Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Formycon-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Michel Doepke vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Formycon AG (ISIN: DE000A1EWVY8, WKN: A1EWVY, Ticker-Symbol: FYB) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Bittere Pille für Formycon-Aktionäre. Der Biosimilar-Spezialist müsse aufgrund von Preisdruck respektive stärker werdendem Konkurrenz in den USA erhebliche Abschreibungen vornehmen. Zudem drohe eine "wahrscheinlich vorübergehende" Pausierung des Vertriebs des Lucentis-Biosimilars in den Vereinigten Staaten. Es gebe zwar auch gute News vonseiten der FDA, die allerdings von den negativen Neuigkeiten überschattet würden.
Formycon werde die Phase-3-Studie (Lotus) für den Biosimilar-Kandidaten FYB206 (Referenzmittel Keytruda) vorzeitig beenden. Eine weitere Durchführung der Studie für die Entwicklung und Zulassung von FYB206 in den USA sei nach einem "intensiven wissenschaftlichen Austausch" mit der US-Zulassungsbehörde FDA nicht mehr erforderlich, heiße es in einer Pressemitteilung. Die Biotech-Gesellschaft rechne nach jetzigen Erkenntnissen mit Investitionsersparnissen im hohen zweistelligen Millionenbereich über die nächsten Jahre.
Gute Nachrichten, die von schlechten News bei anderen Biosimilars überschattet würden. Im Rahmen der unmittelbar bevorstehenden Markteinführung von FYB202/Otulfi in den USA gehe Formycon aufgrund eines sich abzeichnenden, deutlich höher als erwarteten Preisnachlasses für Biosimilars davon aus, dass das Bewertungsmodell und der Bilanzansatz für FYB202 überprüft und entsprechend angepasst werden müssten, heiße es weiter. Auf Basis von vorläufigen Berechnungen rechne der Biosimilar-Spezialist gegenwärtig mit einem außerordentlichen Abschreibungsbedarf in Höhe eines hohen zweistelligen bis knapp dreistelligen, nicht liquiditätswirksamen Millionenbetrages.
Doch damit nicht genug: Auch beim Lucentis-Biosimilar Cimerli bahne sich Preisdruck an. Formycon befinde sich in Gesprächen mit dem Kommerzialisierungspartner Sandoz zur weiteren Vermarktungsstrategie des Biosimilars. Derzeit gehe das SDAX-Unternehmen allerdings davon aus, dass die Vermarktung "wahrscheinlich vorübergehend pausiert" werde.
Die Sorgen der Marktteilnehmer würden nach den Neuigkeiten wachsen, ob Formycon in der Lage sein werde, sein Biosimilar-Geschäftsmodell angesichts des Preisdrucks überhaupt in profitables Wachstum ummünzen zu können. Zur Stunde verliere der Titel knapp 40 Prozent an Wert. Die "Aktionär"-Empfehlung sei bei 45 Euro verkauft und mit einem kleinen Gewinn ausgestoppt worden.
Anleger sollten nun nicht ins fallende Messer greifen, so Michel Doepke von "Der Aktionär" zur Formycon-Aktie. (Analyse vom 17.02.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (17.02.2025/ac/a/t)
Michel Doepke vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Formycon AG (ISIN: DE000A1EWVY8, WKN: A1EWVY, Ticker-Symbol: FYB) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Bittere Pille für Formycon-Aktionäre. Der Biosimilar-Spezialist müsse aufgrund von Preisdruck respektive stärker werdendem Konkurrenz in den USA erhebliche Abschreibungen vornehmen. Zudem drohe eine "wahrscheinlich vorübergehende" Pausierung des Vertriebs des Lucentis-Biosimilars in den Vereinigten Staaten. Es gebe zwar auch gute News vonseiten der FDA, die allerdings von den negativen Neuigkeiten überschattet würden.
Formycon werde die Phase-3-Studie (Lotus) für den Biosimilar-Kandidaten FYB206 (Referenzmittel Keytruda) vorzeitig beenden. Eine weitere Durchführung der Studie für die Entwicklung und Zulassung von FYB206 in den USA sei nach einem "intensiven wissenschaftlichen Austausch" mit der US-Zulassungsbehörde FDA nicht mehr erforderlich, heiße es in einer Pressemitteilung. Die Biotech-Gesellschaft rechne nach jetzigen Erkenntnissen mit Investitionsersparnissen im hohen zweistelligen Millionenbereich über die nächsten Jahre.
Gute Nachrichten, die von schlechten News bei anderen Biosimilars überschattet würden. Im Rahmen der unmittelbar bevorstehenden Markteinführung von FYB202/Otulfi in den USA gehe Formycon aufgrund eines sich abzeichnenden, deutlich höher als erwarteten Preisnachlasses für Biosimilars davon aus, dass das Bewertungsmodell und der Bilanzansatz für FYB202 überprüft und entsprechend angepasst werden müssten, heiße es weiter. Auf Basis von vorläufigen Berechnungen rechne der Biosimilar-Spezialist gegenwärtig mit einem außerordentlichen Abschreibungsbedarf in Höhe eines hohen zweistelligen bis knapp dreistelligen, nicht liquiditätswirksamen Millionenbetrages.
Doch damit nicht genug: Auch beim Lucentis-Biosimilar Cimerli bahne sich Preisdruck an. Formycon befinde sich in Gesprächen mit dem Kommerzialisierungspartner Sandoz zur weiteren Vermarktungsstrategie des Biosimilars. Derzeit gehe das SDAX-Unternehmen allerdings davon aus, dass die Vermarktung "wahrscheinlich vorübergehend pausiert" werde.
Die Sorgen der Marktteilnehmer würden nach den Neuigkeiten wachsen, ob Formycon in der Lage sein werde, sein Biosimilar-Geschäftsmodell angesichts des Preisdrucks überhaupt in profitables Wachstum ummünzen zu können. Zur Stunde verliere der Titel knapp 40 Prozent an Wert. Die "Aktionär"-Empfehlung sei bei 45 Euro verkauft und mit einem kleinen Gewinn ausgestoppt worden.
Anleger sollten nun nicht ins fallende Messer greifen, so Michel Doepke von "Der Aktionär" zur Formycon-Aktie. (Analyse vom 17.02.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (17.02.2025/ac/a/t)
Archivbeitrag vom 17.02.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.