Kolumnist: Björn Junker

Gold sollte von deutlicher Korrektur des US-Dollars profitieren




02.06.21 11:24
Björn Junker

Gold hat in den letzten zwei Monaten eine beeindruckende Entwicklung vollzogen und kämpft wieder um die Marke von 1.900 USD pro Unze, nachdem vor Kurzem der höchste Stand dieses Jahres erreicht wurde. Beobachtern zufolge basiert der Schwung, den der Goldpreis zuletzt gefunden hat, auch darauf, dass der US-Dollar deutlich schwächer tendierte.

Aktuell wird der US-Dollar-Index auf dem niedrigsten Niveau des Jahres gehandelt, fiel er unter 90 Punkte. Den Analysten von CrossBorder Capital zufolge sollten sich die Anleger darauf einstellen, dass die US-Währung auch in Zukunft Schwäche zeigt, wovon Gold weiterhin profitieren sollte.

In einem aktuellen Bericht erklärt CrossBorder Capital, dass man damit rechne, dass der US-Dollar gegenüber anderen, wichtigen Währungen 10 bis 15% an Wert verlieren werde. Auch eine stärkere Korrektur von bis zu 20% schließen die Experten nicht aus. Gold, die lange etablierte Alternativwährung, sollte von dieser Entwicklung demzufolge stark profitieren, hieß es.

Die Analysten hatten vor einiger Zeit bereits ihre Prognose bestätigt, dass der Goldpreis 2021 wieder über die Marke von 2.000 USD pro Unze steigen werde. Da die Verschuldung der USA immer weiter steige und außer Kontrolle gerate, sieht CrossBorder Capital den fairen Wert des gelben Metalls eher bei 2.500 USD pro Unze.

Die stark steigende Verschuldung ist auch einer der Gründe dafür, dass die Experten dem US-Dollar negativ gegenüberstehen. Sie wiesen zudem darauf hin, dass die hohe Staatsverschuldung auch ein Problem darstelle, da ausländische Käufer den gesättigten Markt verlassen würden. US-Dollar und US-Staatsanleihen seien seit Jahren die erste Wahl bei Anlegern gewesen, um sich abzusichern. Nun aber bestehe die Möglichkeit, dass sie diesen Status verlören.

CrossBorder Capital wies daraufhin, dass nach dem COVID19-Ausbruch Anfang 2020 ausländische Investoren die „sicheren“ US-Anleihen abgestoßen hätten, wobei im Privatsektor Papiere im Gegenwert von fast einer halben Billion USD verkauft worden seien. Das sei von großer Bedeutung, so die Experten, da bei weniger ausländischen Investoren in US-Staatsanleihen potenziell die Finanzierungskosten für das Defizit der US-Regierung steigen und damit auch der Druck auf die Fed, mehr Anleihen zu kaufen.

CrossBorder wies darauf hin, dass angesichts der stark angewachsenen Bilanz der Fed diese nun mehr als 28% der Staatsanleihen halte und damit mehr als ausländische Investoren. Diese, so die Analysten, hielten derzeit 26,2%. Obwohl die USA weiterhin als Sicherer Hafen in der durch COVID19 ausgelösten Wirtschaftskrise gelte, würden die Anleger mittlerweile andere Mittel verwenden als Anleihen, hieß es weiter.

Ausländische Investoren würden stattdessen US-Aktien und Unternehmensanleihen kaufen, so CrossBorder Capital. Man suche die Vereinigten Staaten weniger als Sicheren Hafen sondern eher als bessere Möglichkeit, die Erholung riskanterer Anlageklassen zu spielen, ist die These der Experten.

Sie gehen zwar davon aus, dass der US-Dollar auch weiterhin die Weltwährung Nummer Eins bleibt, glauben aber nicht, dass dies unbedingt einen stärkeren Dollar bedeute. CrossBorder Capital ist auf jeden Fall nicht nur für Gold bullish sondern auch für den Euro, der ihrer Ansicht nach auf ein Siebenjahreshoch steigen könnte.

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