Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Fraport-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Fraport AG (ISIN: DE0005773303, WKN: 577330, Ticker-Symbol: FRA, NASDAQ OTC-Symbol: FPRUF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Die Nachfrage nach Flugreisen von und nach Deutschland steige. Im Mai hätten 19,7 Millionen Passagiere die deutschen Flughäfen genutzt, habe der Branchenverband ADV am Montag mitgeteilt. Das seien zehn Prozent mehr gewesen als im Vorjahresmonat. Die Aktie des Flughafen-Betreibers Fraport könne sich verbessern. Doch es gebe auch Wermutstropfen.
Die jüngsten Zahlen lägen noch immer 12,1 Prozent unter dem Rekord-Mai des Jahres 2019. Die Corona-Pandemie habe ab 2020 zu starken Einbrüchen im Luftverkehr geführt. Besonders stark hänge der innerdeutsche Flugverkehr zurück. Insgesamt bleibe der innerdeutsche Markt mit 51,6 Prozent weniger Passagieren noch stark unter dem Niveau von 2019.
Anders als Deutschland habe sich der internationale Verkehr im Mai dem Vorkrisen-Niveau bereits weitgehend angenähert. Die 14,15 Millionen Passagiere hätten im Europa-Verkehr nahezu 97 Prozent des Wertes von vor fünf Jahren bedeutet. Interkontinental seien 3,44 Millionen Passagiere unterwegs und damit gut 99 Prozent im Vergleich zum Mai 2019 gewesen.
Somit sei der deutlich eingeschränkte innerdeutsche Luftverkehr nahezu allein für den Rückgang der Gesamtzahl maßgeblich gewesen. 2,1 Millionen innerdeutsche Passagiere hätten nicht einmal der Hälfte (48,4 Prozent) der Zahl aus dem Vor-Corona-Frühjahr 2019 entsprochen.
Die deutschen Flughäfen würden die im europäischen Vergleich schwache Nachfrage auf die hohen staatlich beeinflussten Kosten zurückführen. Die zum Mai erneut erhöhte Luftverkehrs-Steuer und Luftsicherheitskosten hätten dazu geführt, dass viele Airlines nicht mehr bereit seien, von und nach Deutschland zu fliegen. Auf den kurzen innerdeutschen Flügen würden diese Kosten besonders ins Gewicht fallen.
Der ADV klage zudem über einen mangelnden Wettbewerb auf den innerdeutschen Strecken, die vor allem vom Lufthansa-Konzern (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) bedient würden, während sich andere Anbieter zurückgezogen hätten. Nach einer Prognose der Deutschen Flugsicherung (DFS) werde der Luftverkehr in Deutschland erst 2027 wieder das Vorkrisenniveau von 2019 erreichen.
Fraport, Betreiber des größten deutschen Flughafens Frankfurt am Main, baue derweil seine Kapazitäten aus. Das im Bau befindliche Terminal 3 solle Anfang 2026 planmäßig in Betrieb gehen. Terminal 2 werde dann vorübergehend außer Betrieb genommen und saniert, habe Fraport-Chef, Stefan Schulte, in der vergangenen Woche vor Journalisten gesagt. Mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien rechne Schulte mit einem deutlich stabileren Betrieb am Frankfurter Flughafen als im vergangenen Jahr, als Personalengpässe zu teils langen Wartezeiten an der Gepäckausgabe geführt hätten.
Fraport setze in den kommenden Jahren vor allem auf organisches Wachstum seines internationalen Portfolios. Schulte habe unter anderem auf den Ausbau des Flughafens Antalya, den Bau eines neuen Terminals in Lima, dessen erster Bauabschnitt Ende des Jahres in Betrieb gehen solle, sowie auf die Erweiterungen an den griechischen Regionalflughäfen im Konzern-Portfolio verwiesen. Ein weiterer Fokus liege auf dem Abbau der Nettoverschuldung.
Die Fraport-Aktie habe sich am Montag-Nachmittag mit einem Kursplus von zeitweilig eineinhalb Prozent auf 49,72 Euro in freundlichem MDAX-Umfeld stabil gezeigt.
Charttechnisch habe sich das Bild für die Fraport-Aktie in den vergangenen Wochen wieder eingetrübt. Sowohl GD200 (50,94 Euro) als auch GD50 (49,79 Euro) seien unterschritten worden.
"Der Aktionär" rät engagierten Anlegern, die Papiere weiterhin zu halten, so Martin Mrowka von "Der Aktionär" zur Fraport-Aktie. Indes, eine Stopp-Loss-Order sollte bei etwa 42 Euro platziert werden. (Analyse vom 24.06.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Fraport-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Fraport-Aktie:
49,94 EUR +1,34% (24.06.2024, 22:26)
XETRA-Aktienkurs Fraport-Aktie:
50,10 EUR +2,16% (24.06.2024, 17:35)
ISIN Fraport-Aktie:
DE0005773303
WKN Fraport-Aktie:
577330
Ticker-Symbol Fraport-Aktie:
FRA
NASDAQ OTC-Symbol Fraport-Aktie:
FPRUF
Kurzprofil Fraport AG:
Die Fraport AG (ISIN: DE0005773303, WKN: 577330, Ticker-Symbol: FRA, NASDAQ OTC-Symbol: FPRUF) zählt zu den größten Flughafen-Konzernen weltweit. Der Schwerpunkt des Geschäfts der Fraport AG besteht im Betrieb des Flughafens Frankfurt am Main, der eine der bedeutendsten Verkehrsdrehscheiben (Hub) in Europa ist. Der Flughafen verfügt über zwei Start- und Landebahnen sowie über eine zusätzliche reine Startbahn. Um dem erwarteten Verkehrswachstum Rechnung zu tragen, erweitert das Unternehmen die Kapazitäten durch den Bau der neuen Landebahn Nordwest, des Terminals 3 und anderer Wartungseinrichtungen. Ziel ist es den Flughafen zu "Frankfurt Airport City" als Mobilitäts-, Erlebnis- und Immobilienstandort weiterzuentwickeln. Die Gesellschaft ist neben den Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb auch im Airport-Retailing und der Immobilienentwicklung aktiv. (25.06.2024/ac/a/d)
Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Fraport AG (ISIN: DE0005773303, WKN: 577330, Ticker-Symbol: FRA, NASDAQ OTC-Symbol: FPRUF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Die Nachfrage nach Flugreisen von und nach Deutschland steige. Im Mai hätten 19,7 Millionen Passagiere die deutschen Flughäfen genutzt, habe der Branchenverband ADV am Montag mitgeteilt. Das seien zehn Prozent mehr gewesen als im Vorjahresmonat. Die Aktie des Flughafen-Betreibers Fraport könne sich verbessern. Doch es gebe auch Wermutstropfen.
Die jüngsten Zahlen lägen noch immer 12,1 Prozent unter dem Rekord-Mai des Jahres 2019. Die Corona-Pandemie habe ab 2020 zu starken Einbrüchen im Luftverkehr geführt. Besonders stark hänge der innerdeutsche Flugverkehr zurück. Insgesamt bleibe der innerdeutsche Markt mit 51,6 Prozent weniger Passagieren noch stark unter dem Niveau von 2019.
Anders als Deutschland habe sich der internationale Verkehr im Mai dem Vorkrisen-Niveau bereits weitgehend angenähert. Die 14,15 Millionen Passagiere hätten im Europa-Verkehr nahezu 97 Prozent des Wertes von vor fünf Jahren bedeutet. Interkontinental seien 3,44 Millionen Passagiere unterwegs und damit gut 99 Prozent im Vergleich zum Mai 2019 gewesen.
Somit sei der deutlich eingeschränkte innerdeutsche Luftverkehr nahezu allein für den Rückgang der Gesamtzahl maßgeblich gewesen. 2,1 Millionen innerdeutsche Passagiere hätten nicht einmal der Hälfte (48,4 Prozent) der Zahl aus dem Vor-Corona-Frühjahr 2019 entsprochen.
Die deutschen Flughäfen würden die im europäischen Vergleich schwache Nachfrage auf die hohen staatlich beeinflussten Kosten zurückführen. Die zum Mai erneut erhöhte Luftverkehrs-Steuer und Luftsicherheitskosten hätten dazu geführt, dass viele Airlines nicht mehr bereit seien, von und nach Deutschland zu fliegen. Auf den kurzen innerdeutschen Flügen würden diese Kosten besonders ins Gewicht fallen.
Der ADV klage zudem über einen mangelnden Wettbewerb auf den innerdeutschen Strecken, die vor allem vom Lufthansa-Konzern (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) bedient würden, während sich andere Anbieter zurückgezogen hätten. Nach einer Prognose der Deutschen Flugsicherung (DFS) werde der Luftverkehr in Deutschland erst 2027 wieder das Vorkrisenniveau von 2019 erreichen.
Fraport, Betreiber des größten deutschen Flughafens Frankfurt am Main, baue derweil seine Kapazitäten aus. Das im Bau befindliche Terminal 3 solle Anfang 2026 planmäßig in Betrieb gehen. Terminal 2 werde dann vorübergehend außer Betrieb genommen und saniert, habe Fraport-Chef, Stefan Schulte, in der vergangenen Woche vor Journalisten gesagt. Mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien rechne Schulte mit einem deutlich stabileren Betrieb am Frankfurter Flughafen als im vergangenen Jahr, als Personalengpässe zu teils langen Wartezeiten an der Gepäckausgabe geführt hätten.
Fraport setze in den kommenden Jahren vor allem auf organisches Wachstum seines internationalen Portfolios. Schulte habe unter anderem auf den Ausbau des Flughafens Antalya, den Bau eines neuen Terminals in Lima, dessen erster Bauabschnitt Ende des Jahres in Betrieb gehen solle, sowie auf die Erweiterungen an den griechischen Regionalflughäfen im Konzern-Portfolio verwiesen. Ein weiterer Fokus liege auf dem Abbau der Nettoverschuldung.
Die Fraport-Aktie habe sich am Montag-Nachmittag mit einem Kursplus von zeitweilig eineinhalb Prozent auf 49,72 Euro in freundlichem MDAX-Umfeld stabil gezeigt.
Charttechnisch habe sich das Bild für die Fraport-Aktie in den vergangenen Wochen wieder eingetrübt. Sowohl GD200 (50,94 Euro) als auch GD50 (49,79 Euro) seien unterschritten worden.
"Der Aktionär" rät engagierten Anlegern, die Papiere weiterhin zu halten, so Martin Mrowka von "Der Aktionär" zur Fraport-Aktie. Indes, eine Stopp-Loss-Order sollte bei etwa 42 Euro platziert werden. (Analyse vom 24.06.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Fraport-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Fraport-Aktie:
49,94 EUR +1,34% (24.06.2024, 22:26)
XETRA-Aktienkurs Fraport-Aktie:
50,10 EUR +2,16% (24.06.2024, 17:35)
ISIN Fraport-Aktie:
DE0005773303
WKN Fraport-Aktie:
577330
Ticker-Symbol Fraport-Aktie:
FRA
NASDAQ OTC-Symbol Fraport-Aktie:
FPRUF
Kurzprofil Fraport AG:
Die Fraport AG (ISIN: DE0005773303, WKN: 577330, Ticker-Symbol: FRA, NASDAQ OTC-Symbol: FPRUF) zählt zu den größten Flughafen-Konzernen weltweit. Der Schwerpunkt des Geschäfts der Fraport AG besteht im Betrieb des Flughafens Frankfurt am Main, der eine der bedeutendsten Verkehrsdrehscheiben (Hub) in Europa ist. Der Flughafen verfügt über zwei Start- und Landebahnen sowie über eine zusätzliche reine Startbahn. Um dem erwarteten Verkehrswachstum Rechnung zu tragen, erweitert das Unternehmen die Kapazitäten durch den Bau der neuen Landebahn Nordwest, des Terminals 3 und anderer Wartungseinrichtungen. Ziel ist es den Flughafen zu "Frankfurt Airport City" als Mobilitäts-, Erlebnis- und Immobilienstandort weiterzuentwickeln. Die Gesellschaft ist neben den Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb auch im Airport-Retailing und der Immobilienentwicklung aktiv. (25.06.2024/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 25.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.