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Internationale Konjunkturdaten: Vorschau für die kommende Woche




12.08.22 16:00
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Im Juli stürzten die ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland aufgrund der Drosselung der Erdgaslieferungen über die Nord Stream 1-Pipeline ab, so die Analysten der DekaBank.

Die August-Umfrage werde keine grundsätzlich neue Bewertung des Sachverhalts durch die Finanzmarktanalysten bringen. Nach den Wartungsarbeiten an der Pipeline sei zwar wieder Erdgas geliefert worden. Doch mit 40% sei das Volumen weiterhin deutlich unter dem Möglichen zurückgeblieben und sei zudem abermals auf 20% gedrosselt worden. Die Lageeinschätzung dürfte nochmals geringfügig nachgeben. Perspektivisch könnte die Lageeinschätzung noch deutlich weiter sinken, denn anders als bei den Konjunkturerwartungen sei hier der rezessive Bereich noch nicht erreicht.

Die Konsumaktivität der privaten US-Haushalte habe in den vergangenen Monaten unter den extrem starken Preisanstiegen gelitten. Diese hätten so viel Kaufkraft abgesaugt, dass in realer Rechnung nur durch eine Verringerung der Sparquote ein Konsum-Zuwachs habe realisiert werden können. Die Verbraucherpreise für Juli hätten gezeigt, dass sich dieser Kaufkraftentzug zumindest vorerst nicht weiter fortgesetzt habe. Für die nominalen US-Einzelhandelsumsätze sei zwar insgesamt nur eine Stagnation zu erwarten. Hauptbelastungsfaktor sei aber ein preisbedingter Umsatzrückgang der Tankstellen. Ohne diesen Teilbereich würden die Analysten ein ansehnliches Umsatzplus erwarten, denn die Arbeitsmarktdaten würden für diesen Zeitraum einen sehr kräftigen Anstieg der Löhne und Gehälter andeuten.

Dem zunehmenden Inflationsdruck, der in Norwegen - abgesehen von globalen Einflüssen - auch aus der starken Binnenwirtschaft heraus resultiere, steuere die Norwegische Zentralbank seit September 2021 mit Leitzinserhöhungen entgegen. Laut ihres Leitzinspfades strebe sie einen Leitzins von 3% zur Jahresmitte 2023 an. Demnach stehe nach der Zinserhöhung um 50 Basispunkte (BP) im Juni beim Zinsentscheid im August nun eine Leitzinserhöhung um 25 BP auf 1,50% an (mit sechs weiteren 25-BP-Schritten bei jedem folgenden Zinsmeeting). Diesmal würden die Notenbanker allerdings wieder abwägen müssen, ob ein größerer Zinsschritt angesichts des überraschend hohen Inflationsanstiegs vom Juli auf 6,8% angebracht wäre. Dagegen spräche die unerwartete Schrumpfung des monatlichen Bruttoinlandsprodukts im Mai. (12.08.2022/ac/a/m)





 
 
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