Aktien des Tages

Deutscher Aktienmarkt: Rückgang der US-Inflation löst Euphorie aus

Hannover (www.aktiencheck.de) - Der überraschende Rückgang der US-Inflation hat am deutschen Aktienmarkt Euphorie ausgelöst, so die Analysten der Nord LB.

Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) habe nach der Veröffentlichung am Nachmittag seine Gewinne verdoppelt. Aktien deutscher Autobauer hätten dagegen unter der Angst vor einem Zollstreit mit China sowie negativen Signalen des Autozulieferers Stabilus (ISIN DE000STAB1L8/ WKN STAB1L) gelitten (- 17%, nach Reduzierung des Jahresausblicks). Besonders hätten aber Pläne der EU-Kommission belastet, wonach ab Juli bis zu gut 38% Zoll auf Importe chinesischer Elektroautos erhoben werden sollten.

Der DAX sei um +1,42%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um +1,19% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) +0,96% gestiegen.

Die Wall Street habe nach dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank uneinheitlich geschlossen. Im Fokus bei den Einzelwerten habe u.a. Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) gestanden. Die Euphorie rund um die jüngsten Pläne des US-Technologieriesen im Bereich der Künstlichen Intelligenz habe die Aktie um bis zu 5,3% auf ein Allzeithoch von USD 218,12 getrieben.

Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um -0,09% gesunken. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) sei um +0,85% und der NASDAQ Comp. (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um +1,53% geklettert.

Der Markenwert von Apple habe einer Studie zufolge die Schwelle von einer Billion Dollar überschritten. Dies sei ein Plus von 15% im Vergleich zum Vorjahr und weltweit einzigartig, habe es in der veröffentlichten "BrandZ"-Rangliste der Marktforschungsfirma Kantar geheißen. Der Senkrechtstarter des Jahres sei NVIDIA mit einem Plus von knapp 180% auf 202 Mrd. USD gewesen. Damit sei der Chip-Konzern 18 Plätze nach oben auf Rang 6 gesprungen.

Der EUR habe seine Rolle als zweitwichtigste Währung der Welt nach dem USD trotz hoher Inflation und erhöhten geopolitischen Spannungen behauptet. Der Anteil des EUR an den weltweiten Devisenreserven habe 2023 allerdings um einen Prozentpunkt auf 20% abgenommen, wie die EZB mitgeteilt habe. Bedeutendste Währung bleibe der USD mit 58,4%.

Die Ölpreise hätten die frühen Kursgewinne größtenteils wieder abgegeben, nachdem die US-Regierung überraschend einen Anstieg der amerikanischen Ölreserven gemeldet habe. (13.06.2024/ac/a/m)

Archivbeitrag vom 13.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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