Aktien des Tages

Gerresheimer Aktie: Hurrikan-Effekte und schwache Marktentwicklung - Ausblick gesenkt

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Gerresheimer-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michel Doepke vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Gerresheimer AG (ISIN: DE000A0LD6E6, WKN: A0LD6E, Ticker-Symbol: GXI, NASDAQ OTC-Symbol: GRRMF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Bittere Pille für den Spezialverpackungshersteller Gerresheimer. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf müsse die Wachstumsprognose für das Jahr 2024 sowie 2025 zurücknehmen. Die Aktie von Gerresheimer übernehme mit einem prozentual zweistelligen Kursminus zum Start in die neue Handelswoche die rote Laterne im MDAX.

Die zusammengestrichene Guidance begründe Gerresheimer unter anderem mit einer deutlich langsamer als erwarteten Markterholung 2024 und "das niedriger als erwartete Marktwachstum 2025 im Markt für Injektionsfläschchen". Zudem seien die Düsseldorfer von den Auswirkungen des Hurrikans Helene betroffen. Das Werk für Injektionsfläschchen im US-amerikanischen Morganton sei überschwemmt. Die Folge: das niedriger als erwartete Marktwachstum 2025 im Markt für Injektionsfläschchen.

Für das Geschäftsjahr 2024 (bis Ende November) prognostiziere Gerresheimer nur noch ein organisches Umsatzplus zwischen drei und vier Prozent (zuvor: fünf bis zehn Prozent). Das bereinigte EBITDA solle sich zwischen 415 und 430 Millionen Euro einfinden. Hier habe Gerresheimer zuvor mit einem Ergebnis zwischen 430 und 450 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich solle das bereinigte Ergebnis je Aktie zwischen zwei und acht Prozent zulegen - nach einem zuvor in Aussicht gestellten Plus zwischen acht und zwölf Prozent.

Für das Fiskaljahr 2025 strebe Gerresheimer hingegen nur noch ein organisches Umsatzwachstum zwischen sieben und zehn Prozent an (zuvor: zehn bis 15 Prozent). Die bereinigte EBITDA-Marge erwarte das MDAX-Unternehmen dann bei rund 22 Prozent. Hier habe die Firma ursprünglich über 22 Prozent Marge erreichen wollen.

Gerresheimer kämpfe weiter mit Lagerbestandseffekten, die bereits das Unternehmen im ersten Halbjahr des laufenden Fiskaljahres belastet hätten. Hinzu kämen die Auswirkungen des Hurrikans Helene. Das Ausmaß der Gewinnwarnung überrasche und erwische viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß.

Investierte Anleger beachten den Stopp bei 80 Euro, so Michel Doepke von "Der Aktionär" zur Gerresheimer-Aktie. (Analyse vom 30.09.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (30.09.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 30.09.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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