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K+S: Ausblick für das laufende Geschäftsjahr konkretisiert - Aktienanalyse




10.11.22 18:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - K+S-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie des Kali- und Salzherstellers K+S AG (ISIN: DE000KSAG888, WKN: KSAG88, Ticker-Symbol: SDF, NASDAQ OTC-Symbol: KPLUF).

K+S lege seinen strategischen Fokus in Zukunft verstärkt auf das Kerngeschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten und wolle als globaler Anbieter von Pflanzennährstoffen die Megatrends Ernährung, Wasser und Energie adressieren. Für den wachsenden Markt nachhaltiger Entsorgungslösungen habe K+S mit der Remondis-Tochter Reme das Gemeinschaftsunternehmen REKS errichtet und wolle etwa unterirdische Kavernen zur Speicherung von CO2 oder Wasserstoff nutzen.

Nachdem K+S seine CO2-Emissionen seit 1990 absolut bereits um 80% reduziert habe, peile man bis 2030 eine nochmalige Reduktion um 10% gegenüber dem Jahr 2020 an. Bis 2050 wolle K+S klimaneutral werden.

Der Umsatz habe im dritten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahr auf EUR 1,5 Mrd. verdoppelt werden können. Im Kundensegment Landwirtschaft sei dieser von EUR 529 Mio. auf EUR 1,2 Mrd. und im Kundensegment Industrie+ von EUR 217 Mio. auf EUR 307 Mio. geklettert. Getragen worden sei das Umsatzplus vor allem von den höheren Absatzpreisen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich von EUR 121 Mio. auf EUR 633 Mio. ebenfalls kräftig verbessert, habe damit aber die Markterwartungen von im Schnitt EUR 723 Mio. verfehlt. Alles in allem hätten die höheren Absatzpreise gestiegene Kosten für Energie, Logistik und Material sowie die schwächere Nachfrage mehr als ausgleichen können. Letztere sei von einer abwartenden Haltung der Kunden geprägt gewesen, zumal in den letzten Monaten des Jahres wichtigen Absatzregionen keine Hauptkalianwendung direkt bevorstehe.

Die hohen Gaspreise würden K+S nur bedingt treffen, da man sich bereits vor Kriegsausbruch mehr als 90% der im Jahr 2022 an den europäischen Standorten benötigten Gasmengen gesichert habe. Für die Jahre 2023 und 2024 seien zu diesem Zeitpunkt mehr als 70% des Erdgasbedarfs preislich fixiert gewesen. Mit einem Preis von durchschnittlich EUR 50/MWh für 90% der im Jahr 2023 benötigten Menge habe K+S einen hohen Grad an Planungssicherheit bei den Energiekosten.

Ausblick 2022: K+S habe die Jahresprognose für das EBITDA konkretisiert unter der Annahme, dass es an den deutschen Standorten keine Produktionseinschränkungen durch Gasengpässe gebe und erwarte hierfür statt einer Bandbreite von EUR 2,3 bis 2,6 Mrd. einen Zielwert von EUR 2,4 Mrd. Im Jahr 2021 habe das EBITDA bei EUR 969 Mio. gelegen. Damit übertreffe K+S das bisher beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte aus dem Jahr 2008 (EUR 1,5 Mrd.) deutlich. Von der Gaspreisbremse der deutschen Bundesregierung wolle man keinen Gebrauch machen, weshalb die Ausschüttungsfähigkeit für die Dividende nicht gefährdet sei.

Die Einhaltung von Umweltauflagen führe zu höheren Kosten. So dürfe etwa das salzhaltige Abwasser aus der deutschen Kaliproduktion nicht mehr in den Boden verpresst, sondern müsse in ein Bergwerk eingeleitet werden. Dabei solle das Grubenfeld Springen in Thüringen als neuer Entsorgungsweg für die Abwässer aus der Kaliproduktion des Werkes Werra dienen. Bis zum Beginn der dauerhaften Einstapelung von hoch konzentrierten Salzabwässern unter Tage (geplant ab dem Jahr 2023) bleibe die standortferne Entsorgung eine kostspielige Alternative.

K+S habe im dritten Quartal 2022 abermals von hohen Absatzpreisen profitierte, welche sich im Zuge der geopolitischen Spannungen bzw. des Russland-Ukraine-Konflikts nachhaltig auf einem höheren Niveau festsetzen dürften. Die günstigen Marktbedingungen würden sich auch in der konkretisierten Prognose widerspiegeln, welche die gestiegenen Energiekosten bereits berücksichtige. Achillesferse bleibe ein möglicher Gasengpass in Europa, der insbesondere im nächsten Winter wegen des Ausfalls der Pipeline Nord Stream 1 nicht ausgeschlossen werden könne und zu einer generellen Energieknappheit samt angeordneter Produktionsunterbrechungen führen würde.

Selbst im Falle einer hoffentlich bald einkehrenden Waffenruhe rechnen der Analyst mit keiner baldigen Rücknahme der Sanktionen bzw. Rückkehr russischer und weißrussischer Kali-Produzenten, weshalb das Marktumfeld für mittel- und westeuropäische Produzenten wie K+S weiterhin günstig bleibe.

Das Kursziel von EUR 24,90 (zuvor: EUR 25,40) basiere auf einem Multiple-Ansatz und die geschätzten Zahlen auf Konsensus-Schätzungen. Die Bewertung der K+S-Aktie berücksichtige in puncto Kurs/Gewinn-Verhältnis für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 gegenüber der Peer Group einen Bewertungsabschlag von 30%, welcher Alber aus der historischen Beobachtung sowie der Tatsache, dass Deutschland und hier vor allem K+S von potenziellen Energieengpässen stärker als andere Länder bzw. Unternehmen betroffen wäre, gerechtfertigt erscheine.

Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, sieht K+S nach wie vor attraktiv bewertet und bestätigt seine "Kauf"-Empfehlung. (Analyse vom 10.11.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze K+S-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs K+S-Aktie:
21,69 EUR +0,37% (10.11.2022, 17:58)

XETRA-Aktienkurs K+S-Aktie:
21,76 EUR +1,30% (10.11.2022, 17:35)

ISIN K+S-Aktie:
DE000KSAG888

WKN K+S-Aktie:
KSAG88

Ticker-Symbol K+S-Aktie:
SDF

NASDAQ OTC-Symbol K+S-Aktie:
KPLUF

Kurzprofil K+S AG:

K+S (ISIN: DE000KSAG888, WKN: KSAG88, Ticker-Symbol: SDF, NASDAQ OTC-Symbol: KPLUF) versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Das Unternehmen hilft Landwirten bei der Sicherung der Welternährung, bietet Lösungen, die Industrien am Laufen halten, bereichert das tägliche Leben der Konsumenten und sorgt für Sicherheit im Winter. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedient K+S aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. Das Unternehmen strebt nach Nachhaltigkeit, denn es bekennt sich zu seiner Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen es tätig ist. Mehr über K+S unter www.kpluss.com. (10.11.2022/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
21,41 € 21,37 € 0,04 € +0,19% 03.02./17:45
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000KSAG888 KSAG88 36,45 € 17,29 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
21,36 € -0,42%  03.02.23
Nasdaq OTC Other 23,35 $ +7,90%  01.02.23
Hamburg 21,63 € +0,84%  03.02.23
Xetra 21,41 € +0,19%  03.02.23
Düsseldorf 21,40 € -0,05%  03.02.23
Berlin 21,39 € -0,23%  03.02.23
München 21,36 € -0,42%  03.02.23
Stuttgart 21,35 € -0,42%  03.02.23
Frankfurt 21,32 € -0,51%  03.02.23
Hannover 21,39 € -1,20%  03.02.23
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