Aktien des Tages

FORTEC Elektronik Aktie: Defense-Pipeline wächst und wächst

Hamburg (www.aktiencheck.de) - FORTEC Elektronik-Aktienanalyse von der Montega AG:

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der FORTEC Elektronik AG (ISIN: DE0005774103, WKN: 577410, Ticker-Symbol: FEV) weiterhin zu kaufen.

FORTEC Elektronik habe einen weiteren mehrjährigen Auftrag aus dem Defense-Bereich erhalten und baue die Pipeline in diesem strategisch bedeutsamen Geschäftsfeld damit sukzessive weiter aus.

Bislang größter Defense-Auftrag: FORTECs Tochtergesellschaft FORTEC Power sei mit der Lieferung von leistungs- und sicherheitskritischen Stromversorgungslösungen für eine anspruchsvolle industrielle Defense-Anwendung beauftragt worden. Das Volumen übertreffe mit rund 4,4 Mio. USD den zuletzt in diesem Geschäftszweig gemeldeten und bis dahin größten Auftrag um ca. 15%. Der Zeitraum der Auslieferungen erstrecke sich über mehrere Jahre und solle voraussichtlich schwerpunktmäßig in die Geschäftsjahre 2026/2027 sowie 2027/2028 fallen. Nähere Informationen zum genauen Anwendungsfeld oder dem Auftraggeber seien - wie im Umfeld Defense üblich - nicht bekannt gegeben worden.

Gepaart mit einem schon Ende März gemeldeten Auftrag für Systemlösungen im Marinebereich i.H.v. rund 1 Mio. EUR belaufe sich das bislang in diesem Jahr aus dem Defense-Sektor akquirierte Auftragsvolumen auf umgerechnet rund 11 Mio. EUR. Dieses mache somit bereits einen erheblichen Teil des per 31.12.2025 auf 44,9 Mio. EUR (vs. 30.06.2025: 50,0 Mio. EUR) zurückgegangenen Auftragsbestands aus. Zudem habe FORTEC sowohl im Zusammenhang mit dem Marineauftrag als auch dem nun kommunizierten Power-Supplies-Auftrag das hohe Potenzial für Folge- bzw. weitere Neuaufträge unterstrichen. So würden sich "aktuell weitere Projekte in vergleichbaren Marktsegmenten in fortgeschrittenen Verhandlungen" befinden. Hervorzuheben sei, dass der Vorstand neben der positiven Entwicklung im Segment Stromversorgungen derzeit auch im Segment Datenvisualisierung und Embedded-Systeme der Tochtergesellschaft FORTEC Integrated eine zunehmende Projektdynamik im gleichen Marktumfeld wahrnehme. Der Defense-Sektor sollte demnach für FORTEC kurzfristig weiter an Gewicht gewinnen, zumal sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Industrieumfeld nach wie vor als schwierig erweisen dürften.

Vor diesem Hintergrund habe FORTEC zuletzt eine Umsatz- und Gewinnwarnung ausgesprochen sowie ein umfangreiches standortübergreifendes Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogramm initiiert, das vor allem die Töchter FORTEC Integrated und FORTEC US betreffe. Insgesamt dürfte H2/26 Einmalkosten im mittleren einstelligen Mio.-Euro-Bereich mit sich bringen. Im Hinblick auf die am 28. Mai anstehenden Q3-Zahlen erwarte Speck daher einen stagnierenden bis leicht rückläufigen Quartalsumsatz (Q3/25: 22,3 Mio. EUR) sowie ein EBIT inkl. Einmaleffekten (zahlungswirksam und nicht zahlungswirksam) deutlich unter dem Vorjahreswert (Q3/25: 1,3 Mio. EUR). Auf Gesamtjahressicht dürfte FORTEC sogar erstmals in der Unternehmensgeschichte ein negatives Konzern-EBIT ausweisen.

FORTEC befinde sich weiterhin in einer operativen Schwächephase, die H2/26 spürbar belasten dürfte. Durch die angegangene Restrukturierung und nicht zuletzt die stetig wachsende Defense-Pipeline zeichne sich ein Ausweg Specks Erachtens jedoch bereits ab.

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, erachtet das aktuelle Kursniveau angesichts dieses Potenzials sowie der bilanziellen Substanz (31.12.2025: Net Cash i.H.v. 17,4 Mio. EUR) als zu niedrig und bekräftigt seine Kaufempfehlung und das Kursziel von 15,00 EUR für die FORTEC Elektronik-Aktie. (Analyse vom 20.05.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (20.05.2026/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 20.05.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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