Aktien des Tages

Fraport: Operativer Rekordgewinn - Ausblick unter den Erwartungen - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Fraport-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Fraport AG (ISIN: DE0005773303, WKN: 577330, Ticker-Symbol: FRA, NASDAQ OTC-Symbol: FPRUF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Der Flughafen-Betreiber Fraport habe dank eines wachsenden Luftverkehrs am Airport Frankfurt und an seinen internationalen Beteiligungsflughäfen in 2023 einen operativen Rekordgewinn erzielt. Nachdem der Konzern beim Ergebnis im Schlussquartal sowie beim Ausblick unter den Erwartungen geblieben sei, sacke die Fraport-Aktie jedoch ab.

Die Fraport AG habe im vergangenen Jahr im Tagesgeschäft so viel verdient wie nie zuvor. Das operative Ergebnis (EBITDA) sei 2023 um 17 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen, wie das im MDAX gelistete Unternehmen mitgeteilt habe. Auch der Umsatz des Konzerns habe einen neuen Höchstwert von 4,0 Milliarden Euro erreicht nach 3,2 Milliarden Euro im Vorjahr.

Während die zu Fraport gehörenden griechischen und türkischen Flughäfen Passagierrekorde erreicht hätten, habe sich der größte deutsche Flughafen in Frankfurt erst auf 84 Prozent des Vorkrisenniveaus erholt. Grund seien die von steigenden Steuern und Gebühren verursachten hohen Standortkosten, habe Fraport-Chef Stefan Schulte erklärt. "Die Branche braucht eine politische Kehrtwende, um wichtige Projekte, wie die Umstellung auf einen CO2-freien Betrieb, stemmen zu können", habe er gefordert.

Der MDAX-Konzern habe den Gewinn stärker als von Analysten erwartet um 160 Prozent auf 430,5 Millionen Euro gesteigert. Unterm Strich sei auf die Fraport-Aktionäre 2023 ein Gewinn von 393 Millionen Euro entfallen und damit rund dreimal so viel wie im Vorjahr. Auf eine Gewinnausschüttung sollten die Anteilseigner jedoch weiterhin verzichten: Wegen der hohen Verschuldung wolle der Konzern für 2023 und auch für 2024 keine Dividende zahlen.

Das Passagieraufkommen an Deutschlands größtem Flughafen dürfte auch im laufenden Jahr noch nicht wieder auf das Niveau aus der Zeit vor der Corona-Pandemie zurückkehren: Schulte rechne in diesem Jahr mit 61 bis 65 Millionen Fluggästen. Im Jahr 2019 habe Fraport in Frankfurt rund 70,6 Millionen Fluggäste gezählt. Im vergangenen Jahr seien es 59,4 Millionen gewesen.

Das Betriebsergebnis solle 2024 auf 1,26 bis 1,36 Milliarden Euro leicht zulegen, der Konzerngewinn auf 435 bis 530 Millionen Euro steigen. Für 2030 habe sich das Unternehmen, das in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen feiere, ein Wachstum des operativen Gewinns auf zwei Milliarden Euro und einen Free Cash Flow von einer Milliarde Euro vorgenommen.

Die Aktien des Flughafenbetreibers würden am Vormittag im Xetra-Handel zeitweilig mehr als sechs Prozent auf 48,30 Euro einbüßen, nachdem der Konzern beim Ergebnis im Schlussquartal sowie beim Ausblick unter den Erwartungen geblieben sei. Dabei rutsche die Aktie auch unter ihre 200-Tage-Linie, die aktuell bei 50,68 Euro verlaufe. In den vergangenen Tagen seien sie bei rund 54 Euro am Abwärtstrend seit Mitte Dezember abgeprallt.

Der Flughafenbetreiber habe trotz des Rekordgewinns zurückhaltende Signale gesendet. Das für 2024 angepeilte Ergebnis zwischen 1,26 und 1,36 Milliarden Euro sei keine Überraschung. Analysten hätten eher mehr erwartet. Mit dem aktuellen Kursrutsch habe sich das Chartbild weiter eingetrübt. Selbst Kurse nahe dem Oktober-Tief seien nun denkbar. Erst eine Erholung über die Abwärtstrendlinie bei 54 Euro würden das Bild aufhellen, Anleger bleiben bei dem MDAX-Wert weiterhin an der Seitenlinie, so Martin Mrowka von "Der Aktionär" zur Fraport-Aktie. (Analyse vom 19.03.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Fraport-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Fraport-Aktie:
49,29 EUR -4,51% (19.03.2024, 11:32)

XETRA-Aktienkurs Fraport-Aktie:
49,03 EUR -4,94% (19.03.2024, 11:17)

ISIN Fraport-Aktie:
DE0005773303

WKN Fraport-Aktie:
577330

Ticker-Symbol Fraport-Aktie:
FRA

NASDAQ OTC-Symbol Fraport-Aktie:
FPRUF

Kurzprofil Fraport AG:

Die Fraport AG (ISIN: DE0005773303, WKN: 577330, Ticker-Symbol: FRA, NASDAQ OTC-Symbol: FPRUF) zählt zu den größten Flughafen-Konzernen weltweit. Der Schwerpunkt des Geschäfts der Fraport AG besteht im Betrieb des Flughafens Frankfurt am Main, der eine der bedeutendsten Verkehrsdrehscheiben (Hub) in Europa ist. Der Flughafen verfügt über zwei Start- und Landebahnen sowie über eine zusätzliche reine Startbahn. Um dem erwarteten Verkehrswachstum Rechnung zu tragen, erweitert das Unternehmen die Kapazitäten durch den Bau der neuen Landebahn Nordwest, des Terminals 3 und anderer Wartungseinrichtungen. Ziel ist es den Flughafen zu "Frankfurt Airport City" als Mobilitäts-, Erlebnis- und Immobilienstandort weiterzuentwickeln. Die Gesellschaft ist neben den Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb auch im Airport-Retailing und der Immobilienentwicklung aktiv. (19.03.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 19.03.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

Märkte im Blick
Weiterlesen
Börsenradar