Kolumnist: Feingold-Research

Gilead, Bayer, Roche – Der Wettlauf der Pharmakonzerne




07.05.20 13:32
Feingold-Research

Weltweit liefern sich derzeit Pharmakonzerne und Biotechnologieunternehmen einen Wettlauf auf der Suche nach wirksamen Impfstoffen und Medikamenten zur Bekämpfung des Covid-19 Virus. Neben einem Eintrag in den Geschichtsbüchern dürften den Siegern dieses Wettrennens auch Umsatzsteigerungen winken. Doch welche Forschungsprojekte sind aktuell am erfolgversprechendsten und welche Pharmaunternehmen könnten vom Ausbruch der Corona-Pandemie ökonomisch profitieren?




Vontobel bietet auf Gilead ein Capped-Bonus mit der WKN VE54LS, bei Bayer lautet die passende WKN VP291C und bei Roche VE3Q9P. Wer es offensiv mag greift bei Gilead zum Turbo-Bull UD2875, bei Roche zum Bull KB1E7B, und bei Bayer zur WKN MC8BFA.




Remdesivir und Chloroquin als Hoffnungsträger



Als einer der vielversprechendsten Mittel im Kampf gegen das Corona-Virus gilt das Präparat Remdesivir des US- Biotechnologieunternehmens Gilead Sciences. Ursprünglich für den Einsatz gegen den Ebola Erreger entwickelt, konnte der Wirkstoff bereits in diversen klinischen Studien seine Wirksamkeit belegen. So wurde beispielsweise laut einer Studie des Universitätsklinikums Chicago bei Betroffenen ein wesentlich schnelleres Abklingen der Krankheitssymptome beobachtet, nachdem diesen Remdesivir verabreicht wurde. Nahezu alle Testpersonen konnten das Krankenhaus spätestens nach einer Woche verlassen. Mittlerweile erteilte die US- Gesundheitsbehörde (FDA) in einem Eilverfahren eine Ausnahmegenehmigung, welche den Einsatz des Mittels im Rahmen stationärer Behandlungen ermöglicht.




Auch die Bayer AG kann im Kampf gegen das Corona-Virus auf ein bereits existierendes Medikament zurückgreifen. Das Malariamittel Chloroquin gilt unter Experten ähnlich aussichtsreich im Einsatz gegen Covid-19 wie Remdesivir. Nachdem US-Präsident Donald Trump das Gesundheitsministerium seines Landes öffentlich zur Freigabe des Präparats aufforderte, versuchten Tausende Amerikaner sich das Medikament zu besorgen. Aber auch hierzulande hat das Präparat viele Anhänger. So hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine größere Menge Chloroquin bei Bayer reserviert. Als Reaktion auf den enormen Nachfrageanstieg hat Bayer die Produktion des Mittels entsprechend ausgeweitet.




Kapazitäten müssen massiv ausgebaut werden



Nicht nur Forschungsresultate sind erfolgsentscheidend, ebenso wichtig sind die Produktionskapazitäten der am Wettbewerb beteiligten Unternehmen. Um eine globale Pandemie wirksam zu bekämpfen bedarf es Präparate und Impfdosen in milliardenfacher Menge. Daher ist inzwischen auch ein Wettlauf um den Aufbau entsprechender Produktionsstätten entfacht, was vor allem verhältnismäßig kleinere Biotechnologieunternehmen vor erhebliche Herausforderungen stellt. Kapitalstarke Pharmariesen genießen in diesem Bereich sicherlich einen Vorteil. Dementsprechend kündigte der US-Pharmagigant Johnson & Johnson die Investition von einer Milliarde US-Dollar zur Errichtung neuer Fertigungsanlagen an. An diesen sollen zukünftig mehr als eine Milliarden Dosen des Covid-19-Impfstoffs produziert werden, den Johnson & Johnson in Kooperation mit dem US-amerikanischen Gesundheitsministerium erforscht.




Roche-Chef verspricht «sensationellen» Test



Für einen erfolgreichen Kampf gegen das Virus sind zuverlässige Corona-Tests ebenso wichtig wie Medikamente und Impfstoffe. Nach eigenen Angaben ist dem Basler Pharmakonzern Roche bei er Entwicklung eines solchen Tests der entscheidende Durchbruch gelungen. Es handelt sich hierbei um einen Antikörper-Test, mit dessen Hilfe Personen identifiziert werden können, deren Körper als Folge einer Covid-19 Erkrankung erfolgreich Antikörper gegen das Virus bilden konnten. Ob betroffene Personen tatsächlich immun gegen eine Neuinfektion sind ist derzeit zwar umstritten, doch die Tatsache das sich dieses Phänomen bei früheren Viruspandemien, wie z.B. dem Sars-Virus, beobachten lies, stimmt zumindest hoffnungsvoll. Der neue Corona-Antikörpertest von Roche gilt als äußerst zuverlässig und erhielt am vergangenen Wochenende eine Notfallgenehmigung der US-Gesundheitsbehörde FDA. Roche Verwaltungsratspräsident Christoph Franz kündigte die millionenfache Fertigung der Test-Kits an.




Quelle: Vontobel, eigene Recherche



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