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Knight-Swift Transportation Aktie: Trumps Politik stützt das Geschäft

Paris (www.aktiencheck.de) - Knight-Swift Transportation-Aktienanalyse der BNP Paribas:

Das Umfeld für die Logistikbranche in den USA ist weiterhin herausfordernd, so Egmond Haidt, Finanzjournalist, in einer aktuellen Veröffentlichung bei BNP Paribas zur Aktie von Knight-Swift Transportation Holdings Inc. (ISIN: US4990491049, WKN: A2DW9M, Ticker-Symbol: KSX, NYSE-Symbol: KNX).

Zuerst habe die Pandemie die Konjunktur erheblich belastet, anschließend sei sie durch die hohe Inflation zusätzlich unter Druck geraten, was auf die Nachfrage nach Logistikdienstleistungen durchgeschlagen und für Preisdruck bei den Frachtraten gesorgt habe.

Inzwischen bekomme die Branche allerdings allmählich Rückenwind durch die Politik von US-Präsident Donald Trump, wodurch sich das Umfeld für Knight-Swift Transportation und die heimischen Wettbewerber allmählich aufhelle.

So habe das Transportministerium die Bedingungen für Lkw-Fahrer, die nicht Amerikaner seien beziehungsweise ihren Erstwohnsitz nicht in den USA hätten, verschärft. Ziel sei, dass innerhalb von zwei Jahren rund 200.000 ausländische Fahrer nicht mehr in den USA als Lkw-Fahrer arbeiten könnten, weil ihre Fahrerlaubnis ablaufe. Das entspreche rund 5% der 3,9 Mio. Lkw-Fahrer in den USA.

Im dritten Quartal sei der Umsatz von Knight-Swift Transportation um 2,7% auf 1,93 Mrd. Dollar gestiegen, das habe leicht über den Schätzungen der Analysten von 1,90 Mrd. Dollar gelegen.

Dabei sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 4,2% auf 106,0 Mio. Dollar geklettert, damit habe sich die Marge leicht verbessert, von 5,4% auf 5,5%. Allerdings sei der bereinigte Gewinn je Aktie um 5,9% auf 0,32 Dollar gesunken, das habe deutlich unter den Erwartungen von 0,37 Dollar gelegen.

Verhaltener Ausblick

Bei der Zahlenvorlage am 22. Oktober habe sich Vorstandschef Adam W. Miller zufrieden mit den Ergebnissen gezeigt. Allerdings räume er ein, dass das Geschäft in den ersten zwei Oktoberwochen gegenüber dem Vorquartal stagniert habe und die Saisonalität damit schwächer bleiben könnte als üblich, weshalb Miller einen vorsichtigen Ausblick für das vierte Quartal abgegeben habe. Demnach solle ein bereinigter Gewinn je Aktie von lediglich 0,34 bis 0,40 Dollar erwirtschaftet werden.

Zudem senke der Firmenlenker die Investitionsprognose für das Gesamtjahr auf 475 bis 525 Mio. Dollar, statt der zuvor geplanten 525 bis 575 Mio.

Allerdings gebe sich der Vorstandschef zuversichtlich, dass Trumps Politik das Geschäft ab 2026 stützen werde. Je schneller sie umgesetzt werde, umso schneller würden Kapazitäten in der Branche abgebaut, was für Aufwärtsdruck bei den Frachtraten sorgen würde.

Gleichzeitig würden etliche mittelgroße Speditionen angesichts steigender Investitionskosten und Preisdruck bei Frachtraten ihre Kapazitäten abbauen.

Außerdem würden Unternehmen außerhalb der Logistikbranche, die eigene Lkw-Flotten aufgebaut hätten, beginnen, den Transport wieder mehr an Speditionen zu vergeben, unter anderem wegen weiter steigender Lkw-Preise.

Der Konzern erwarte insgesamt eine Margenverbesserung für 2026, anfangs werde das von einem höheren Transportvolumen abhängen, im zweiten Halbjahr solle es zu Preiserhöhungen kommen.

So sähen die Schätzungen aus

Analysten würden prognostizieren, dass der Umsatz 2025 um 1,4% auf 7,5 Mrd. Dollar steigen werde. 2026 solle es um 5,4% auf 7,9 Mrd. Dollar nach oben gehen, womit sich das Wachstum deutlich beschleunigen würde.

Dabei solle das bereinigte EBIT 2025 um 16,5% auf 405,1 Mio. Dollar zulegen, gefolgt von einem Sprung um 35% auf 548,6 Mio. Dollar 2026. Damit würde die Marge zuerst von 4,7 auf 5,4% steigen, um 2026 sogar 6,9% zu erreichen.

Ob es 2026 tatsächlich zu der kräftigen Ergebnisverbesserung kommen werde, hänge von mehreren Faktoren ab, weshalb diese Schätzungen mit großer Unsicherheit behaftet seien.

Wie gehe es weiter mit der Aktie?

Die Aktie von Knight-Swift Transportation tendiere seit etwa acht Monaten unter großen Schwankungen seitwärts. Damit liege der Börsenwert bei 7,4 Mrd. Dollar. Inklusive der - laut den Berechnungen von Egmond Haidt - Nettoschulden von 2,6 Mrd. Dollar liege der Enterprise Value (EV) bei 10,0 Mrd. Dollar. Das entspreche dem 18,2-Fachen des von Analysten für 2026 prognostizierten EBIT. Das sei nach Haidts Meinung eine ziemlich hohe Bewertung, wenngleich sich das Umsatzwachstum 2026 deutlich beschleunigen solle und die bereinigte EBIT-Marge deutlich verbessert werden solle. Und das 2026er-KGV liege bei 21,7.

Nach Meinung von Egmond Haidt könne das Papier allmählich nach oben tendieren, weil Investoren darauf setzen könnten, dass mögliche weitere Zinssenkungen der Fed die US-Konjunktur 2026 ankurbeln könnten, wovon Knight-Swift profitieren würde. Zudem kommt es darauf an, wie energisch Trumps Politik bezüglich der Logistikbranche umgesetzt wird, so Egmond Haidt, Finanzjournalist, in einer aktuellen Veröffentlichung bei BNP Paribas. (Analyse vom 26.11.2025)

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Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (27.11.2025/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 27.11.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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