Aktien des Tages

FORTEC Elektronik: FY-Prognose nach Q3-Ergebnissen korrigiert - Aktienanalyse

Hamburg (www.aktiencheck.de) - FORTEC Elektronik-Aktienanalyse von der Montega AG:

Miguel Lago Mascato, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der FORTEC Elektronik AG (ISIN: DE0005774103, WKN: 577410, Ticker-Symbol: FEV) unverändert zu kaufen.

FORTEC Elektronik habe gestern mit Vorlage vorläufiger Q3-KPIs die Korrektur der FY Guidance bekannt gegeben. Während die Q3-Zahlen auf eine operative Schwäche hindeuten würden, weise der Auftragseingang auf ein Anziehen der Kundenaktivitäten hin. Für die Folgequartale erwarte der Vorstand eine weitere Erholung der Auftragslage.

Im abgelaufenen Quartal habe das hohe Umsatzniveau des Vorjahres (29,1 Mio. EUR) nicht wiederholt werden können (23 Mio. EUR; -21,0% yoy). Damit habe auch nach 9M ein Umsatzrückgang zu Buche gestanden (-10,9% yoy), der insgesamt auf eine schwache Bestellaktivität von Kunden zurückzuführen gewesen sei. Laut Vorstand würden Kunden noch immer über hohe Lagerbestände verfügen und aufgrund der unveränderten makroökonomischen Lage bei Neuaufträgen noch immer zurückhaltend agieren, allen voran US-amerikanische Kunden. Hier rechne man mit einer Trendumkehr nach den Wahlen (November 2024), die sich nach Erachten der Analysten im Kalenderjahr 2024 nicht mehr in der Auftragslage bei FORTEC niederschlagen werde. Das in Q2 aufgesetzte Maßnahmenpaket (mehr als 300 Maßnahmen mit kurz-, mittel- und langfristigem Zeithorizont) zeige laut Management erste Effekte. Angesichts kleinerer Deckungsbeiträge aus niedrigeren Umsätzen als in der Vergleichsperiode und Fixkostensteigerungen habe die Profitabilität (EBIT) nach 9M (8,0%; -2,6 PP yoy) bzw. in Q3 (4,8%; -8,6 PP yoy) deutlich unter Vorjahr gelegen, wobei Q3/23 aufgrund des Produktmixes eine außerordentlich hohe Marge aufgewiesen habe.

Ausgehend von den Umsatz- und EBIT Niveaus nach 9M habe der FORTEC-Vorstand die FY-Guidance auf 95,0 bis 100,0 Mio. EUR (zuvor: 106 bis 116 Mio. EUR) bzw. 7,0 Mio. EUR bis 9,5 Mio. EUR (zuvor: 9,5 bis 11,0 Mio. EUR) reduziert. Für Q4 impliziere dies Umsätze zwischen 25 Mio. EUR und 30 Mio. EUR und einen EBIT-Beitrag von 1,5 bis 4,0 Mio. EUR. Das angepeilte Top Line-Niveau von über 25 Mio. EUR sei letztes Jahr in Q4 erreicht worden (27,3), der nächste Q4-Höchstwert liege bei 23 Mio. EUR (2022). In beiden Jahren habe man auf komfortable Auftragsbestände und eine gute Orderpipeline geblickt. Lago Mascato positioniere sich angesichts des weiter normalisierten Auftragsbestandes nach 9M (64,0 Mio. EUR) vorsichtig und erwarte 23,0 Mio. EUR für Q4 und liege damit unterhalb der Umsatzguidance. Ergebnisseitig modelliere der Analyst eine operative Marge von 8,6% mit einem EBIT-Beitrag im Schlussquartal von 2,0 Mio. EUR, was einer Guidance-Realisierung am unteren Ende entspreche. So dürften im Maßnahmenpaket auch verkaufsfördernde Aktionen enthalten sein, die in den nächsten Quartalen noch in der Profitabilität sichtbar sein sollten. Nichtsdestotrotz reduziere der Analyst angesichts dessen und der 9M-Performance seine Margenerwartung für dieses Jahr. Für 2025-2030 erwarte er nach der rückläufigen Top Line (2024) und einem entsprechenden Aufholeffekt (2025) normalisierte Wachstumsraten bei reduzierten EBIT-Margen (2024-2027). Für die Realisierung des Umsatzziels von 120 Mio. EUR (2026) habe der Analyst aktuell keine Visibilität, die profitabilitätsseitige Marschroute (mind. 10%) bilde er modellseitig für 2028 ab. In Bezug auf die Auftragslage gehe der Vorstand davon aus, die Talsohle durchschritten zu haben, was der Q3 Auftragseingang (19,0 Mio. EUR) gut reflektiere. Dieser liege zwar wie erwartet deutlich unter den Niveaus aus den GJ 21/22 und 22/23 (pro Quartal jew. 20-30 Mio. EUR), stelle jedoch einen sequenziellen Anstieg dar und diene so als erstes Indiz für eine Erholung der Auftragslage in den Folgequartalen (H1: 22,9 Mio. EUR).

Mit Q3 mache sich die angespannte Auftragslage in der operativen Performance bemerkbar. Die Talsohle dürfte nun laut Vorstand durchschritten sein.

Miguel Lago Mascato, Analyst der Montega AG, bestätigt seine Kaufempfehlung für die FORTEC Elektronik-Aktie mit einem neuen Kursziel von 31,00 EUR (zuvor: 33,00 EUR). (Analyse vom 23.05.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze FORTEC Elektronik-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs FORTEC Elektronik-Aktie:
20,80 EUR +1,96% (23.05.2024, 14:01)

XETRA-Aktienkurs FORTEC Elektronik-Aktie:
21,20 EUR +3,92% (23.05.2024, 14:56)

ISIN FORTEC Elektronik-Aktie:
DE0005774103

WKN FORTEC Elektronik-Aktie:
577410

Ticker-Symbol FORTEC Elektronik-Aktie:
FEV

Kurzprofil FORTEC Elektronik AG:

Die FORTEC Elektronik AG (ISIN: DE0005774103, WKN: 577410, Ticker-Symbol: FEV) ist seit 1984 einer der führenden Distributoren von Standardlösungen. Diese umfassen die Bereiche Embedded, Displays und Power Supplies. Darüber hinaus bietet die FORTEC Gruppe aber auch kundenspezifische Entwicklungen und komplette Systementwicklungen an. Fünf Vertriebsbüros in Deutschland und Österreich sowie Tochterunternehmen in der Schweiz, UK und den USA betreuen Kunden und lösen ihre Aufgabenstellungen. (23.05.2024/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 23.05.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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