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Koenig & Bauer Aktie: Starker Auftragseingang im dritten Quartal stützt Hoffnung auf Turnaround - Upgrade!

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Koenig & Bauer-Aktienanalyse von der Montega AG:

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, stuft die Aktie der Koenig & Bauer AG (ISIN: DE0007193500, WKN: 719350, Ticker-Symbol: SKB) von "halten" auf "kaufen" herauf.

Koenig & Bauer habe gestern die Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht und sowohl die Guidance 2024 als auch das Mittelfristziel 2026 bestätigt.

Nach den Auftragserfolgen im Zuge der Weltleitmesse drupa in habe Koenig & Bauer auch im abgelaufenen Q3 ein starkes Auftragsplus in Höhe von 24,5% yoy auf 346,6 Mio. EUR verzeichnet. Die Book-to-Bill-Ratio habe sich im dritten Quartal sowie nach 9M auf 1,21 (Vj.: 0,93) belaufen. Insbesondere die beiden größten Segmente Sheetfed (+43,8% yoy) und Special (+19,6% yoy) hätten in Q3 eine starke Auftragsentwicklung verzeichnet. Letzteres habe in der Geschäftseinheit Banknote Solutions erneut eine Order der Bundesdruckerei der USA für weitere Banknotendruckmaschinen erhalten, die ab H2 2025 zur Auslieferung kommen sollten. Der AE im Segment Digital & Webfed habe sich mit 52,9 Mio. EUR gegenüber der hohen Vorjahresbasis zwar rückläufig gezeigt (-11,7% yoy), sequenziell (Q1: 24,5 Mio.EUR; Q2: 29,9 Mio. EUR) aber ebenfalls sehr erfreulich entwickelt. Insgesamt habe der Auftragsbestand per 30.09. mit 1.080 Mio. EUR einen neuen Rekordwert erreicht.

Die Auftragsdelle aus Q3/23 und ein laut Koenig & Bauer nach wie vor herausforderndes Marktumfeld hätten in Q3 zu einem leichten Rückgang der Konzernerlöse um 2,4% yoy auf 287,6 Mio. EUR geführt (Sheetfed: -1,8% yoy; D&W: +18,3% yoy; Special: -8,7% yoy). Stützend habe das Servicegeschäft gewirkt, dessen Umsatzanteil nach 9M bei 33,7% rangiert habe (Vj.: 29,7%), sodass sich die Umsätze von Koenig & Bauer im Berichtszeitraum robuster als der Branchendurchschnitt gezeigt hätten (-8,0% yoy vs. Branchenumsatz lt. VDMA: -14,6% yoy).

Ergebnisseitig hätten Einmalaufwendungen im Rahmen des Fokusprogramms Spotlight (21,6 Mio. EUR) sowie nachlaufende drupa-Kosten (4,3 Mio. EUR) zu einem deutlich negativen Q3-EBIT von -21,7 Mio. EUR geführt (Vj.: 3,3 Mio. EUR). Bereinigt um diese Sondereffekte, habe sich das operative Ergebnis mit 4,2 Mio. EUR gegenüber Vorjahr aber leicht und verglichen mit dem Vorquartal (Q2: -14,2 Mio. EUR) deutlich verbessert gezeigt. Im FY 2024 solle aus Spotlight bereits eine EBIT-Verbesserung von 15 bis 20 Mio. EUR resultieren, ehe das Programm in den Folgejahren seinen vollen Ergebnis-Effekt entfalten sollte (2025: 40 bis 50 Mio. EUR; 2026: 60 bis 70 Mio. EUR).

So habe das Management auch die Zielsetzung bekräftigt, spätestens 2026 eine Konzern-EBIT-Marge von rund 6% bei Umsätzen von ca. 1,5 Mrd. EUR zu erzielen. Zum Erreichen der Guidance 2024 (EBIT operativ: 25 bis 40 Mio. EUR) benötige das Unternehmen in Q4 ein operatives EBIT von mindestens 45 Mio. EUR, was trotz destraditionell starken Schlussquartals (EBIT Q4/23: 32,0 Mio. EUR; Q4/22: 25,0 Mio. EUR) zunächst ambitioniert erscheine. Laut Vorstand sei jedoch infolge des Großauftrags aus Q4/23 ein überdurchschnittlicher Beitrag des Segments Special zu erwarten.

Fazit: Koenig & Bauer gebe weiter ein gemischtes Bild ab, sollte die kurzfristig avisierte Ergebnisentwicklung aber annähernd gelingen, verfüge die Aktie nach Erachten der Aktienanalysten der Montega AG über signifikantes Upside. Die Aktienanalysten der Montega AG würden vorsichtig positioniert bleiben, das Chance-Risiko-Verhältnis auch angesichts des starken AEs aber nun wieder als attraktiv erachten.

Demnach hebt Patrick Speck, Analyst der Montega AG, für die Koenig & Bauer-Aktie das Rating bei unverändertem Kursziel von 14,00 EUR auf "kaufen" an. (Analyse vom 08.11.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (08.11.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 08.11.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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