Paris (www.aktiencheck.de) - Envista-Aktienanalyse von BNP Paribas:
Egmond Haidt von BNP Paribas nimmt die Aktie des US-Spezialisten für Dentaltechnik Envista Holdings Corp. (ISIN: US29415F1049, WKN: A2PN69, Ticker-Symbol: 0HV, NYSE-Symbol: CRM) unter die Lupe.
Die Aktionäre von Envista Holdings würden gespannt auf den 5. August warten, an diesem Tag lege der US-Spezialist für Dentaltechnik die Quartalszahlen vor. Investoren möchten sehen, ob sich das Geschäft weiterhin gut entwickelt habe, woraufhin das Papier aus dem Seitwärtstrend der vergangenen Monate nach oben ausbrechen könnte.
Envista vertreibe Implantate, Produkte für Kieferorthopädie und digitale Bildgebung, Füllungsmaterialien und Infektionsschutzprodukte. Zu den bekannten Marken des Unternehmens würden unter anderem Nobel Biocare, Ormco und Kerr gehören.
Im ersten Quartal sei der Umsatz um 14,4% auf 705,5 Millionen Dollar gestiegen. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte habe das organische Wachstum bei 9,5% gelegen.
Dabei hätten vier zusätzliche Abrechnungstage das Geschäft deutlich beflügelt. Bereinigt um diesen Effekt und einen weiteren kleinen Sondereffekt habe das Wachstum rund 4% betragen.
Dabei habe das Geschäft in China deutlich geschwächelt, weil die Regierung das Bestellverfahren auf volumenabhängige Faktoren umgestellt habe, um Preissenkungen zu erreichen. Daher hätten sich die dortigen Kunden mit Bestellungen bei Envista zurückgehalten.
Trotz gestiegener Kosten für Forschung und Entwicklung sowie für den Vertrieb sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf Konzernebene um 25% auf 98,9 Millionen geklettert, damit habe sich die Marge von 12,8 auf 14,0% deutlich verbessert.
Zudem sei der bereinigte Gewinn je Aktie um 50% auf 0,36 Dollar nach oben geschossen.
Beim Cashflow habe die Lage wie folgt ausgesehen: Jener aus dem operativen Geschäft habe bei minus 3,3 Millionen Euro gelegen, es sei also zu einem Cash-Abfluss gekommen. Gleichzeitig seien die Investitionen nach oben geschossen, weil Envista in den Bau neuer Werke in China und Finnland investiere. Daher habe ein Free Cashflow von minus 15,7 Millionen Dollar zu Buche gestanden. Damit sei der Cash-Abfluss mehr als dreimal so groß wie im Vorjahreszeitraum gewesen.
Bei der Zahlenvorlage am 6. Mai habe sich Vorstandschef Paul Keel mit den Ergebnissen zufrieden gegeben und den Ausblick bestätigt, wenngleich es im vierten Quartal ein paar weniger Abrechnungstage als im Vorjahr geben werde, was die Ergebnisse belasten werde.
Dennoch solle das organische Wachstum im Gesamtjahr 2026 bei 2 bis 4% liegen.
Dabei solle das bereinigte Ebitda um 7 bis 13% zulegen.
Und schlussendlich solle der bereinigte Gewinn je Aktie 1,35 bis 1,45 Dollar erreichen, die Mitte der Spanne bedeute einen Anstieg um 17,6%.
Zudem habe das Management ein neues Aktienrückkaufprogramm von 300 Millionen Dollar angekündigt, das bis Ende 2029 laufen solle. Der Konzern habe im ersten Quartal für 43 Millionen Dollar Aktien zurückgekauft, womit aus dem bestehenden Programm noch 41 Millionen Dollar übrig gewesen seien. Grund für das neue Programm sei die erfreuliche Geschäftsentwicklung.
Analysten würden für 2026 einen Umsatzanstieg (nominell, nicht organisch) um 5,2% auf 2,86 Milliarden Dollar prognostizieren. 2027 solle es um 3,5% auf 2,96 Milliarden Dollar nach oben gehen.
Dabei solle das bereinigte Ebitda 2026 um 9,6% auf 407,2 Millionen Dollar zulegen, gefolgt von einem Plus von 7,1% auf 436,0 Millionen Dollar für 2027.
Außerdem solle der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2026 um 11,7% auf 366 Millionen Dollar klettern, 2027 solle es einen Zuwachs von 7,2% auf 392,4 Millionen Dollar geben. Damit würde sich die Marge jeweils verbessern, zuerst von 12,1 auf 12,8% für 2026, um 2027 13,3% zu erreichen.
Nach dem Seitwärtstrend der vergangenen Monate liege der Börsenwert bei 4,33 Milliarden Dollar. Inklusive der Nettoschulden von lediglich 356,3 Millionen Dollar liege der Enterprise Value (EV) bei 4,69 Milliarden Dollar.
Das entspreche dem 11,9-Fachen des von Analysten für 2027 prognostizierten Ebit. Das sei nach Meinung von Haidt eine ausreichende Bewertung für ein Unternehmen mit einem organischen Wachstum zwischen 2 und 4%, während die Ebit-Marge allmählich verbessert werden solle.
Und das 2027er-KGV liege bei 17,1.
Nach Meinung von Haidt könnte die Envista-Aktie kurzfristig seitwärts tendieren. Die nächsten wichtigen Kursimpulse würden dann die Quartalszahlen am 5. August liefern. (Analyse vom 28.07.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (29.07.2026/ac/a/n)
Egmond Haidt von BNP Paribas nimmt die Aktie des US-Spezialisten für Dentaltechnik Envista Holdings Corp. (ISIN: US29415F1049, WKN: A2PN69, Ticker-Symbol: 0HV, NYSE-Symbol: CRM) unter die Lupe.
Die Aktionäre von Envista Holdings würden gespannt auf den 5. August warten, an diesem Tag lege der US-Spezialist für Dentaltechnik die Quartalszahlen vor. Investoren möchten sehen, ob sich das Geschäft weiterhin gut entwickelt habe, woraufhin das Papier aus dem Seitwärtstrend der vergangenen Monate nach oben ausbrechen könnte.
Envista vertreibe Implantate, Produkte für Kieferorthopädie und digitale Bildgebung, Füllungsmaterialien und Infektionsschutzprodukte. Zu den bekannten Marken des Unternehmens würden unter anderem Nobel Biocare, Ormco und Kerr gehören.
Im ersten Quartal sei der Umsatz um 14,4% auf 705,5 Millionen Dollar gestiegen. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte habe das organische Wachstum bei 9,5% gelegen.
Dabei hätten vier zusätzliche Abrechnungstage das Geschäft deutlich beflügelt. Bereinigt um diesen Effekt und einen weiteren kleinen Sondereffekt habe das Wachstum rund 4% betragen.
Dabei habe das Geschäft in China deutlich geschwächelt, weil die Regierung das Bestellverfahren auf volumenabhängige Faktoren umgestellt habe, um Preissenkungen zu erreichen. Daher hätten sich die dortigen Kunden mit Bestellungen bei Envista zurückgehalten.
Trotz gestiegener Kosten für Forschung und Entwicklung sowie für den Vertrieb sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf Konzernebene um 25% auf 98,9 Millionen geklettert, damit habe sich die Marge von 12,8 auf 14,0% deutlich verbessert.
Zudem sei der bereinigte Gewinn je Aktie um 50% auf 0,36 Dollar nach oben geschossen.
Beim Cashflow habe die Lage wie folgt ausgesehen: Jener aus dem operativen Geschäft habe bei minus 3,3 Millionen Euro gelegen, es sei also zu einem Cash-Abfluss gekommen. Gleichzeitig seien die Investitionen nach oben geschossen, weil Envista in den Bau neuer Werke in China und Finnland investiere. Daher habe ein Free Cashflow von minus 15,7 Millionen Dollar zu Buche gestanden. Damit sei der Cash-Abfluss mehr als dreimal so groß wie im Vorjahreszeitraum gewesen.
Bei der Zahlenvorlage am 6. Mai habe sich Vorstandschef Paul Keel mit den Ergebnissen zufrieden gegeben und den Ausblick bestätigt, wenngleich es im vierten Quartal ein paar weniger Abrechnungstage als im Vorjahr geben werde, was die Ergebnisse belasten werde.
Dennoch solle das organische Wachstum im Gesamtjahr 2026 bei 2 bis 4% liegen.
Dabei solle das bereinigte Ebitda um 7 bis 13% zulegen.
Und schlussendlich solle der bereinigte Gewinn je Aktie 1,35 bis 1,45 Dollar erreichen, die Mitte der Spanne bedeute einen Anstieg um 17,6%.
Zudem habe das Management ein neues Aktienrückkaufprogramm von 300 Millionen Dollar angekündigt, das bis Ende 2029 laufen solle. Der Konzern habe im ersten Quartal für 43 Millionen Dollar Aktien zurückgekauft, womit aus dem bestehenden Programm noch 41 Millionen Dollar übrig gewesen seien. Grund für das neue Programm sei die erfreuliche Geschäftsentwicklung.
Analysten würden für 2026 einen Umsatzanstieg (nominell, nicht organisch) um 5,2% auf 2,86 Milliarden Dollar prognostizieren. 2027 solle es um 3,5% auf 2,96 Milliarden Dollar nach oben gehen.
Dabei solle das bereinigte Ebitda 2026 um 9,6% auf 407,2 Millionen Dollar zulegen, gefolgt von einem Plus von 7,1% auf 436,0 Millionen Dollar für 2027.
Außerdem solle der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2026 um 11,7% auf 366 Millionen Dollar klettern, 2027 solle es einen Zuwachs von 7,2% auf 392,4 Millionen Dollar geben. Damit würde sich die Marge jeweils verbessern, zuerst von 12,1 auf 12,8% für 2026, um 2027 13,3% zu erreichen.
Nach dem Seitwärtstrend der vergangenen Monate liege der Börsenwert bei 4,33 Milliarden Dollar. Inklusive der Nettoschulden von lediglich 356,3 Millionen Dollar liege der Enterprise Value (EV) bei 4,69 Milliarden Dollar.
Das entspreche dem 11,9-Fachen des von Analysten für 2027 prognostizierten Ebit. Das sei nach Meinung von Haidt eine ausreichende Bewertung für ein Unternehmen mit einem organischen Wachstum zwischen 2 und 4%, während die Ebit-Marge allmählich verbessert werden solle.
Und das 2027er-KGV liege bei 17,1.
Nach Meinung von Haidt könnte die Envista-Aktie kurzfristig seitwärts tendieren. Die nächsten wichtigen Kursimpulse würden dann die Quartalszahlen am 5. August liefern. (Analyse vom 28.07.2026)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (29.07.2026/ac/a/n)
Archivbeitrag vom 29.07.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.