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FACC: Margenerholung wird durch Investitionen ausgeglichen - Aktienanalyse

Wien (www.aktiencheck.de) - FACC-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Philip Hettich, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der FACC AG (ISIN: AT00000FACC2, WKN: A1147K, Ticker-Symbol: 1FC, Wiener Börse-Symbol: FACC) unter die Lupe.

In Q2 24 habe FACC den Umsatz um 23% auf 236 Mio. EUR steigern können, getrieben durch den Anstieg der Produktion von Passagierflugzeugen von Airbus und Boeing. Das EBIT sei jedoch um 14,9% auf 12,7 Mio. EUR gesunken, was zu einer rückläufigen EBIT-Marge von 5,4% geführt habe (Vorjahr: 7,8%). Während das "Engines and Nacelle" Segment eine robuste Performance mit einem Umsatzplus von 39% und einer EBIT-Marge von 10% vorgewiesen habe, hätten die Bereiche "Aerostructures" und "Cabin Interiors" trotz Umsatzwachstums Rückgänge in der EBIT-Marge verzeichnet, hauptsächlich aufgrund geringerer Ausgleichzahlungen für gestiegene Kosten im Vergleich zum Vorjahr. Der operative Cashflow habe sich auf +9 Mio. EUR verbessert, während die Investitionen hauptsächlich in den Ausbau des kroatischen Werks geflossen seien, was zu einem Free Cashflow von -5 Mio. EUR geführt habe. FACC habe die Umsatzprognose für GJ 24 (+10-15% Anstieg ggü. GJ 23) bestätigt, habe sich jedoch in Bezug auf Q3 24 vorsichtig gezeigt, da Kunden ihre Nachfrage nach unten angepasst hätten.

Trotz einer Senkung des Auslieferungsziels für 2024 von 800 auf 770 Flugzeuge (+5% ggü. Vj.) gehe Hettich von einem starken Produktionswachstum bei Airbus in den kommenden Jahren aus. Er erwarte, dass in 2025 etwa 860 und 2026 rund 955 Flugzeuge ausgeliefert werden könnten (+12% bzw. +11% ggü. Vj.). Boeing dagegen kämpfe weiterhin mit Qualitätsproblemen, die die Auslieferungen belasten und eine Rückkehr auf das Vor-Coronaniveau erschweren würden. Boeing habe in HJ 24 175 Flugzeuge ausgeliefert, während Airbus zur selben Zeit 323 Maschinen geliefert habe. Hettich erwarte daher, dass Boeings Auslieferungen 2024 deutlich unter den 500 ausgelieferten Flugzeugen von 2023 bleiben würden. Dennoch sollte sich die Auslieferungsrate des Langstrecken-Jets B787 bis Jahresende auf 5 pro Monat erholen, was positiv zu FACC's Umsatzentwicklung in H2 24 beitragen sollte. Für GJ 24 gehe Hettich von einem Umsatzwachstum von 15% und einer EBIT-Marge von 3,5% aus.

Langfristig starkes Umsatzwachstum zu erwarten: FACC's Umsätze sollten getrieben durch steigende Passagierzahlen und volle Auftragsbücher bei Airbus und Boeing, die in den nächsten 20 Jahren den Bedarf für neue Passagierflugzeuge bei über 42.000 sähen, stark ansteigen. Daher erwarte Hettich langfristig (Zeitraum GJ 26e bis GJ 28e) ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 9% p.a. Allerdings halte er das EBIT-Margenziel des Managements von 8% weiterhin für ambitioniert, und sehe eine Marge von 6,5% in fünf Jahren als realistisch. Seiner Meinung nach deckle die starke Verhandlungsmacht von Airbus und Boeing, welche die Hauptprofiteure von Effizienzsteigerungen in der Lieferkette sein sollten, einen stärkeren Margenanstieg.

Gleichzeitig sollten aber auch die Investitionsausgaben aufgrund des Ausbaus der Produktionskapazitäten sowie Instandhaltung steigen. Während die Investitionen in das neue kroatische Werk größtenteils im Rückspiegel liegen würden, erwarte der Analyst dennoch steigende Investitionen in den nächsten Jahren. Gründe hierfür seien der Aufschub der Instandhaltungsinvestitionen während der Corona-Jahre, die nun nachgeholt werden müssten, sowie weitere Investitionen in existierende Produktionsstätten, um das starke Umsatzwachstum zu bewältigen. Zudem erwarte der Analyst, dass bei steigenden Umsätzen weitere Investitionen in das Betriebskapital notwendig würden. Seiner Meinung nach sollte dies negativ auf der Entwicklung der Cash-Flows lasten.

Die robusten Auftragsbestände bei Airbus und Boeing sollten die Nachfrage nach FACC-Produkten in den kommenden Jahren unterstützen, sodass Hettich für GJ 26e einen Umsatz von 1 Mrd. EUR erwarte. Er prognostiziere zudem eine deutliche Verbesserung der EBIT-Marge von 2,4% in GJ 23 auf 6% in GJ 26e, angetrieben durch höhere Auslastung, Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen, insbesondere durch die Verlagerung der Produktion nach Kroatien. Langfristig sehe Hettich eine EBIT-Marge von 6,5%. Allerdings sehe er steigende Investitionskosten von 2,6% des Umsatzes in GJ 23 auf 5,5% in GJ 26e, was das Free Cashflow-Wachstum belasten sollte.

Philip Hettich, Analyst der RBI, bestätigt seine "Halten"-Empfehlung für FACC und erhöht sein Kursziel auf 7,60 EUR (vorher: 6,90 EUR). (Analyse vom 10.09.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

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Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze FACC-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs FACC-Aktie:
6,79 EUR +2,72% (11.09.2024, 10:36)

Wiener Börse-Aktienkurs FACC-Aktie:
6,71 EUR +1,67% (11.09.2024, 10:33)

ISIN FACC-Aktie:
AT00000FACC2

WKN FACC-Aktie:
A1147K

Ticker-Symbol FACC-Aktie:
1FC

Wiener Börse-Symbol FACC-Aktie:
FACC

Kurzprofil FACC AG:

FACC (ISIN: AT00000FACC2, WKN: A1147K, Ticker-Symbol: 1FC, Wiener Börse-Symbol: FACC) ist ein weltweit führendes Aerospace-Unternehmen in Design, Entwicklung und Fertigung von Luftfahrttechnologien und fortschrittlichen Leichtbausystemen für Luftfahrzeuge. Als Technologiepartner aller großen Hersteller arbeitet FACC gemeinsam mit ihren Kunden an Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Weltweit startet jede Sekunde ein Luftfahrzeug mit FACC-Technologie an Bord. (11.09.2024/ac/a/a)

Archivbeitrag vom 11.09.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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