Goldpreis entwickelt sich im November leicht abwärts




03.12.19 17:25
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Der Goldpreis entwickelt sich im November leicht abwärts, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Negative Impulse strahle der Silberpreis aus, der stärker als der Goldpreis nachgebe. Derzeit würden die boomenden Aktienmärkte das Interesse der Anleger vom Goldmarkt weglenken.

Die Goldminenaktien würden sich weltweit ruhig zeigen. Auffällig seien die großen Minenkäufe der australischen Goldproduzenten. So habe Saracen einen Anteil von 50% an der australischen Super Pit für 750 Mio. USD von Barrick und Evolution die kanadische Red Lake Mine für 475 Mio. USD von Newmont gekauft. Zudem übernehme Kirkland die kanadische Detour und festige sich ihre Position unter den nordamerikanischen Standardwerten. Weitere Übernahmeversuche würden sich für den Dezember ankündigen.

Das langfristige Bild einer stabilen und breit angelegten Aufwärtsbewegung bleibe trotz der anhaltenden Konsolidierung weiterhin erhalten.

Auf dem physischen Markt würden die Käufer bei hohen Umsätzen das Geschehen dominieren.

Die Stabilitas Fonds würden sich im November uneinheitlich entwickeln. Der Stabilitas Pacific bleibe leicht hinter dem Vergleichsindex zurück. Der Stabilitas Silber könne gegen seinen Vergleichsindex deutlich zulegen und schließe den Monat mit einem Gewinn von 4,4% in der Nähe des Jahreshochs ab. Der Stabilitas Special verliere im November 6,1% und bleibe hinter dem Vergleichsindex zurück.

Seit dem Jahresbeginn könnten alle Stabilitas Fonds eine Outperformance gegenüber den Vergleichsindizes behaupten oder ausbauen.

Langfristig werde der Inflationsdruck im Weltwährungssystem durch die expansive Geldpolitik der Zentralbanken zunehmen, sodass Gold unter Absicherungsaspekten gegen den Verfall der Kaufkraft der Währungen in den nächsten Monaten weiter an Bedeutung gewinnen könnte. Mittelfristig dämpfe jedoch eine durch die hohe Liquidität ausgelöste Hausse am Aktienmarkt das Interesse für Gold vorübergehend.

Grundsätzlich werde erhöhtes Interesse für Edelmetalle durch schwindendes Vertrauen in das Papierkreditgeldscheinsystem ausgelöst. Immer wenn das Vertrauen der Anleger wegen der katastrophalen Politik der Zentralbanken in die Papier-"Währungen" schwinde, würden Anleger in Sachwerte wie Immobilien, Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe ausweichen. Dabei sei seit 2001 eine Rotation in der Beliebtheit der Sektoren zu beobachten. Mal stünden die Basismetalle, mal der Ölpreis, mal die Edelmetalle und mal die Aktien im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Bei Immobilien sei dagegen eher ein langfristiger Aufwärtstrend mit geringeren Schwankungen zu beobachten.

Die seit vielen Monaten vernachlässigten Edelmetallaktien würden ihre fundamentalen Unterbewertungen derzeit aufholen. Längerfristig würden sich zu den Edelmetallmärkten nur wenige Anlagealternativen bieten. Aus fundamentaler Sicht verfüge der Markt für Minenaktien für den Zeitraum 2016 bis 2020 über ein Gewinnpotenzial, das insgesamt dem Potenzial zwischen 1977 und 1980 entspreche. Davon sei seit Anfang 2016 ein erster kleiner Teil ausgeschöpft und die Hausse nach einer Pause in den Jahren 2017 und 2018 zum Jahresbeginn 2019 wieder aufgenommen worden. (03.12.2019/ac/a/m)






 
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