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Fresenius Medical Care Aktie: Neue Unternehmensstrategie "FME Reignite"

Im Artikel
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Fresenius Medical Care-Aktienanalyse von XTB:

Die Experten von XTB nehmen die Aktie der Fresenius Medical Care AG (FMC) (ISIN: DE0005785802, WKN: 578580, Ticker-Symbol: FME) in einer aktuellen Marktanalyse unter die Lupe.

Short Cut

Der Konzern starte ein Aktienrückkaufprogramm und präsentiere eine neue Strategie.

Fundamentaldaten

• aktueller Preis: 46,73 EUR
• Marktkapitalisierung: 13,71 Mrd. EUR
• Umsatz 2024: 19,34 Mrd. EUR
• Eigenkapitalquote (2024): 50,53%
• KGV 2025*: 15,33
• 4 Wochen Performance: -3,20%
• Bewertung: stark unterbewertet
• Div. Rendite 2025*: 3,14%
• Branche: medizinische Produkte
* Prognose

Parkettgeflüster

Der Konzern habe angekündigt, im 2. Quartal 2025 ein Aktienrückkaufprogramm zu starten, dass mehrere Tranchen umfassen solle. Die erworbenen Aktien sollten eingezogen werden. Einige Investoren seien von der Ankündigung enttäuscht gewesen, da sie sich von dem Programm mehr versprochen hätten. Gleichzeitig habe der Konzern seine neue Strategie "FME Reignite" vorgestellt.

Im laufenden Jahr gehe das dritte und letzte Jahr der insgesamt dreijährigen Turnaround- und Transformationsphase zu Ende. Im Rahmen der Turnaroundphase habe sich der Konzern von Unternehmen getrennt, die nicht zum Kerngeschäft gehören würden und margenverwässerende Effekte hätten. Dieser Prozess solle in den kommenden Jahren weiter fortgesetzt werden. FMC wolle in den nächsten zwei Jahren weitere 300 Mio. EUR einsparen, bis Ende 2027 sollten sich die Einsparungen auf 1,05 Mrd. EUR belaufen.

Weiterhin bestehen bleibe das Margenziel von 10 bis 14 Prozent, das bereits in der letzten Strategie als Ziel vorgegeben worden sei. Zudem habe FMC angekündigt, aus dem Value-Based-Care einen eigenständigen Unternehmensbereich zu machen. Value-Based-Care wäre damit das dritte operative Segment des Unternehmens. Dieses Segment umfasse die wert- und risikobasierten Versorgungsprogramme mit öffentlichen und privaten Kostenträgern in den USA zur langfristigen Versorgung von CKD und ESRD-Patienten. Der Bereich habe im letzten Jahr 1,8 Mrd. EUR umgesetzt. Bis 2030 werde für diesen Bereich eine niedrige einstellige Ergebnismarge in Aussicht gestellt.

Chartcheck - Betrachtung im Tageschart

Der Anteilsschein habe bis Ende Juli zurückgesetzt. Es sei Anfang August bei 32,50 EUR eine Stabilisierung gelungen und zunächst eine moderate Erholung erfolgt. Im September / Oktober habe die Aktie in einer Box von 3 EUR konsolidiert. Nach einem weiteren, diesmal kleineren Rücksetzer Ende Oktober habe sich das Wertpapier im weiteren Handelsverlauf dynamisch und vor allem deutlich erholt. Anfang Dezember sei es zu einer weiteren Konsolidierung gekommen, Mitte Januar sei der nächste Aufwärtsschub erfolgt. Das Hoch Ende Januar bei 48,31 EUR sei nachfolgend im Februar wieder abverkauft worden. Das Papier habe bis Mitte März zurückgesetzt und habe sich dann wieder in Richtung der 46 EUR-Marke erholt. Anfang April habe sich Schwäche breitgemacht und auch die Vola habe zugenommen. Die Aktie habe bei 39,43 EUR das Jahrestief formatiert und habe sich nachfolgend wieder bis an die 44,80 EUR-Marke erholt, habe hier aber wieder nachgegeben, um mit Schwung aufwärts zu laufen. Die Aufwärtsbewegung habe die Aktie bis an die 54 EUR getragen. Dieses Hoch sei abverkauft worden, das Papier habe nachfolgend wieder in den Bereich der 45 EUR zurückgesetzt. Die folgende moderate Erholung habe aber keine Substanz gehabt.

Im Tageschart sei erkennbar, dass die SMA200 (aktuell bei 44,34 EUR) Anfang November angelaufen worden sei. Diese Durchschnittslinie sei in der KW 15/2025 erneut angelaufen worden. Die Lunte der Tageskerze sei unter diese Linie gelaufen, der Kerzenkörper habe sich darüber halten können. Die folgenden Erholungsbewegungen hätten zunächst an der SMA20 (aktuell bei 47,82 EUR) / SMA50 (aktuell bei 49,25 EUR) ihr Ende gefunden. Anfang Mai sei es mit Schwung über die SMA50 gegangen. Im Rahmen der Schwäche sei die Aktie wieder unter die SMA20 gefallen, habe sich zunächst im Dunstkreis dieser Linie festsetzen können. Weitere Schwäche sei unter die SMA50 gegangen. Zwar habe sich das Papier nachfolgend etwas erholen können. Diese sei im Bereich der SMA20 / SMA50 geendet. Von hier aus habe sich die Aktie wieder in Richtung Süden orientiert.

Damit habe sich das Tageschart eingetrübt. Das Papier stehe jetzt vor der Herausforderung, dass es sowohl über die SMA20 als auch über die SMA50 gehen müsse, um wieder Perspektive auf der Oberseite zu haben. Beide Linien seien in den letzten Handelsmonaten übergeordnet eine Barriere gewesen. Die Aktie habe es zwar vermocht, sich über diese Linien zu schieben, sei aber immer wieder in den Dunstkreis dieser Linie zurückgefallen. Sollte es das Papier schaffen, sich über die SMA50 zu schieben und zu etablieren, so wäre es wesentlich, dass die Aktie die Kraft habe, sich nachfolgend dynamisch aufwärtszuschieben. Gelinge es, diese Kursmuster abzubilden, so könnte es erneut in Richtung des Jahreshochs gehen. Darüber könnte der Anteilsschein wieder in Richtung 63 / 70 EUR laufen.

Sollte sich die Schwäche weiter fortsetzen, so könnte das Wertpapier in Richtung der SMA200 laufen. Werde diese Durchschnittslinie angelaufen, so sollte die Aktie spätestens im Bereich dieser Linie einen Richtungswechsel abbilden. Sollte diese Linie per Tagesschluss aufgegeben werden, so würde sich das Chartbild verbindlich bärisch eintrüben, wenn der Anteilsschein nachfolgend auch den Kontakt verliere. Dies könnte als Hinweis interpretiert werden, dass sich die Schwäche weiter in Richtung des Jahrestiefs 2024 fortsetzen könnte.

Übergeordneter Ausblick Tageschart - Langfristig orientierte Anleger (nächste 12-18 Monate)

Die Aktie müsse sich per Tagesschluss über der SMA50 etablieren, um wieder Perspektive auf der Oberseite zu haben. Schwäche sollte sich spätestens im Bereich der SMA200 erholen, um den bullischen Grundton im Chart nicht vollständig infrage zu stellen.

Die Experten von XTB würden auf Basis ihrer Analyse mit einer seitwärts / aufwärts gerichteten Entwicklung rechnen. Daraus würden sich die folgenden Wahrscheinlichkeiten ergeben:

• Wahrscheinlichkeit Bull Szenario auf Basis unseres Setups: 60%
• Wahrscheinlichkeit Bear Szenario auf Basis unseres Setups: 40%

Betrachtung im 4h Chart

Im 4h Chart sei erkennbar, dass sich die Aktie Mitte Januar über die SMA20 (aktuell bei 47,76 EUR) / SMA50 (aktuell bei 47,46 EUR) gelaufen sei. Nachdem das Hoch formatiert gewesen sei, hätten die Notierungen wieder nachgegeben. Es sei zurück an die SMA200 (aktuell bei 47,67 EUR) gegangen, an der sich das Papier stabilisiert, zunächst erholt und dann wieder in den Dunstkreis dieser Linie zurückgelaufen sei. Es sei bis Anfang April übergeordnet im Bereich dieser Durchschnittslinie entlanggegangen. Die SMA200 sei nachfolgend im Rahmen von Schwäche aufgegeben worden. Die folgenden Erholungsversuche hätten spätestens an der SMA50 ihr Ende gefunden. Nach einem erneuten Rücksetzer unter die SMA20 habe sich das Papier mit einem GAP up über die SMA50 schieben und nachfolgend auch über die SMA200 und von hier aus an das Jahreshoch laufen können. Im Rahmen der aktuellen Schwäche sei es wieder unter die SMA20 als auch unter die SMA50 gegangen. Im Chart sei gut erkennbar, dass die SMA20 dem Papier zunächst etwas Support gegeben habe, diese Durchschnittslinie im Handelsverlauf dann aber aufgegeben worden sei. Es sei zurück an die SMA200 gegangen, an der sich das Wertpapier zunächst etwas habe erholen können, dann aber wieder in den Bereich dieser Linie zurückgefallen sei.

Der Aktie fehle aktuell die Kraft, sich substantiell zu erholen. Die SMA200 habe im Rahmen des Kursverlaufs eine besondere Relevanz. Der Anteilsschein stehe jetzt vor der Herausforderung, dass es gelte, alle drei Durchschnittslinien zu überwinden, um überhaupt wieder Perspektiven auf der Oberseite zu haben. Der Kursverlauf im März zeige, dass es durchaus dauern könnte, bis sich Aufwärtsbewegungen mit Substanz einstellten. Gelinge es der Aktie aber, sich über der SMA20 / SMA200 zu etablieren und nachfolgend auch zügig weiter aufwärtszulaufen, so könnte es an die Anlaufziele gehen, die in der Tagesbetrachtung gewürdigt worden seien.

Gelinge es aber nicht, diese Kursmuster abzubilden und setze sich das Papier verbindlich unter der SMA200 fest, so steige die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Abgaben weiter fortsetzen könnten. Ein denkbares Anlaufziel auf der Unterseite könnte dann das Jahrestief 2024 sein.

Übergeordneter Ausblick 4h Chart - Kurzfristig orientierte Anleger (nächste 3 Monate)

Perspektiven auf der Oberseite könne sich die Aktie erarbeiten, wenn es ihr gelinge, sich über der SMA200 / SMA20 zu etablieren und vor allem nachfolgend zügig aufwärts zu laufen. Solange das Papier aber unter der SMA50 notiere, solange würden die Risiken überwiegen.

Die Experten von XTB würden auf Basis ihrer Analyse mit einer seitwärts / abwärts gerichteten Entwicklung rechnen. Daraus würden sich die folgenden Wahrscheinlichkeiten ergeben:

• Wahrscheinlichkeit Bull Szenario auf Basis unseres Setups: 35%
• Wahrscheinlichkeit Bear Szenario auf Basis unseres Setups: 65%

Widerstände

• 47,15
• 47,46
• 47,58
• 47,67
• 47,76
• 47,82
• 48,04
• 48,27 (GAP)
• 49,26
• 50,96

Unterstützungen

• 45,04
• 44,34
• 44,47 (GAP)
• 42,96 (GAP)
• 40,89

(Analyse vom 10.07.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (10.07.2025/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 10.07.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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