Paris (www.aktiencheck.de) - Hyatt Hotels-Aktienanalyse von BNP Paribas:
Egmond Haidt von BNP Paribas nimmt die Aktie der US-amerikanischen Hotelkette Hyatt Hotels Corp. (ISIN: US4485791028, WKN: A0YAKV, Ticker-Symbol: 1HTA, NYSE-Symbol: H) unter die Lupe.
Investoren würden gespannt auf die Vorlage der 2025er‑Zahlen von Hyatt Hotels warten, die am Donnerstag, dem 12. Februar, vor Börseneröffnung in den USA veröffentlicht werden sollten. Die Aktie der US‑Hotelkette sei Mitte Januar auf ein neues Rekordhoch gestiegen, ehe sie deutlich nachgegeben habe.
Der Konzern habe am 30. Dezember die Prognose für 2025 leicht gesenkt. Was genau sei los gewesen? Die Firma habe an jenem Tag den Abschluss des Verkaufs des Playa Hotels & Resorts‑Immobilienportfolios an Tortuga Resorts für 2,0 Milliarden Dollar bekannt gegeben.
Das Portfolio, das Hyatt zur Jahresmitte selbst gekauft habe, habe ursprünglich 15 All‑Inclusive‑Anlagen in Mexiko, der Dominikanischen Republik und Jamaika beinhaltet. Wie zwischenzeitlich bekannt gegeben worden sei, sei eine der Anlagen bereits am 18. September für 22 Millionen Dollar an einen anderen Käufer verkauft worden.
Im Zusammenhang mit dem Verkauf am Jahresende hätten Hyatt und Tortuga einen 50‑jährigen Vertrag abgeschlossen, wonach Partner von Hyatt 13 der 14 Hotels betreiben würden. Für das letzte verbliebene Objekt gebe es einen gesonderten Vertrag.
Nachdem der Hurrikan Melissa die Insel Jamaika im Oktober teilweise verwüstet habe, solle der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von Playa im Gesamtjahr 2025 um 10 Millionen Dollar unter den Planungen liegen.
Außerdem werde das Ebitda für das Geschäft von Hyatt (ohne Playa) im Gesamtjahr am unteren Ende der Spanne von 1,09 bis 1,11 Milliarden Dollar liegen, hauptsächlich wegen Stornierungen in Jamaika.
Wenige Wochen zuvor hätten die am 9. November vorgelegten 9‑Monats‑Zahlen gezeigt, dass das Geschäft von Hyatt gut laufe. Das Unternehmen habe zuletzt 1.497 Hotels und All‑Inclusive‑Anlagen in 82 Ländern mit insgesamt 366.347 Zimmern betrieben. Je nach Preissegment würden die Hotels unterschiedliche Namen tragen, im Luxussegment würden sie unter anderem Park Hyatt, Alila, Miraval oder Impression by Secrets heißen.
Der Umsatz von Hyatt Hotels sei im dritten Quartal auf Konzernebene um 9,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar gestiegen.
Dabei sei die Zimmerzahl um 12,1 Prozent geklettert, bereinigt um die Käufe von Hotels habe das Plus bei 7,0 Prozent gelegen.
Für den Konzern zahle sich aus, dass er in den vergangenen Jahren das Luxussegment stark ausgebaut habe. Dabei habe sich die Zahl der Luxuszimmer von 2017 bis 2024 weit mehr als verdoppelt, von 43.000 auf 114.000.
Damit hätten sie 33 Prozent der gesamten Anzahl der Zimmer von Hyatt ausgemacht, womit der Anteil laut Hyatt um ein Vielfaches größer gewesen sei als bei den Konkurrenten Marriott International (9 Prozent) und Hilton Worldwide (3 Prozent). Die deutlich höheren Zimmerpreise würden bei Hyatt für entsprechend gute Margen sorgen.
Zudem habe im dritten Quartal 2025 das bereinigte Ebitda auf Konzernebene um 5,6 Prozent auf 291 Millionen Dollar zugelegt. Allerdings habe die Marge etwas nachgegeben, von 16,9 auf 16,3 Prozent.
Vorstandschef Mark S. Hoplamazian habe sich mit den Ergebnissen zufrieden gezeigt und auf die Pipeline von fast 141.000 Zimmern verwiesen.
Zudem sei die Zahl der Kunden, die am Treueprogramm World of Hyatt teilnehmen würden, um 20 Prozent auf den Rekord von 61 Millionen gestiegen. Diese Kunden kämen häufiger, würden länger bleiben und würden damit entsprechend mehr Geld bei Hyatt lassen.
Außerdem solle im Gesamtjahr 2025 die Zimmerzahl insgesamt - bereinigt um Zukäufe - um 6,3 bis 7,0 Prozent zulegen.
Schlussendlich solle der Free Cashflow 475 bis 525 Millionen Dollar erreichen.
Das Management wolle die Aktionäre an den guten Geschäften teilhaben lassen. Die Anteilseigner sollten 2025 über Aktienrückkäufe und Dividenden insgesamt 350 Millionen Dollar zurückbekommen.
Das bedeute eine Aufstockung um 50 Millionen Dollar gegenüber der vorherigen Planung. Aus dem bestehenden Aktienrückkaufprogramm seien zum Ende des dritten Quartals noch 792 Millionen Dollar übrig gewesen.
Analysten würden für 2025 einen Umsatzanstieg um 6,3 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar prognostizieren. 2026 solle es um 3,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar nach oben gehen.
Dabei solle das bereinigte Ebitda 2025 um 4,8 Prozent auf 1,15 Milliarden Dollar zulegen. Für 2026 werde ein Zuwachs um 10,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar vorhergesagt.
Zudem solle der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2025 um 28 Prozent auf 478 Millionen Dollar nach oben schießen, gefolgt von einem Sprung um 43 Prozent auf 685,3 Millionen Dollar für 2026. Damit würde sich die Marge zuerst deutlich verbessern, von 5,6 auf 6,8 Prozent, um 2026 sogar auf 9,4 Prozent nach oben zu schießen.
Wie oben geschrieben habe das Papier nach dem Rekordhoch vom 15. Januar deutlich nachgegeben. Nach Einschätzung von Haidt habe dies vor allem am zwischenzeitlichen Zinsanstieg in den USA gelegen, der die dortige Konjunktur belaste und gleichzeitig die Refinanzierung von Hyatt perspektivisch teurer machen könnte.
Damit liege der Börsenwert bei 14,9 Milliarden Dollar. Inklusive der Nettoschulden von 5,3 Milliarden Dollar liege der Enterprise Value (EV) bei 20,2 Milliarden Dollar.
Das entspreche dem 29,5‑Fachen des von Analysten für 2026 prognostizierten Ebit. Die sehr hohe Bewertung zeige, welch massives Wachstum in der Aktie eingepreist sei.
Und das 2026er‑KGV liege bei herben 44,3.
Nach Einschätzung von Haidt könnte die Aktie von Hyatt Hotels kurzfristig seitwärts tendieren, wobei allerdings ein möglicher Rückgang des S&P 500 für Abwärtsdruck auf das Papier der Hotelkette sorgen könnte. Die nächsten wichtigen Kursimpulse würden dann die Quartalszahlen am 12. Februar liefern. (Analyse vom 02.02.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (02.02.2026/ac/a/n)
Egmond Haidt von BNP Paribas nimmt die Aktie der US-amerikanischen Hotelkette Hyatt Hotels Corp. (ISIN: US4485791028, WKN: A0YAKV, Ticker-Symbol: 1HTA, NYSE-Symbol: H) unter die Lupe.
Investoren würden gespannt auf die Vorlage der 2025er‑Zahlen von Hyatt Hotels warten, die am Donnerstag, dem 12. Februar, vor Börseneröffnung in den USA veröffentlicht werden sollten. Die Aktie der US‑Hotelkette sei Mitte Januar auf ein neues Rekordhoch gestiegen, ehe sie deutlich nachgegeben habe.
Der Konzern habe am 30. Dezember die Prognose für 2025 leicht gesenkt. Was genau sei los gewesen? Die Firma habe an jenem Tag den Abschluss des Verkaufs des Playa Hotels & Resorts‑Immobilienportfolios an Tortuga Resorts für 2,0 Milliarden Dollar bekannt gegeben.
Das Portfolio, das Hyatt zur Jahresmitte selbst gekauft habe, habe ursprünglich 15 All‑Inclusive‑Anlagen in Mexiko, der Dominikanischen Republik und Jamaika beinhaltet. Wie zwischenzeitlich bekannt gegeben worden sei, sei eine der Anlagen bereits am 18. September für 22 Millionen Dollar an einen anderen Käufer verkauft worden.
Im Zusammenhang mit dem Verkauf am Jahresende hätten Hyatt und Tortuga einen 50‑jährigen Vertrag abgeschlossen, wonach Partner von Hyatt 13 der 14 Hotels betreiben würden. Für das letzte verbliebene Objekt gebe es einen gesonderten Vertrag.
Nachdem der Hurrikan Melissa die Insel Jamaika im Oktober teilweise verwüstet habe, solle der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von Playa im Gesamtjahr 2025 um 10 Millionen Dollar unter den Planungen liegen.
Außerdem werde das Ebitda für das Geschäft von Hyatt (ohne Playa) im Gesamtjahr am unteren Ende der Spanne von 1,09 bis 1,11 Milliarden Dollar liegen, hauptsächlich wegen Stornierungen in Jamaika.
Wenige Wochen zuvor hätten die am 9. November vorgelegten 9‑Monats‑Zahlen gezeigt, dass das Geschäft von Hyatt gut laufe. Das Unternehmen habe zuletzt 1.497 Hotels und All‑Inclusive‑Anlagen in 82 Ländern mit insgesamt 366.347 Zimmern betrieben. Je nach Preissegment würden die Hotels unterschiedliche Namen tragen, im Luxussegment würden sie unter anderem Park Hyatt, Alila, Miraval oder Impression by Secrets heißen.
Der Umsatz von Hyatt Hotels sei im dritten Quartal auf Konzernebene um 9,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar gestiegen.
Dabei sei die Zimmerzahl um 12,1 Prozent geklettert, bereinigt um die Käufe von Hotels habe das Plus bei 7,0 Prozent gelegen.
Für den Konzern zahle sich aus, dass er in den vergangenen Jahren das Luxussegment stark ausgebaut habe. Dabei habe sich die Zahl der Luxuszimmer von 2017 bis 2024 weit mehr als verdoppelt, von 43.000 auf 114.000.
Damit hätten sie 33 Prozent der gesamten Anzahl der Zimmer von Hyatt ausgemacht, womit der Anteil laut Hyatt um ein Vielfaches größer gewesen sei als bei den Konkurrenten Marriott International (9 Prozent) und Hilton Worldwide (3 Prozent). Die deutlich höheren Zimmerpreise würden bei Hyatt für entsprechend gute Margen sorgen.
Zudem habe im dritten Quartal 2025 das bereinigte Ebitda auf Konzernebene um 5,6 Prozent auf 291 Millionen Dollar zugelegt. Allerdings habe die Marge etwas nachgegeben, von 16,9 auf 16,3 Prozent.
Vorstandschef Mark S. Hoplamazian habe sich mit den Ergebnissen zufrieden gezeigt und auf die Pipeline von fast 141.000 Zimmern verwiesen.
Zudem sei die Zahl der Kunden, die am Treueprogramm World of Hyatt teilnehmen würden, um 20 Prozent auf den Rekord von 61 Millionen gestiegen. Diese Kunden kämen häufiger, würden länger bleiben und würden damit entsprechend mehr Geld bei Hyatt lassen.
Außerdem solle im Gesamtjahr 2025 die Zimmerzahl insgesamt - bereinigt um Zukäufe - um 6,3 bis 7,0 Prozent zulegen.
Schlussendlich solle der Free Cashflow 475 bis 525 Millionen Dollar erreichen.
Das Management wolle die Aktionäre an den guten Geschäften teilhaben lassen. Die Anteilseigner sollten 2025 über Aktienrückkäufe und Dividenden insgesamt 350 Millionen Dollar zurückbekommen.
Das bedeute eine Aufstockung um 50 Millionen Dollar gegenüber der vorherigen Planung. Aus dem bestehenden Aktienrückkaufprogramm seien zum Ende des dritten Quartals noch 792 Millionen Dollar übrig gewesen.
Analysten würden für 2025 einen Umsatzanstieg um 6,3 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar prognostizieren. 2026 solle es um 3,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar nach oben gehen.
Dabei solle das bereinigte Ebitda 2025 um 4,8 Prozent auf 1,15 Milliarden Dollar zulegen. Für 2026 werde ein Zuwachs um 10,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar vorhergesagt.
Zudem solle der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2025 um 28 Prozent auf 478 Millionen Dollar nach oben schießen, gefolgt von einem Sprung um 43 Prozent auf 685,3 Millionen Dollar für 2026. Damit würde sich die Marge zuerst deutlich verbessern, von 5,6 auf 6,8 Prozent, um 2026 sogar auf 9,4 Prozent nach oben zu schießen.
Wie oben geschrieben habe das Papier nach dem Rekordhoch vom 15. Januar deutlich nachgegeben. Nach Einschätzung von Haidt habe dies vor allem am zwischenzeitlichen Zinsanstieg in den USA gelegen, der die dortige Konjunktur belaste und gleichzeitig die Refinanzierung von Hyatt perspektivisch teurer machen könnte.
Damit liege der Börsenwert bei 14,9 Milliarden Dollar. Inklusive der Nettoschulden von 5,3 Milliarden Dollar liege der Enterprise Value (EV) bei 20,2 Milliarden Dollar.
Das entspreche dem 29,5‑Fachen des von Analysten für 2026 prognostizierten Ebit. Die sehr hohe Bewertung zeige, welch massives Wachstum in der Aktie eingepreist sei.
Und das 2026er‑KGV liege bei herben 44,3.
Nach Einschätzung von Haidt könnte die Aktie von Hyatt Hotels kurzfristig seitwärts tendieren, wobei allerdings ein möglicher Rückgang des S&P 500 für Abwärtsdruck auf das Papier der Hotelkette sorgen könnte. Die nächsten wichtigen Kursimpulse würden dann die Quartalszahlen am 12. Februar liefern. (Analyse vom 02.02.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (02.02.2026/ac/a/n)
Archivbeitrag vom 02.02.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.