Krefeld (www.aktiencheck.de) - Heidelberg Pharma-Aktienanalyse von "Der Anlegerbrief":
Die Experten von "Der Anlegerbrief" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Aktie der Heidelberg Pharma AG (ISIN: DE000A11QVV0, WKN: A11QVV, Ticker-Symbol: HPHA) unter die Lupe.
Heidelberg Pharma entwickle mit einem völlig neuen Ansatz Krebsmedikamente, die dort wirken sollen, wo herkömmliche Therapien versagen würden. Das Biotech-Unternehmen nutze als erstes weltweit das Gift des grünen Knollenblätterpilzes für die Krebsbehandlung - und könne bereits erste klinische Erfolge vorweisen.
Heidelberg Pharma habe sich einem der größten Probleme der Krebsbehandlung verschrieben: der Resistenzbildung. Etwa 90% aller Krebspatienten würden nicht am ursprünglichen Tumor sterben, sondern daran, dass keine wirksamen Anschlusstherapien zur Verfügung stünden. Das Unternehmen setze dabei auf einen völlig neuen Wirkmechanismus. Während herkömmliche Chemotherapien hauptsächlich sich schnell teilende Zellen angreifen würden, nutze Heidelberg Pharma Amanitin - das Gift des grünen Knollenblätterpilzes. Dieser Wirkstoff könne auch ruhende Krebszellen abtöten, die oft der Grund für Rückfälle seien. Das Gift werde dabei nicht direkt verabreicht, sondern an spezielle Antikörper gekoppelt, die es gezielt zu den Krebszellen transportieren würden - wie eine Art molekulare Fähre.
Die klinischen Daten der laufenden Studie mit dem Hauptkandidaten HDP-101 seien beeindruckend. Von bisher 34 behandelten Patienten würden etwa 56% auf die Therapie ansprechen. Das sei für schwer vorbehandelte Krebspatienten ein sehr guter Wert. Die US-Arzneimittelbehörde FDA habe HDP-101 bereits den besonderen Status eines "Orphan Drug" verliehen, was die Entwicklung beschleunige und später Marktvorteile bringe. Natürlich habe Heidelberg Pharma noch ein sehr überschaubares Geschäftsvolumen. Bei Umsätzen von 12 Mio. Euro habe 2024 ein Verlust von 19,4 Mio. Euro gestanden - typisch für Biotech-Unternehmen in der Entwicklungsphase.
Für 2025 plane man steigende Entwicklungskosten von 40 bis 45 Mio. Euro, da mehrere Programme gleichzeitig vorangetrieben würden. Der operative Verlust werde auf 30 bis 35 Mio. Euro geschätzt. Heidelberg Pharma sei aber bis 2027 finanziert, u.a. seien Teile zukünftiger Lizenzgebühren aus einem bereits auslizenzierten Diagnostikum für 115 Mio. Dollar an einen Finanzinvestor verkauft worden. Weitere Kooperationen in Asien würden zur Finanzierung der eigenen Entwicklungen beitregen.
Heidelberg Pharma habe mit den ersten klinischen Erfolgen bewiesen, dass der innovative Pilzgift-Ansatz funktioniere. Die Chancen auf weitere positive Studiendaten stünden gut. So bietet auch die Aktie risikobereiten Anleger interessante Perspektiven, so die Experten von "Der Anlegerbrief". (Ausgabe 22 vom 07.06.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (09.06.2025/ac/a/nw)
Die Experten von "Der Anlegerbrief" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Aktie der Heidelberg Pharma AG (ISIN: DE000A11QVV0, WKN: A11QVV, Ticker-Symbol: HPHA) unter die Lupe.
Heidelberg Pharma entwickle mit einem völlig neuen Ansatz Krebsmedikamente, die dort wirken sollen, wo herkömmliche Therapien versagen würden. Das Biotech-Unternehmen nutze als erstes weltweit das Gift des grünen Knollenblätterpilzes für die Krebsbehandlung - und könne bereits erste klinische Erfolge vorweisen.
Heidelberg Pharma habe sich einem der größten Probleme der Krebsbehandlung verschrieben: der Resistenzbildung. Etwa 90% aller Krebspatienten würden nicht am ursprünglichen Tumor sterben, sondern daran, dass keine wirksamen Anschlusstherapien zur Verfügung stünden. Das Unternehmen setze dabei auf einen völlig neuen Wirkmechanismus. Während herkömmliche Chemotherapien hauptsächlich sich schnell teilende Zellen angreifen würden, nutze Heidelberg Pharma Amanitin - das Gift des grünen Knollenblätterpilzes. Dieser Wirkstoff könne auch ruhende Krebszellen abtöten, die oft der Grund für Rückfälle seien. Das Gift werde dabei nicht direkt verabreicht, sondern an spezielle Antikörper gekoppelt, die es gezielt zu den Krebszellen transportieren würden - wie eine Art molekulare Fähre.
Die klinischen Daten der laufenden Studie mit dem Hauptkandidaten HDP-101 seien beeindruckend. Von bisher 34 behandelten Patienten würden etwa 56% auf die Therapie ansprechen. Das sei für schwer vorbehandelte Krebspatienten ein sehr guter Wert. Die US-Arzneimittelbehörde FDA habe HDP-101 bereits den besonderen Status eines "Orphan Drug" verliehen, was die Entwicklung beschleunige und später Marktvorteile bringe. Natürlich habe Heidelberg Pharma noch ein sehr überschaubares Geschäftsvolumen. Bei Umsätzen von 12 Mio. Euro habe 2024 ein Verlust von 19,4 Mio. Euro gestanden - typisch für Biotech-Unternehmen in der Entwicklungsphase.
Für 2025 plane man steigende Entwicklungskosten von 40 bis 45 Mio. Euro, da mehrere Programme gleichzeitig vorangetrieben würden. Der operative Verlust werde auf 30 bis 35 Mio. Euro geschätzt. Heidelberg Pharma sei aber bis 2027 finanziert, u.a. seien Teile zukünftiger Lizenzgebühren aus einem bereits auslizenzierten Diagnostikum für 115 Mio. Dollar an einen Finanzinvestor verkauft worden. Weitere Kooperationen in Asien würden zur Finanzierung der eigenen Entwicklungen beitregen.
Heidelberg Pharma habe mit den ersten klinischen Erfolgen bewiesen, dass der innovative Pilzgift-Ansatz funktioniere. Die Chancen auf weitere positive Studiendaten stünden gut. So bietet auch die Aktie risikobereiten Anleger interessante Perspektiven, so die Experten von "Der Anlegerbrief". (Ausgabe 22 vom 07.06.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (09.06.2025/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 09.06.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.