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EUR/GBP: Sterling auf 8-Jahres-Hoch

Paris (www.aktiencheck.de) - Mit 0,827 Pfund je Euro war die britische Währung am Mittwoch so teuer wie zuletzt im Sommer 2016, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Zwar habe das Pfund Sterling einen Teil seiner Gewinne gegenüber der Gemeinschaftswährung wieder abgegeben, nachdem der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey, in einem Interview mit der Financial Times vier Zinssenkungen im Jahr 2025 in Aussicht gestellt habe - doch sicher seien die Zinssenkungen noch nicht.

Vor allem die steigende Inflation könnte den Währungshütern einen Strich durch die Rechnung machen. Im Oktober habe sich die Teuerung auf der Insel überraschend stark beschleunigt. Waren und Dienstleistungen hätten im Schnitt 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor gekostet. Im September habe die Inflation noch bei 1,7 Prozent gelegen - und habe damit erstmals seit fast dreieinhalb Jahren unter der Zielmarke der Bank of England von 2 Prozent gelegen.

Händler würden daher erwarten, dass die Notenbank den Zinssatz bei ihrer nächsten Sitzung am 19. Dezember unverändert bei 4,75 Prozent belassen werde. Ebenfalls stützend für das Pfund sei die stabile Konjunkturentwicklung: Erst am Mittwoch habe die OECD ihre Wachstumsprognose für die britische Wirtschaft für das kommende Jahr angehoben. Als Grund habe sie steigende Staatsausgaben genannt, die wiederum die Inflation beflügeln könnten. Das Pfund könnte zum Euro zunächst weiter an Stärke gewinnen, zumal diesseits des Ärmelkanals auch die prekäre Finanzlage Frankreichs den Euro belaste. (06.12.2024/ac/a/m)

Archivbeitrag vom 06.12.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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