Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Formycon-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Michel Doepke vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Formycon AG (ISIN: DE000A1EWVY8, WKN: A1EWVY, Ticker-Symbol: FYB) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Der deutsche Biosimilar-Spezialist Formycon habe am Donnerstag über die Ergebnisse der ersten neun Monate des Geschäftsjahres berichtet. Das Unternehmen befinde sich auf Kurs zu den Jahreszielen und verzeichne auf allen Ebenen wichtige Fortschritte. Nur die Aktie habe noch etwas Sand im Getriebe.
Doch zunächst ein Blick auf die Zahlen: In den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres habe der Formycon-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 41,1 Millionen Euro generiert. Der EBITDA-Verlust habe bei 17,7 Millionen Euro gelegen, auf bereinigter Basis habe der Biosimilar-Entwickler sogar ein Plus von 2,9 Millionen Euro ausgewiesen. Darin enthalten seien deutlich gestiegene Ergebnisbeiträge der Bioeq AG.
Für das Gesamtjahr gehe Formycon unverändert von Umsatzerlösen zwischen 55 und 65 Millionen Euro aus, das bereinigte EBITDA solle in der Verlustzone zwischen fünf und 15 Millionen Euro liegen.
Das Lucentis-Biosimilar (FYB201) von Formycon etabliere sich immer mehr. Der Marktanteil für das in den USA erhältliche Produkt CIMERLI habe laut Marktberichten (August) bei gut 40 Prozent gelegen. Unter dem Handelsnamen ONGAVIA in Großbritannien erhältlich, sei der Marktanteil bei über 80 Prozent nach indikationsbasiertem Marktvolumen, so Formycon. Das Biosimilar sei mittlerweile weltweit in 20 Ländern verfügbar.
Weitere Biosimilars dürften schon bald zum Umsatz beitragen. In Europa befinde sich das Eylea-Biosimilar auf der Ziellinie. Es bedürfe nur noch die Zustimmung der Europäischen Kommission (EK), die in der zweiten Jahreshälfte 2025 erwartet werde. Schon eher dürfte der Launch des Stelara-Biosimilars in den USA erfolgen.
Große Aufmerksamkeit dürfte auch weiterhin die Entwicklung des Keytruda-Biosimilars genießen. Der Top-Seller von Merck & Co verliere erste Kernpatente ab 2028. Im vergangenen Jahr habe das US-Unternehmen allein mit dem Krebsmedikament gut 25 Milliarden Dollar erlöst. Zwei klinische Studien habe Formycon im Sommer bereits initiiert. Mit FYB208/FYB209 stünden zwei weitere frühe Biosimilar-Kandidaten in den Startlöchern. Noch habe die Gesellschaft die sich dahinter verborgenen Substanzen nicht verraten. Klar sei, dass mit FYB210 das nächste Projekt bereits angeschoben worden sei und dem Bereich der Immunologie zuzuordnen sei.
Formycon befinde sich operativ auf Kurs zu den Jahreszielen und habe alle wichtigen Meilensteine im Jahr 2024 erreicht, darunter auch ein Uplisting. Der anhaltend positive Newsflow im laufenden Jahr spiegele sich allerdings kaum im Kursverlauf des Nebenwertes wider.
Spekulativ ausgerichtete Anleger nutzen das derzeitige Kursniveau weiterhin zum Einstieg, so Michel Doepke von "Der Aktionär". Ein Stopp bei 38 Euro sichere ab. (Analyse vom 28.11.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne er Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Formycon. (28.11.2024/ac/a/nw)
Michel Doepke vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Formycon AG (ISIN: DE000A1EWVY8, WKN: A1EWVY, Ticker-Symbol: FYB) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Der deutsche Biosimilar-Spezialist Formycon habe am Donnerstag über die Ergebnisse der ersten neun Monate des Geschäftsjahres berichtet. Das Unternehmen befinde sich auf Kurs zu den Jahreszielen und verzeichne auf allen Ebenen wichtige Fortschritte. Nur die Aktie habe noch etwas Sand im Getriebe.
Doch zunächst ein Blick auf die Zahlen: In den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres habe der Formycon-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 41,1 Millionen Euro generiert. Der EBITDA-Verlust habe bei 17,7 Millionen Euro gelegen, auf bereinigter Basis habe der Biosimilar-Entwickler sogar ein Plus von 2,9 Millionen Euro ausgewiesen. Darin enthalten seien deutlich gestiegene Ergebnisbeiträge der Bioeq AG.
Für das Gesamtjahr gehe Formycon unverändert von Umsatzerlösen zwischen 55 und 65 Millionen Euro aus, das bereinigte EBITDA solle in der Verlustzone zwischen fünf und 15 Millionen Euro liegen.
Das Lucentis-Biosimilar (FYB201) von Formycon etabliere sich immer mehr. Der Marktanteil für das in den USA erhältliche Produkt CIMERLI habe laut Marktberichten (August) bei gut 40 Prozent gelegen. Unter dem Handelsnamen ONGAVIA in Großbritannien erhältlich, sei der Marktanteil bei über 80 Prozent nach indikationsbasiertem Marktvolumen, so Formycon. Das Biosimilar sei mittlerweile weltweit in 20 Ländern verfügbar.
Weitere Biosimilars dürften schon bald zum Umsatz beitragen. In Europa befinde sich das Eylea-Biosimilar auf der Ziellinie. Es bedürfe nur noch die Zustimmung der Europäischen Kommission (EK), die in der zweiten Jahreshälfte 2025 erwartet werde. Schon eher dürfte der Launch des Stelara-Biosimilars in den USA erfolgen.
Große Aufmerksamkeit dürfte auch weiterhin die Entwicklung des Keytruda-Biosimilars genießen. Der Top-Seller von Merck & Co verliere erste Kernpatente ab 2028. Im vergangenen Jahr habe das US-Unternehmen allein mit dem Krebsmedikament gut 25 Milliarden Dollar erlöst. Zwei klinische Studien habe Formycon im Sommer bereits initiiert. Mit FYB208/FYB209 stünden zwei weitere frühe Biosimilar-Kandidaten in den Startlöchern. Noch habe die Gesellschaft die sich dahinter verborgenen Substanzen nicht verraten. Klar sei, dass mit FYB210 das nächste Projekt bereits angeschoben worden sei und dem Bereich der Immunologie zuzuordnen sei.
Formycon befinde sich operativ auf Kurs zu den Jahreszielen und habe alle wichtigen Meilensteine im Jahr 2024 erreicht, darunter auch ein Uplisting. Der anhaltend positive Newsflow im laufenden Jahr spiegele sich allerdings kaum im Kursverlauf des Nebenwertes wider.
Spekulativ ausgerichtete Anleger nutzen das derzeitige Kursniveau weiterhin zum Einstieg, so Michel Doepke von "Der Aktionär". Ein Stopp bei 38 Euro sichere ab. (Analyse vom 28.11.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne er Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Formycon. (28.11.2024/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 28.11.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.