Aktien des Tages

HELMA Eigenheimbau: Weitere Kursverluste sind nach dem Sturz vorprogrammiert - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - HELMA Eigenheimbau-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der HELMA Eigenheimbau AG (ISIN: DE000A0EQ578, WKN: A0EQ57, Ticker-Symbol: H5E) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Bei HELMA Eigenheimbau sei es offenbar zum Super-GAU gekommen. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche habe der Baudienstleister Insolvenz anmelden müssen. Noch Ende vergangenen Jahres schien sich eine Rettung abzuzeichnen, doch daraus sei nun nichts geworden. Die Aktie breche um rund 70 Prozent ein.

Die Wirtschaftswoche berichte, dass HELMA beim Amtsgericht Gifhorn einen Insolvenzantrag gestellt habe. Manuel Sack von der Kanzlei Brinkmann & Partner sei demnach als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt worden. "Ich mache mich jetzt mit der Struktur der Helma Eigenheimbau AG vertraut, um die Aufgaben einschätzen zu können", werde Sack in dem Bericht zitiert.

Dass HELMA in einer schweren Krise stecke, sei nicht neu. Hohe Kosten und steigende Zinsen hätten die Immobilienbranche unter Druck gesetzt, vor allem Projektentwickler hätten einen schweren Stand. Hinzugekommen seien bei HELMA hausgemachte Probleme. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung habe zuletzt etwa von möglichen systematischen Baumängeln und Schadenersatzforderungen berichtet, die Millionenschäden nach sich ziehen könnten. Hinzu kämen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts.

Im Dezember habe sich dennoch eine Lösung ohne Insolvenz abgezeichnet. Es sei "eine finale Einigung über die Sanierungsvereinbarung erzielt worden", habe es in einer Ad-hoc-Mitteilung geheißen. Doch nun scheine die Sanierung unter Anwendung des Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetzes (StaRUG) offenbar gescheitert.

Die Krise bei HELMA schwele schon lange. Mit dem Insolvenzantrag sei nun natürlich der Worst Case eingetreten. Der Kurssturz am Montagabend sei die logische Folge.

Anleger sollten nun einen weiten Bogen um die Aktie machen, so Maximilian Völkl von "Der Aktionär". Für Aktionäre werde bei einer Insolvenz letztlich nichts übrig bleiben. Weitere Kursverluste seien nach dem Sturz zum Penny Stock vorprogrammiert. (Analyse vom 04.03.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze HELMA Eigenheimbau-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs HELMA Eigenheimbau-Aktie:
0,802 EUR -73,18% (04.03.2024, 20:13)

XETRA-Aktienkurs HELMA Eigenheimbau-Aktie:
3,04 EUR +1,67% (04.03.2024, 17:36)

ISIN HELMA Eigenheimbau-Aktie:
DE000A0EQ578

WKN HELMA Eigenheimbau-Aktie:
A0EQ57

Ticker-Symbol HELMA Eigenheimbau-Aktie:
H5E

Kurzprofil HELMA Eigenheimbau AG:

Die HELMA Eigenheimbau AG (ISIN: DE000A0EQ578, WKN: A0EQ57, Ticker-Symbol: H5E) ist ein kundenorientierter Baudienstleister mit Full-Service-Angebot. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung, der Planung, dem Verkauf sowie der Bauregie von schlüsselfertigen oder teilfertigen Ein- und Zweifamilienhäusern in Massivbauweise. Insbesondere die Möglichkeit der individuellen Planung bzw. Individualisierung ohne Extrakosten sowie das ausgeprägte Know-how im Bereich energieeffizienter Bauweisen werden am Markt als Alleinstellungsmerkmale der HELMA Eigenheimbau AG wahrgenommen.

Mit überzeugenden, nachhaltigen Energiekonzepten hat sich die Gesellschaft als einer der führenden Anbieter solarer Energiesparhäuser etabliert und gehört mit mehreren tausend gebauten Eigenheimen zu den erfahrensten Unternehmen der Massivhausbranche. Die Tochterunternehmen HELMA Wohnungsbau GmbH, HELMA Ferienimmobilien GmbH und Hausbau Finanz GmbH komplettieren als Bauträger, Ferienhausanbieter und Finanzierungsvermittler das Angebot des HELMA-Konzerns. (04.03.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 04.03.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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