Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Hypoport-Aktienanalyse von XTB:
Jens Chrzanowski, Deutschland Chef von XTB, nimmt die Aktie der Hypoport SE (ISIN: DE0005493365, WKN: 549336, Ticker-Symbol: HYQ) unter die Lupe.
Im Aktien Marathon analysiere und bewerte Chrzanowski jede Woche eine Aktie unter fundamentalen und charttechnischen Gesichtspunkten. Der Fokus liege dabei nicht auf der kurz- oder mittelfristigen Spekulation, sondern auf der langfristigen Anlageperspektive. Für die Hypoport Aktie projiziere Chrzanowski fundamentale Kennzahlen bis in die Jahre 2028 und 2030, um langfristig orientierten Anlegern eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
✅ Drei Key Takeaways
• Geschäftsmodell mit Potenzial: Hypoport sei mit Plattformen wie Europace und SMART INSURTECH stark im digitalen Finanzmarkt positioniert und stärke kontinuierlich seine Eigenkapitalbasis.
• Erholung der Fundamentaldaten: Nach einem schwächeren Jahr 2023 würden Umsatz und Ergebnisse wieder einen positiven Trend zeigen, aber noch nicht vollständig das Spitzenniveau von 2021 erreichen.
• Bärisches Chartbild: Sowohl im Tages- als auch im Wochenchart dominiere der Abwärtstrend bzw. eine träge Seitwärtsbewegung, weshalb aktuell von einem Einstieg abgeraten werde.
Betrachtung im Wochenchart
Vom Allzeithoch im Jahr 2021 bei über 600 EUR habe die Hypoport Aktie deutlich nachgegeben. Erst im September 2022 sei eine erste Bodenbildung gelungen. Eine anschließende Erholung habe das Papier bis an die Marke von 350 EUR geführt, wo sich ein Doppeltop formiert habe. Dieses Niveau habe Marktteilnehmer erneut zu Verkäufen veranlasst.
Im weiteren Verlauf sei der Kurs unter den SMA20 (aktuell bei 83,48 EUR) gerutscht. Entlastungsversuche seien regelmäßig am SMA20 bzw. am SMA50 (aktuell bei 98,92 EUR) ausgelaufen. Das Wertpapier habe das Tief aus 2022 erneut getestet und tue sich seit Wochen schwer, davon nach oben auszubrechen.
• Prognose Wochenchart: Bärisch (solange keine nachhaltige Rückkehr über den SMA50 erfolgt).
• Ausblick: Erst bei einem bestätigten Wochenschlusskurs über dem SMA50 helle sich das Chartbild auf. Folgende Erholungsimpulse könnten die Hypoport Aktie dann bis an den SMA200 (aktuell bei 104,31 EUR) führen.
Betrachtung im Tageschart
Im Tageschart bewege sich die Aktie seit Wochen seitwärts im Bereich des SMA20 (aktuell bei 83,78 EUR) und des SMA50 (aktuell bei 84,69 EUR). Beide Durchschnittslinien würden derzeit eine starke Anziehungskraft ausüben. Solange sich der Kurs nicht über dem SMA200 (aktuell bei 91,98 EUR) etablieren könne, bleibe das Risiko weiterer Kursverluste bestehen.
• Prognose Tageschart: Bärisch.
• Ausblick: Neues Aufwärtspotenzial entstehe erst, wenn der Widerstand am SMA200 nachhaltig nach oben durchbrochen werde.
Unternehmensprofil: Das Geschäftsmodell hinter der Hypoport Aktie
Der HYPOPORT-Konzern sei ein internetbasierter Allfinanzdienstleister mit zwei zentralen Säulen:
• Vertrieb: Vertrieb von Finanzprodukten und Immobilien über die Dr. Klein & Co. AG.
• Plattformen: Vermittlung von Finanz- und Versicherungsprodukten über digitale Transaktionsplattformen wie SMART INSURTECH.
• Europace: Der B2B-Finanzmarktplatz Europace sei die größte deutsche Online-Plattform für Finanzierungsprodukte. Sie vernetze Produktanbieter mit Finanzberatern und ermögliche hochautomatisierte Abschlüsse mit klaren Kostenvorteilen.
Die Geschäftstätigkeit untergliedere sich in vier Segmente: Kreditplattform, Privatkunden, Immobilienplattform und Versicherungsplattform.
Aktionärsstruktur Hypoport:
Gut ein Drittel der Aktie würden vom Vorsitzenden des Vorstands gehalten. Institutionelle Anleger würden nur eine untergeordnete Gewichtung haben.
Wichtige Bewertungskennzahlen Hypoport 2025 – 2021
Die Umsatzdelle 2023 habe in den beiden Folgejahren ausgeglichen werden können. 2025 seien fast 160 Mio. EUR mehr umgesetzt worden als 2021.
Die Zahl der Mitarbeitenden habe sich von 2022 auf 2023 deutlich verringert und sei seit 2023 praktisch unverändert geblieben.
Der Pro-Kopf-Umsatz habe sich von 2023 deutlich erhöht und liege gut 0,1 Mio. EUR über dem Wert von 2023.
Das operative Ergebnis 2023 sei negativ gewesen. Diese Kennzahl habe sich in den folgenden beiden Jahren verbessert. 2025 seien jedoch gut 20 Mio. EUR weniger Ergebnis ausgewiesen worden als 2021.
Das Ergebnis vor Steuern sei von 2021 bis 2023 zurückgegangen, habe sich in den letzten beiden Jahren des Betrachtungszeitraums aber wieder verbessern können.
Der Gewinn je Aktie sei seit 2021 bis 2024 deutlich zurückgegangen, habe 2025 aber deutlich gesteigert werden können.
Die Aktie sei mit einem KGV von über 30 (2025) sehr teuer.
Das Eigenkapital habe von 2022 bis 2025 deutlich gesteigert werden können und liege 2025 gut 130 Mio. EUR über dem Wert von 2021.
Die Eigenkapitalquote habe in den letzten drei Jahren über der Marke von 50% gelegen, was außerordentlich gut sei.
Fazit: Aktien Marathon Ersteinschätzung
Hypoport besetze als digitaler Allfinanzdienstleister einen Wachstumsmarkt. Die Geschäftszahlen würden seit 2023 eine Erholung zeigen, jedoch in Teilen noch nicht wieder das Niveau von 2021 erreichen. Positiv hervorzuheben sei die kontinuierliche Stärkung der Eigenkapitalbasis.
Aus charttechnischer Sicht zeige sich die Hypoport Aktie nach dem starken Kursverfall seit 2021 weiterhin träge und verharre seit Wochen in einer engen Seitwärtsrange. Aufgrund des bärischen Chartbildes und der anhaltenden Orientierungsphase rate Chrzanowski im Rahmen dieser Aktien Marathon Analyse aktuell von einem Neueinstieg ab. (Analyse vom 09.09.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (09.09.2026/ac/a/nw)
Jens Chrzanowski, Deutschland Chef von XTB, nimmt die Aktie der Hypoport SE (ISIN: DE0005493365, WKN: 549336, Ticker-Symbol: HYQ) unter die Lupe.
Im Aktien Marathon analysiere und bewerte Chrzanowski jede Woche eine Aktie unter fundamentalen und charttechnischen Gesichtspunkten. Der Fokus liege dabei nicht auf der kurz- oder mittelfristigen Spekulation, sondern auf der langfristigen Anlageperspektive. Für die Hypoport Aktie projiziere Chrzanowski fundamentale Kennzahlen bis in die Jahre 2028 und 2030, um langfristig orientierten Anlegern eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
✅ Drei Key Takeaways
• Geschäftsmodell mit Potenzial: Hypoport sei mit Plattformen wie Europace und SMART INSURTECH stark im digitalen Finanzmarkt positioniert und stärke kontinuierlich seine Eigenkapitalbasis.
• Erholung der Fundamentaldaten: Nach einem schwächeren Jahr 2023 würden Umsatz und Ergebnisse wieder einen positiven Trend zeigen, aber noch nicht vollständig das Spitzenniveau von 2021 erreichen.
• Bärisches Chartbild: Sowohl im Tages- als auch im Wochenchart dominiere der Abwärtstrend bzw. eine träge Seitwärtsbewegung, weshalb aktuell von einem Einstieg abgeraten werde.
Betrachtung im Wochenchart
Vom Allzeithoch im Jahr 2021 bei über 600 EUR habe die Hypoport Aktie deutlich nachgegeben. Erst im September 2022 sei eine erste Bodenbildung gelungen. Eine anschließende Erholung habe das Papier bis an die Marke von 350 EUR geführt, wo sich ein Doppeltop formiert habe. Dieses Niveau habe Marktteilnehmer erneut zu Verkäufen veranlasst.
Im weiteren Verlauf sei der Kurs unter den SMA20 (aktuell bei 83,48 EUR) gerutscht. Entlastungsversuche seien regelmäßig am SMA20 bzw. am SMA50 (aktuell bei 98,92 EUR) ausgelaufen. Das Wertpapier habe das Tief aus 2022 erneut getestet und tue sich seit Wochen schwer, davon nach oben auszubrechen.
• Prognose Wochenchart: Bärisch (solange keine nachhaltige Rückkehr über den SMA50 erfolgt).
• Ausblick: Erst bei einem bestätigten Wochenschlusskurs über dem SMA50 helle sich das Chartbild auf. Folgende Erholungsimpulse könnten die Hypoport Aktie dann bis an den SMA200 (aktuell bei 104,31 EUR) führen.
Betrachtung im Tageschart
Im Tageschart bewege sich die Aktie seit Wochen seitwärts im Bereich des SMA20 (aktuell bei 83,78 EUR) und des SMA50 (aktuell bei 84,69 EUR). Beide Durchschnittslinien würden derzeit eine starke Anziehungskraft ausüben. Solange sich der Kurs nicht über dem SMA200 (aktuell bei 91,98 EUR) etablieren könne, bleibe das Risiko weiterer Kursverluste bestehen.
• Prognose Tageschart: Bärisch.
• Ausblick: Neues Aufwärtspotenzial entstehe erst, wenn der Widerstand am SMA200 nachhaltig nach oben durchbrochen werde.
Unternehmensprofil: Das Geschäftsmodell hinter der Hypoport Aktie
Der HYPOPORT-Konzern sei ein internetbasierter Allfinanzdienstleister mit zwei zentralen Säulen:
• Vertrieb: Vertrieb von Finanzprodukten und Immobilien über die Dr. Klein & Co. AG.
• Plattformen: Vermittlung von Finanz- und Versicherungsprodukten über digitale Transaktionsplattformen wie SMART INSURTECH.
• Europace: Der B2B-Finanzmarktplatz Europace sei die größte deutsche Online-Plattform für Finanzierungsprodukte. Sie vernetze Produktanbieter mit Finanzberatern und ermögliche hochautomatisierte Abschlüsse mit klaren Kostenvorteilen.
Die Geschäftstätigkeit untergliedere sich in vier Segmente: Kreditplattform, Privatkunden, Immobilienplattform und Versicherungsplattform.
Aktionärsstruktur Hypoport:
Gut ein Drittel der Aktie würden vom Vorsitzenden des Vorstands gehalten. Institutionelle Anleger würden nur eine untergeordnete Gewichtung haben.
Wichtige Bewertungskennzahlen Hypoport 2025 – 2021
Die Umsatzdelle 2023 habe in den beiden Folgejahren ausgeglichen werden können. 2025 seien fast 160 Mio. EUR mehr umgesetzt worden als 2021.
Die Zahl der Mitarbeitenden habe sich von 2022 auf 2023 deutlich verringert und sei seit 2023 praktisch unverändert geblieben.
Der Pro-Kopf-Umsatz habe sich von 2023 deutlich erhöht und liege gut 0,1 Mio. EUR über dem Wert von 2023.
Das operative Ergebnis 2023 sei negativ gewesen. Diese Kennzahl habe sich in den folgenden beiden Jahren verbessert. 2025 seien jedoch gut 20 Mio. EUR weniger Ergebnis ausgewiesen worden als 2021.
Das Ergebnis vor Steuern sei von 2021 bis 2023 zurückgegangen, habe sich in den letzten beiden Jahren des Betrachtungszeitraums aber wieder verbessern können.
Der Gewinn je Aktie sei seit 2021 bis 2024 deutlich zurückgegangen, habe 2025 aber deutlich gesteigert werden können.
Die Aktie sei mit einem KGV von über 30 (2025) sehr teuer.
Das Eigenkapital habe von 2022 bis 2025 deutlich gesteigert werden können und liege 2025 gut 130 Mio. EUR über dem Wert von 2021.
Die Eigenkapitalquote habe in den letzten drei Jahren über der Marke von 50% gelegen, was außerordentlich gut sei.
Fazit: Aktien Marathon Ersteinschätzung
Hypoport besetze als digitaler Allfinanzdienstleister einen Wachstumsmarkt. Die Geschäftszahlen würden seit 2023 eine Erholung zeigen, jedoch in Teilen noch nicht wieder das Niveau von 2021 erreichen. Positiv hervorzuheben sei die kontinuierliche Stärkung der Eigenkapitalbasis.
Aus charttechnischer Sicht zeige sich die Hypoport Aktie nach dem starken Kursverfall seit 2021 weiterhin träge und verharre seit Wochen in einer engen Seitwärtsrange. Aufgrund des bärischen Chartbildes und der anhaltenden Orientierungsphase rate Chrzanowski im Rahmen dieser Aktien Marathon Analyse aktuell von einem Neueinstieg ab. (Analyse vom 09.09.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (09.09.2026/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 09.09.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.