Aktien des Tages

Goldman Sachs Aktie: Boomende Märkte sorgen für sprudelnde Gewinne

Wien (www.aktiencheck.de) - Goldman Sachs-Aktienanalyse der Raiffeisen Bank International AG:

Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von The Goldman Sachs Group Inc. (ISIN: US38141G1040, WKN: 920332, Ticker-Symbol: GOS, NYSE-Symbol: GS) weiterhin zu kaufen.

Dominante Marktstellung: Im Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (M&A) sei Goldman Sachs nach eigenen Angaben weltweit die Nr. 1 und nehme auch im Geschäft mit Anleihen oder Aktienemissionen sowie im FICC- oder Aktienhandel einen Platz unter den Top 3 ein.

Segmentierung: Goldman Sachs' Geschäft gliedere sich in die zwei Hauptsegmente Global Banking & Markets (GB&M) mit einem Ertragsanteil von 71% im Jahr 2025 und Asset & Wealth Management (A&WM; 29%). GB&M umfasse die Bereiche Investmentbanking mit den Sparten Mergers & Acquisitions und Kapitalmarktlösungen sowie den Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen, Rohstoffen (FICC) und Aktien. A&WM wiederum umfasse die Verwaltung von rund USD 3,7 Bio. an Vermögen in den verschiedensten Asset-Klassen (Asset Management) sowie die Betreuung von vermögenden Kunden (Wealth Management). Weitere Dienstleistungen wie den Zahlungsverkehr oder das Kreditkartengeschäft habe Goldman Sachs unter Platform Solutions gebündelt, die aber gemessen an den Gesamterträgen (<1%) eine untergeordnete Rolle spielen würden.

Geschäftsentwicklung: Die Erträge seien im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um formidable 39% auf USD 20,3 Mrd. gestiegen, womit die Markterwartungen von im Schnitt USD 16,4 Mrd. weit übertroffen worden seien. Stark habe sich vor allem das Geschäftsfeld "Global Banking & Markets" (+53% auf USD 15,5 Mrd.) gezeigt. Dieses habe von formidablen Gebühreneinnahmen im Investmentbanking (+55% auf USD 3,4 Mrd., Börsengänge) und im Aktienhandel (+72% auf USD 7,4 Mrd., rege Handelstätigkeit der Kunden) profitiert, während im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen ein Plus von 32% auf USD 4,6 Mrd. zu verzeichnen gewesen sei. Im Geschäftsfeld "Asset & Wealth Management" hätten die Erträge um 20% auf USD 4,6 Mrd. gesteigert werden können.

Kosten & Effizienz: Die Kosten hätten sich wegen gestiegener Gehälter und Boni im Berichtsquartal um 26% auf USD 11,7 Mrd. erhöht. Die Aufwands-/Ertragsquote habe sich dennoch um sechs Prozentpunkte auf 57,4% verringert, womit Goldman Sachs sich mit den nordamerikanischen Mitbewerbern auf Augenhöhe wiederfinde.

Risiko, Kapital & Rentabilität: Die Dotierungen zu Kreditrisikovorsorgen würden bei Goldman Sachs eine untergeordnete Rolle spielen. Diese hätten sich im Jahresvergleich von USD 384 Mio. auf USD 102 Mio. verringert. Die Kernkapitalquote (CET1) habe sich gegenüber Jahresende 2025 von 15,1% auf 13,7% und die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) von 5,2% auf 4,3% verringert. Die Eigenkapitalrentabilität (RoE) habe im Berichtsquartal 23,5% betragen, was gleichbedeutend mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal um beachtliche 10,7 Prozentpunkte sei.

Ergebnisentwicklung: Unter dem Strich sei der Gewinn um 84% auf USD 6,40 Mrd. gestiegen, was einem Gewinn je Aktie von USD 20,98 entspreche. Damit seien die Erwartungen von im Schnitt USD 14,49 weit übertroffen worden.

Goldman Sachs habe im zweiten Quartal 2026 ein souveränes Zahlenwerk abgeliefert. Goldman Sachs habe wiederholt von einer äußerst starken Entwicklung der kapitalmarktbezogenen Geschäftseinheiten profitiert, die sich etwa durch eine hohe Handelsaktivität der Kund im Lichte haussierender Aktienmärkte oder einer regen Emissionstätigkeit ausgezeichnet habe.

Alles in allem würden die Geschäftsaussichten für den Primus des Investmentbanking günstig bleiben. Ungeachtet des neuerlichen Aufflammens im US-Iran-Konflikt würden die Finanzmärkte brummen und die Konjunktur zeige sich robust. Insofern bestätige Alber seine KAUF-Empfehlung für die Goldman Sachs-Aktie und hebe das Kursziel von USD 1.050 auf USD 1.180 an. Die Performance-Erwartung berücksichtige auch Dividendenzahlungen. (Analyse vom 20.07.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

4. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person war in den vergangenen 12 Monaten bei der öffentlichen Emission von Finanzinstrumenten des Emittenten federführend oder mitführend (z.B. als Lead Manager oder Co-Lead Manager) tätig.

5.Zwischen RBI oder einer mit ihr verbundenen juristischen Person und dem Emittenten war in den vorangegangenen 12 Monaten eine Vereinbarung über die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Kraft bzw. ergab sich in diesem Zusammenhang die Verpflichtung zu einer Zahlung oder zum Erhalt einer Entschädigung; wobei eine Offenlegung nur dann erfolgt, wenn dadurch die Vertraulichkeit von Geschäftsinformationen nicht verletzt wird.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (20.07.2026/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 20.07.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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