Aktien des Tages

Evotec Aktie: Analysten sehen weiteres Abwärtspotenzial

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Evotec-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michel Doepke vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Evotec SE (ISIN: DE0005664809, WKN: 566480, Ticker-Symbol: EVT, NASDAQ OTC-Symbol: EVOTF) unter die Lupe.

Im Laufe der Handelswoche habe die Aktie des Hamburger Wirkstoffforschers Evotec peu à peu weiter nachgegeben. Allen voran hätten kritische Analystenstimmen den SDAX-Titel weiter unter Druck gesetzt. Unter anderem rate die Deutsche Bank weiterhin zum Verkauf des deutschen Biotech-Wertes und sehe rund 30 Prozent Downside-Potenzial.

Die Research-Abteilung des Kreditinstituts stufe Evotec weiterhin mit "Sell" ein, der faire Wert werde gerade einmal auf 4,00 Euro beziffert. Die anstehenden Quartalszahlen des Pharmawirkstoffforschers und -entwicklers dürften schwach ausfallen, meine Analyst Falko Friedrichs in einem am Dienstag vorliegenden Ausblick im Hinblick auf die bevorstehende Zahlenvorlage am 6. November. Um die Jahresziele noch zu erreichen, sei ein deutlich besseres Schlussquartal nötig, so der Experte. Dazu brauche es seiner Ansicht nach Einsparungen und operative Verbesserungen.

Bereits zum Start in die neue Handelswoche hätten die Experten von Jefferies die Kaufempfehlung für die Evotec-Aktie gestrichen. Zudem sei das Kursziel mehr als halbiert worden. Analyst Benjamin Jackson betone, dass eine strategische Neuaufstellung des Wirkstoffherstellers Zeit brauche. Evotec navigiere in einem Umfeld geprägt von Gegenwind, und es sei unsicher, wann sich der Markt tatsächlich erhole, so Jackson weiter.

Der Wirkstoffforscher stehe seit Monaten gehörig unter Druck. Zu Jahresbeginn sei der langjährige Firmenlenker Werner Lanthaler überraschend zurückgetreten. Zuvor seien wiederum zu spät gemeldete Insidertransaktionen bekannt geworden. Im August habe das Unternehmen zudem die Prognose kassiert.

Die Skepsis unter den Analysten wachse. Klar sei: Evotec habe zuletzt viel Vertrauen an der Börse verspielt. Aktuell gibt es beim Hamburger Wirkstoffforscher zu viele Fragezeichen, weshalb Anleger vorerst von einem Einstieg beim SDAX-Wert absehen sollten, so Michel Doepke von "Der Aktionär". (Analyse vom 10.10.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (10.10.2024/ac/a/t)

Archivbeitrag vom 10.10.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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