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Koenig & Bauer Aktie: Feedback EKF: Zukunftsmärkte gewinnen an Gewicht

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Koenig & Bauer-Aktienanalyse von der Montega AG:

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, stuft die Aktie der Koenig & Bauer AG (ISIN: DE0007193500, WKN: 719350, Ticker-Symbol: SKB) weiterhin mit "kaufen" ein.

Der CFO von Koenig & Bauer, Dr. Alexander Blum, habe das Unternehmen jüngst auf dem Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt präsentiert. Speck sehe Koenig & Bauer in wichtigen Zukunftsfeldern sehr gut aufgestellt und sei daher vom Erholungspotenzial der Aktie nach wie vor überzeugt.

Bedeutung der Region Asien/Pazifik nehme stark zu: Während die Umsatzentwicklung im Heimatmarkt Deutschland (9M/25: -0,2% yoy), dem übrigen Europa (+2,7% yoy) und insbesondere Nordamerika (-12,4% yoy) zuletzt konjunkturell- und zollbedingt spürbar unter Druck gestanden habe, könne Koenig & Bauer im Asien/Pazifik-Raum dynamisch wachsen (+47,8% yoy). Mit einem Erlösbeitrag i.H.v. 242,1 Mio. EUR bzw. 28,1% der Gesamterlöse stelle diese Region nach 9M/25 sogar die wichtigste für den Konzern dar und laut CFO steuere man in den bedeutenden Zukunftsmärkten Indien und dem Mittleren Osten auf das bisher beste Jahr zu. Vor dem Hintergrund der attraktiven Wachstumsprognosen beispielsweise für den indischen Markt, der laut Grand View Research bis 2035 mit einer CAGR von 7,6% zulegen dürfte (vs. China: 5,6%; global: 4,7%) und im für die Verpackungsindustrie relevanten Flexodruck sogar knapp zweistellig pro Jahr steigen sollte, untermauere dies nach Erachten des Analysten die Wachstumsprognose des K&B-Vorstands für die kommenden Jahre. Diese avisiere kurz- bis mittelfristig einen Anstieg der Konzernerlöse auf 1,5 Mrd. EUR, womit Speck und der Konsens aktuell spätestens in 2029 rechnen würden.

Technologische Vorreiterrolle: Auch technologisch werde Koenig & Bauer seiner marktführenden Rolle nach Erachten des Analysten weiterhin gerecht. So habe der Vorstand in seiner EKF-Präsentation mit "Protected at Print" und AURAVEO zwei konzerneigene Innovationen aus dem laufenden Jahr etwas detaillierter vorgestellt: Erstere ermögliche es Druckereien, Schutztechnologien direkt in den Druckprozess einzubinden und u.a. versteckte Informationen wie Codes oder Bilder nahtlos in die Lackschicht von Druckerzeugnissen zu integrieren, ohne das Produktdesign oder bestehende Produktionsprozesse zu beeinträchtigen. Hierdurch könnten z.B. Waren in kritischen Märkten für Babynahrung, Gesundheitsprodukte, Pharmazeutika und Spielzeug vor Markenmissbrauch geschützt werden. AURAVEO wiederum erzeuge für Verpackungen mittels Augmented Reality und KI einen "Digitalen Zwilling", sodass Luxus- und Konsumgüterhersteller einen interaktiven Kommunikationskanal zum Kunden erhielten und wertvolle Daten zum Konsumentenverhalten gewinnen könnten. So würden sich Marketingmaßnahmen effizienter gestalten und personalisierte Markenerlebnisse über das Smartphone der Kunden schaffen lassen. Beide Technologien stünden stellvertretend für die fortschreitende Transformation von Koenig & Bauer vom Druckmaschinenhersteller zu einem agilen Technologieanbieter.

Klarer Aufwärtstrend im Ergebnis: Zwar habe Herr Blum die bereits im Q3-Call getroffene Einschätzung bekräftigt, die diesjährige Guidance für das operative EBIT (35-50 Mio. EUR) eher am unteren Ende zu erreichen, doch habe der CFO zugleich den klar positiven Ergebnistrend der letzten Quartale und das Zielmargenniveau von 5-6% unterstrichen. Nach wie vor würden darüber hinaus strategische Optionen für das Randgeschäft Coding (Umsatzanteil ca. 5%) erörtert. In diesem Zusammenhang besonders bemerkenswert sei auch, dass Großaktionär Leibinger, der über ein eigenes Coding-Business verfüge, zuletzt die 20%-Meldeschwelle überschritten habe.

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, sieht Koenig & Bauer auf Basis der Zukunftstechnologien und -regionen gut positioniert, um in 2026ff. profitabel zu wachsen. Den jüngsten Kursrücksetzer führe der Analyst auf schwache Branchendaten im deutschen Maschinenbau (VDMA) zurück, sehe das Potenzial des Konzerns aber nicht angemessen eskomptiert (EV/EBIT 2026e: 8,5x) und bestätige Rating "kaufen" und das Kursziel von 17 EUR. (Analyse vom 12.12.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (12.12.2025/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 12.12.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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