Aktien des Tages

Gerresheimer Aktie: Gewinnwarnung erschüttert - Prognosen gesenkt!

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Gerresheimer-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Gerresheimer AG (ISIN: DE000A0LD6E6, WKN: A0LD6E, Ticker-Symbol: GXI, NASDAQ OTC-Symbol: GRRMF) unter die Lupe.

Die Gerresheimer-Aktie habe mit deutlichen Abschlägen auf die gestrige Gewinnwarnung reagiert. Die zusammengestrichenen Prognosen habe der Spezialverpackungshersteller mit einer überraschend langsameren Markterholung und einem Produktionsstopp infolge einer Überschwemmung begründet. Im Anschluss hätten sich die Analysten zu Wort gemeldet.

Für das laufende und das kommende Geschäftsjahr (per Ende November) rudere Gerresheimer zurück. "Wir hatten mit einer deutlich stärkeren Wachstumsbelebung gerechnet", habe Konzernchef Dietmar Siemssen laut einer Mitteilung vom Montag gesagt. Die vollständigen Zahlen wolle der Vorstand am 10. Oktober vorstellen.

Anleger hätten sich verschreckt gezeigt: Die Gerresheimer-Aktie sei nach Bekanntwerden der Gewinnwarnung in der Spitze um über 20 Prozent abgerutscht und damit am Ende des MDAX gelandet.

Analysten hätten im Anschluss den Daumen gesenkt: "Wir bewerten die Gewinnwarnung als sehr negativ", so Sven Kürten von der DZ Bank. "Einerseits hat Gerresheimer in der jüngeren Vergangenheit immer wieder die Erreichbarkeit der EBITDA-Prognose für 2024 betont. Andererseits waren insbesondere die zuvor sehr guten Wachstumsperspektiven für 2025 ein wesentlicher Teil des Investmentcases", so der Analyst. Die Hurrikan-bedingte Produktionsunterbrechung scheine aus seiner Sicht nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. "Die heftige Gewinnwarnung für 2024 und 2025 hinterlasse unseres Erachtens viel verbrannte Erde", so sein Fazit. Kürten habe seine Einschätzung von "kaufen" auf "halten" angepasst und das Kursziel von 130 auf 87 Euro gesenkt.

Die US-Bank JPMorgan habe die Einstufung mit einem Kursziel von 121,80 Euro auf "Overweight" vorerst noch belassen. Analyst David Adlington halte die Kursreaktion für überzogen, dürfte hier aber demnächst noch einmal nachjustieren. Das gelte auch für das Analysehaus Jefferies, das die Einstufung für James Vane-Tempest von Jefferies, der seine Kaufempfehlung mit Ziel 121 Euro in einer ersten Reaktion ebenfalls bestätigt habe.

Das Ausmaß der Gewinnwarnung habe in jedem Fall überrascht und viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Es brauche vermutlich einige Zeit, um das verloren gegangene Vertrauen (in die Prognosefähigkeit des Konzerns) wiederherzustellen.

Nachdem die Gerresheimer-Aktie im Rahmen des Kursrutsches auch unter den AKTIONÄR-Stopp bei 80 Euro gerutscht ist, bleiben Anleger vorerst (!) an der Seitenlinie, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 01.10.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (01.10.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 01.10.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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