Wien (www.aktiencheck.de) - Aufgrund des Labor Day blieben gestern die US-Börsen geschlossen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Dies habe sich auch in den mangelnden Impulsen aus Europa widergespiegelt, wo lediglich eine Handvoll Makrodaten auf der Agenda gestanden habe. Am Vormittag sei unter anderem der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone veröffentlicht worden, der mit 5,1 deutlich besser ausgefallen sei, als von Analyst:innen mit 2,0 erwartet worden sei. Für eine weitere positive Überraschung habe das BIP der Eurozone gesorgt, das im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,6 % zugelegt habe und damit über den Konsensschätzungen von 0,4% gelegen habe. Enttäuschend sei hingegen die deutsche Industrieproduktion ausgefallen. Diese habe im Juli statt des erwarteten Anstiegs von 0,1% einen Rückgang um 1,1% verzeichnet. Auf das Marktgeschehen hätten die Datenveröffentlichungen jedoch insgesamt nur begrenzten Einfluss gehabt. Auch die Wahl in Sachsen-Anhalt, aus der die AfD als klar stärkste Kraft hervorgegangen sei, habe trotz der damit verbundenen Aufregung zu keiner signifikanten Kursreaktion geführt. Stattdessen hätten die mittlerweile fast schon altbekannten Themen den Handelsverlauf dominiert: Der Krieg im Nahen Osten befinde sich weiterhin in einer Eskalationsspirale, in deren Verlauf der Iran am Sonntag nach neuen US-Angriffen Pläne für eine Sperrzone und einen neuen Schifffahrtskorridor durch die Straße von Hormus angekündigt habe. Zudem habe der Iran am Vortag mit Vergeltungsmaßnahmen für den Fall neuer Angriffe der USA gedroht, woraufhin die Ölpreise angezogen hätten. Darüber hinaus hätten die anhaltenden Zinssorgen sowie das erhöhte Renditeniveau langfristiger US-Staatsanleihen weiterhin für Zurückhaltung gesorgt. In diesem Zusammenhang werde die EZB mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Donnerstag ihre Leitzinsen anheben. Ähnlich stelle sich die Situation vor der kommenden FED-Sitzung dar, wobei die am Freitag anstehenden US-Inflationsdaten die Erwartungen der Marktteilnehmer:innen noch beeinflussen könnten.
Angesichts der fehlenden Impulse aus den USA sowie der anhaltenden Unsicherheitsfaktoren hätten die europäischen Indices am Vortag zumeist nur wenig verändert geschlossen. Während der DAX Einbußen von 0,15% habe hinnehmen müssen, habe der EURO STOXX 50 minimal zugelegt. Positiv habe hingegen der ATX mit einem Zugewinn von fast 0,7% herausstechen können. Neben dem US-Aktienmarkt sei am Vortag auch der US-Anleihemarkt geschlossen geblieben. In Europa sei die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen jedoch wieder auf über 3,38% gestiegen und habe sich damit dem am vergangenen Mittwoch erreichten höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren von 3,39% angenähert.
An den Rohstoffmärkten sei der Ölpreis angesichts der anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten auf den höchsten Stand seit sechs Wochen gestiegen. Ein Barrel der Sorte Brent handle am Morgen nochmals höher bei fast 98 USD. Demgegenüber habe sich Gold zunächst etwas schwächer gezeigt, da die starken Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinsanhebung erhöht hätten. Aktuell gewinne der Goldpreis jedoch wieder leicht hinzu und stehe bei gut 4.420 USD. Der Bitcoin habe zuletzt auf unter 78.000 USD nachgegeben.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich am Morgen gemischt. Während beispielsweise die Börsen in China und Hongkong mit leichten Abschlägen handelten, tendiere der südkoreanische KOSPI wie bereits am Vortag fester.
Am Donnerstag habe OpenAI sein neuestes KI-Modell Astra vorgestellt, was an den Börsen neuen Optimismus hinsichtlich des aktuellen KI-Booms ausgelöst habe. Davon hätten am Vortag einmal mehr europäische Halbleitertitel profitiert, darunter beispielsweise Infineon mit einem Plus von 6,9%, ASML mit 2,3 % und AT&S mit 6,1%. Zuvor seien bereits die südkoreanischen Hersteller von Speicherchips Samsung und SK Hynix deutlich gestiegen, was den KOSPI signifikant gestützt habe. Demgegenüber hätten Softwareunternehmen wie SAP mit einem Minus von 1,6% und Capgemini mit einem Rückgang von 1,2% etwas schwächer abgeschnitten.
Die Aktien von Novartis hätten am Montag 3,2% verloren, nachdem das Cholesterinmedikament Pelacarsen in einer mit Spannung verfolgten Studie die Erwartungen verfehlt habe. Dies habe dem von Investor:innen als potenzielle Blockbuster-Therapie angesehenen Medikament einen Rückschlag versetzt und zugleich den Druck auf die bevorstehenden Daten zu einer Therapie gegen Muskelschwund erhöht, die der Schweizer Arzneimittelhersteller im Rahmen der rund 12 Mrd. USD schweren Übernahme von Avidity erworben habe. (08.09.2026/ac/a/m)
Dies habe sich auch in den mangelnden Impulsen aus Europa widergespiegelt, wo lediglich eine Handvoll Makrodaten auf der Agenda gestanden habe. Am Vormittag sei unter anderem der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone veröffentlicht worden, der mit 5,1 deutlich besser ausgefallen sei, als von Analyst:innen mit 2,0 erwartet worden sei. Für eine weitere positive Überraschung habe das BIP der Eurozone gesorgt, das im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,6 % zugelegt habe und damit über den Konsensschätzungen von 0,4% gelegen habe. Enttäuschend sei hingegen die deutsche Industrieproduktion ausgefallen. Diese habe im Juli statt des erwarteten Anstiegs von 0,1% einen Rückgang um 1,1% verzeichnet. Auf das Marktgeschehen hätten die Datenveröffentlichungen jedoch insgesamt nur begrenzten Einfluss gehabt. Auch die Wahl in Sachsen-Anhalt, aus der die AfD als klar stärkste Kraft hervorgegangen sei, habe trotz der damit verbundenen Aufregung zu keiner signifikanten Kursreaktion geführt. Stattdessen hätten die mittlerweile fast schon altbekannten Themen den Handelsverlauf dominiert: Der Krieg im Nahen Osten befinde sich weiterhin in einer Eskalationsspirale, in deren Verlauf der Iran am Sonntag nach neuen US-Angriffen Pläne für eine Sperrzone und einen neuen Schifffahrtskorridor durch die Straße von Hormus angekündigt habe. Zudem habe der Iran am Vortag mit Vergeltungsmaßnahmen für den Fall neuer Angriffe der USA gedroht, woraufhin die Ölpreise angezogen hätten. Darüber hinaus hätten die anhaltenden Zinssorgen sowie das erhöhte Renditeniveau langfristiger US-Staatsanleihen weiterhin für Zurückhaltung gesorgt. In diesem Zusammenhang werde die EZB mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Donnerstag ihre Leitzinsen anheben. Ähnlich stelle sich die Situation vor der kommenden FED-Sitzung dar, wobei die am Freitag anstehenden US-Inflationsdaten die Erwartungen der Marktteilnehmer:innen noch beeinflussen könnten.
Angesichts der fehlenden Impulse aus den USA sowie der anhaltenden Unsicherheitsfaktoren hätten die europäischen Indices am Vortag zumeist nur wenig verändert geschlossen. Während der DAX Einbußen von 0,15% habe hinnehmen müssen, habe der EURO STOXX 50 minimal zugelegt. Positiv habe hingegen der ATX mit einem Zugewinn von fast 0,7% herausstechen können. Neben dem US-Aktienmarkt sei am Vortag auch der US-Anleihemarkt geschlossen geblieben. In Europa sei die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen jedoch wieder auf über 3,38% gestiegen und habe sich damit dem am vergangenen Mittwoch erreichten höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren von 3,39% angenähert.
An den Rohstoffmärkten sei der Ölpreis angesichts der anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten auf den höchsten Stand seit sechs Wochen gestiegen. Ein Barrel der Sorte Brent handle am Morgen nochmals höher bei fast 98 USD. Demgegenüber habe sich Gold zunächst etwas schwächer gezeigt, da die starken Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinsanhebung erhöht hätten. Aktuell gewinne der Goldpreis jedoch wieder leicht hinzu und stehe bei gut 4.420 USD. Der Bitcoin habe zuletzt auf unter 78.000 USD nachgegeben.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich am Morgen gemischt. Während beispielsweise die Börsen in China und Hongkong mit leichten Abschlägen handelten, tendiere der südkoreanische KOSPI wie bereits am Vortag fester.
Am Donnerstag habe OpenAI sein neuestes KI-Modell Astra vorgestellt, was an den Börsen neuen Optimismus hinsichtlich des aktuellen KI-Booms ausgelöst habe. Davon hätten am Vortag einmal mehr europäische Halbleitertitel profitiert, darunter beispielsweise Infineon mit einem Plus von 6,9%, ASML mit 2,3 % und AT&S mit 6,1%. Zuvor seien bereits die südkoreanischen Hersteller von Speicherchips Samsung und SK Hynix deutlich gestiegen, was den KOSPI signifikant gestützt habe. Demgegenüber hätten Softwareunternehmen wie SAP mit einem Minus von 1,6% und Capgemini mit einem Rückgang von 1,2% etwas schwächer abgeschnitten.
Die Aktien von Novartis hätten am Montag 3,2% verloren, nachdem das Cholesterinmedikament Pelacarsen in einer mit Spannung verfolgten Studie die Erwartungen verfehlt habe. Dies habe dem von Investor:innen als potenzielle Blockbuster-Therapie angesehenen Medikament einen Rückschlag versetzt und zugleich den Druck auf die bevorstehenden Daten zu einer Therapie gegen Muskelschwund erhöht, die der Schweizer Arzneimittelhersteller im Rahmen der rund 12 Mrd. USD schweren Übernahme von Avidity erworben habe. (08.09.2026/ac/a/m)
Archivbeitrag vom 08.09.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.