Aktien des Tages

FORTEC Elektronik Aktie: Marge verbessert sich, aber Guidance wohl zu ambitioniert

Hamburg (www.aktiencheck.de) - FORTEC Elektronik-Aktienanalyse der Montega AG:

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie der FORTEC Elektronik AG (ISIN: DE0005774103, WKN: 577410, Ticker-Symbol: FEV).

FORTEC Elektronik habe am Mittwoch den Q3 Bericht 2024/2025 vorgelegt. Wenngleich das dritte Quartal eine inkrementelle Verbesserung zeige, gehen die Montega AG weiterhin von einer Verfehlung des Ergebnisziels im laufenden Geschäftsjahr aus, sehe dies aber bereits eingepreist.

Umsatzerlöse im Rahmen der Erwartungen, Defense-Anteil wächst: Nach 9M habe der Konzernumsatz mit 57,9 Mio. EUR (-17,2% yoy) weiter deutlich unter Vorjahr gelegen, die Erwartung der Montega AG an ein im yoy-Vergleich stabiles Erlösniveau in Q3 (MONe: 23,0 Mio. EUR) sei bei Quartalsumsätzen i.H.v. 22,3 Mio. EUR (-3,1% yoy) indes weitestgehend erfüllt worden. Dabei zeige sich das Segment Stromversorgungen mit einem Umsatzbeitrag von 10,5 Mio. EUR (-0,2% yoy) nach wie vor wesentlich robuster als das Segment Datenvisualisierung, das 11,8 Mio. EUR beigesteuert habe (-6,1% yoy). Ersteres profitiere vor allem von bestehenden Rahmenverträgen im Defence-Sektor, dessen Anteil am Konzernerlös sich laut der CEO inzwischen auf ca. 10% verdoppelt habe. Der vorab bereits gemeldete Auftragsbestand per 31.03. i.H.v. 52,1 Mio. EUR (-18,8% yoy, -7,0% qoq) habe sich u.a. dank der kommunizierten Neuaufträge aus den Bereichen Medizintechnik, Bahn und Verteidigung (vgl. Comment vom 16.4.2025) per Ende April wieder auf ca. 55 Mio. EUR verbessert. Ein ebenfalls im April avisierter neuer Defense-Auftrag über 3,5 Mio. EUR und mit einer Laufzeit von 24 Monaten sei dabei erst anteilig (MONe: 1,5-2,0 Mio. EUR) enthalten.

Profitabilität zeige Aufwärtstrend, Guidance bestätigt: Das Konzern-EBIT habe in Q3 trotz schwächerer Rohertragsmarge (31,3%; -210 BP yoy) leicht auf 1,3 Mio. EUR zugelegt (Marge: 5,7%; Vj.: 1,1 Mio. EUR bzw. 4,9%). Insbesondere gegenüber Q1 (-0,2 Mio. EUR) und Q2 (0,4 Mio. EUR) des laufenden Geschäftsjahres habe sich angesichts der Kostensenkungssmaßnahmen des Managements eine spürbare Aufwärtstendenz gezeigt. Vor diesem Hintergrund halte FORTEC trotz des anhaltend herausfordernden Marktumfelds an der Guidance fest und gehe von einem EBIT zwischen 4,0 und 6,0 Mio. EUR (9M: 1,4 Mio. EUR) bei einem Konzernumsatz von 80,0 bis 95,0 Mio. EUR aus. Gleichzeitig sehe der Vorstand durch die bestehenden Unsicherheiten bei Zolltarifen und administrativen Genehmigungsprozessen bereits für das Geschäftsjahr 2024/2025 eingeplante Umsätze potenziell gefährdet, auch wenn jene Unsicherheiten im Juni auch noch für Vorzieheffekte seitens der Kunden sorgen könnten. Das Erreichen der Unterkante der Guidance-Bandbreiten setze für Q4 Erlöse mindestens auf Q3-Level (ca. 22 Mio. EUR), jedoch ein etwa doppelt so hohes operatives Ergebnis (ca. 2,6 Mio. EUR) voraus. Letzteres erachte die Montega AG auch aufgrund der für Ende Juni angekündigten Einführung eines neuen ERP-Systems kurzfristig als ambitioniert, sodass sie unterhalb des EBIT-Ziels positioniert bleibe. So setze auch ihre aktuelle Prognose für Q4 eine deutliche EBIT-und Margensteigerung auf 1,9 Mio. EUR bzw. 8,4% voraus.

Fazit: FORTEC kämpfe nach wie vor mit Gegenwind, der wachsende Defence-Anteil und der Erholungstrend der Marge würden aber die Annahme der Montega AG stützen, dass sich der Konzern vom kommenden GJ an wieder profitabel in Richtung des 2030er-Wachstumsziels (Umsatz: 120-130 Mio. EUR; EBIT-Marge: >10%) entwickele. Die kerngesunde Bilanz (EK-Quote: 72%) und der Net-Cash Bestand würden zudem Chancen für anorganisches Wachstum eröffnen.

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, bestätigt in einer aktuellen Aktienanalyse die Kaufempfehlung für die Aktie der FORTEC Elektronik mit einem Kursziel von 22 EUR. (Analyse vom 28.05.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (29.05.2025/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 29.05.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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