupa-Kosten), aufgrund des noch aus Q3/23 nachwirkenden rückläufigen Auftragseingangs im größten Segment Sheetfed für H1/24 aber mit Gegenwind im Umsatz und EBIT rechnen. Auch würden die Aktienanalysten der Montega AG aufgrund der nach wie vor eingeschränkten Visibilität für 2026 noch hinter der Zielmarge des Unternehmens (6-7%; MONe: 5,2%) zurückbleiben.
Trotz der Markterfolge und erkennbarer Fortschritte bei der operativen Marge sei Koenig & Bauer noch weit von den mittelfristigen Profitabilitätszielen entfernt. Die Aktienanalysten der Montega AG würden es vor dem Hintergrund der konjunkturellen Schwächephase weiterhin für ambitioniert halten, diese zu erreichen, sähen das Geschäftspotenzial in der fundamentalen Bewertung (KBV 2024e: 0,5x) jedoch unzureichend reflektiert.
Entsprechend bestätigt Patrick Speck, Analyst der Montega AG, sein Rating "kaufen" und das Kursziel von 16,00 EUR für die Koenig & Bauer-Aktie. (Analyse vom 28.03.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze Koenig & Bauer-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Koenig & Bauer-Aktie:
12,40 EUR -1,59% (28.03.2024, 11:59)
XETRA-Aktienkurs Koenig & Bauer-Aktie:
12,46 EUR -0,48% (28.03.2024, 10:47)
ISIN Koenig & Bauer-Aktie:
DE0007193500
WKN Koenig & Bauer-Aktie:
719350
Ticker-Symbol Koenig & Bauer-Aktie:
SKB
Kurzprofil Koenig & Bauer AG:
Seit über 200 Jahren steht die Koenig & Bauer-Gruppe (ISIN: DE0007193500, WKN: 719350, Ticker-Symbol: SKB) für Innovation und technischen Fortschritt in der globalen Druckindustrie und ist damit auch der älteste Druckmaschinenhersteller der Welt. Die konsequent auf die Kundenanforderungen zugeschnittenen Hightech-Maschinen und -Anlagen sowie umfassende Servicedienstleistungen von Koenig & Bauer ermöglichen es, dass Menschen weltweit mit gedruckten, weiterverarbeiteten sowie veredelten Produkten in Berührung kommen. Dazu zählen neben unterschiedlichen Verpackungen für die Lebensmittel-, Getränke-, Pharma- und Kosmetikindustrie auch Banknoten, Dekore und Laminate sowie Magazine und Zeitungen. Die Produkte werden den Teilmärkten Verpackungs-, Sicherheits- und Wertpapier-, Industrie-, Commercial- und Publikationsdruck zugeordnet. (28.03.2024/ac/a/nw)
Patrick Speck, Analyst der Montega AG, stuft die Aktie der Koenig & Bauer AG (ISIN: DE0007193500, WKN: 719350, Ticker-Symbol: SKB) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.
Koenig & Bauer habe gestern den Geschäftsbericht 2023 vorgelegt. Bereits Ende Februar seien vorläufige Zahlen und die Guidance für 2024 bekannt gegeben worden.
Der Auftragseingang (1.287,9 Mio. EUR; -3,1% yoy) habe ebenso wie der Konzernerlös (1.326,8 Mio. EUR; +11,9% yoy) und das EBIT (29,9 Mio. EUR; Vj.: 22,0 Mio. EUR) den vorab gemeldeten Werten entsprochen. Bemerkenswert sei, dass sich Koenig & Bauer hinsichtlich des Orderbuchs und der Top Line deutlich stärker entwickelt habe als der Gesamtmarkt. So hätten die Druckereimaschinenhersteller nach Angaben des VDMA im Branchendurchschnitt in 2023 ein Auftragsminus von 17% yoy verzeichnet. Zwar sei die Auftragsentwicklung bei Koenig & Bauer in Q4 erheblich durch eine Bestellung der amerikanischen Notenbank in der Geschäftseinheit Banknote Solutions begünstigt worden, die Outperformance dürfte aber selbst unter Ausklammerung dieses Großauftrags (MONe: ca. 150 Mio. EUR) knapp erreicht worden sein. Markanter noch sei das Umsatzwachstum gegen den Trend des Marktes, der laut VDMA für Druckereimaschinen in 2023 um 1% yoy geschrumpft sei. Diese starke Entwicklung sei nach Erachten der Aktienanalysten der Montega AG das Resultat der Technologieführerschaft von Koenig & Bauer in den Wachstumsfeldern des Digital-, Wellpappen- und Verpackungsdrucks.
Zwar habe das berichtete EBT mit 13,0 Mio. EUR auf Höhe der Prognose der Aktienanalysten der Montega AG gelegen (13,2 Mio. EUR; Konsens: 14,3Mio. EUR), der Jahresüberschuss habe mit 2,6 Mio. EUR diese jedoch deutlich verfehlt (MONe: 10,9 Mio. EUR; Konsens: 11,3 Mio. EUR; Vj.: 10,4 Mio. EUR). Hauptgrund hierfür sei ein nicht-cashwirksamer negativer latenter Steuereffekt in Höhe von 6,4 Mio. EUR, während das infolge des Zinsanstiegs spürbar verschlechterte Finanzergebnis von -16,9 Mio. EUR (MONe: -16,6 Mio. EUR; Vj.: -8,8 Mio. EUR) für die Aktienanalysten der Montega AG keine Überraschung dargestellt habe. Etwas enttäuschend sei hingegen auch der Free Cashflow, der angesichts einer erhöhten Working-Capital-Quote (30,9%; +200 BP yoy) und trotz geringer als erwarteter CAPEX auf -93,4 Mio. EUR gefallen sei (MONe: -44,0 Mio. EUR; Konsens: -27,9 Mio. EUR; Vj.: -59,7 Mio. EUR).
Mittelfristig strebe der Vorstand unverändert einen Konzernumsatz von 1,8 Mrd. EUR bei einer EBIT-Marge von 8% bis 9% und einer NWC-Quote von weniger als 25% an. Die Aktienanalysten der Montega AG würden sich hinsichtlich der operativen Entwicklung in 2024 ff. u.a. angesichts der erwarteten Impulse von der diesjährigen drupa, avisierter Folgeaufträge im Banknotendruck sowie der abflauenden Inflationskosten etwas optmistischer positionieren. Konkret würden sie für 2024 nun ein operatives Ergebnis im Mid-Point der Guidance erwarten (EBIT: 15-30 Mio. EUR, nach drupa-Kosten), aufgrund des noch aus Q3/23 nachwirkenden rückläufigen Auftragseingangs im größten Segment Sheetfed für H1/24 aber mit Gegenwind im Umsatz und EBIT rechnen. Auch würden die Aktienanalysten der Montega AG aufgrund der nach wie vor eingeschränkten Visibilität für 2026 noch hinter der Zielmarge des Unternehmens (6-7%; MONe: 5,2%) zurückbleiben.
Trotz der Markterfolge und erkennbarer Fortschritte bei der operativen Marge sei Koenig & Bauer noch weit von den mittelfristigen Profitabilitätszielen entfernt. Die Aktienanalysten der Montega AG würden es vor dem Hintergrund der konjunkturellen Schwächephase weiterhin für ambitioniert halten, diese zu erreichen, sähen das Geschäftspotenzial in der fundamentalen Bewertung (KBV 2024e: 0,5x) jedoch unzureichend reflektiert.
Entsprechend bestätigt Patrick Speck, Analyst der Montega AG, sein Rating "kaufen" und das Kursziel von 16,00 EUR für die Koenig & Bauer-Aktie. (Analyse vom 28.03.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze Koenig & Bauer-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Koenig & Bauer-Aktie:
12,40 EUR -1,59% (28.03.2024, 11:59)
XETRA-Aktienkurs Koenig & Bauer-Aktie:
12,46 EUR -0,48% (28.03.2024, 10:47)
ISIN Koenig & Bauer-Aktie:
DE0007193500
WKN Koenig & Bauer-Aktie:
719350
Ticker-Symbol Koenig & Bauer-Aktie:
SKB
Kurzprofil Koenig & Bauer AG:
Seit über 200 Jahren steht die Koenig & Bauer-Gruppe (ISIN: DE0007193500, WKN: 719350, Ticker-Symbol: SKB) für Innovation und technischen Fortschritt in der globalen Druckindustrie und ist damit auch der älteste Druckmaschinenhersteller der Welt. Die konsequent auf die Kundenanforderungen zugeschnittenen Hightech-Maschinen und -Anlagen sowie umfassende Servicedienstleistungen von Koenig & Bauer ermöglichen es, dass Menschen weltweit mit gedruckten, weiterverarbeiteten sowie veredelten Produkten in Berührung kommen. Dazu zählen neben unterschiedlichen Verpackungen für die Lebensmittel-, Getränke-, Pharma- und Kosmetikindustrie auch Banknoten, Dekore und Laminate sowie Magazine und Zeitungen. Die Produkte werden den Teilmärkten Verpackungs-, Sicherheits- und Wertpapier-, Industrie-, Commercial- und Publikationsdruck zugeordnet. (28.03.2024/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 28.03.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.