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Deutscher Aktienmarkt: Es geht weiter nach oben




23.11.23 09:15
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Am deutschen Aktienmarkt ging es zwar weiter nach oben, doch für ein Überwinden der 16.000-Punkte-Marke reichte es nicht, so die Analysten der Nord LB.

thyssenkrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) habe trotz eines milliardenschweren Verlustes 6,6% zugelegt. Der überraschend hohe Mittelzufluss stimme positiv, habe es auf dem Parkett geheißen.

Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um +0,36%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um +0,72% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um +0,95% gestiegen.

Eine Reihe ermutigender Konjunkturdaten habe auch die Wall Street anziehen lassen. Investoren hätten den überraschend starken Rückgang der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und die gute Laune der Verbraucher als Zeichen für ein baldiges Ende des Zinserhöhungszyklus der Notenbank FED gewertet. Die in den Protokollen der jüngsten geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank angedeutete Zinserhöhung vor dem Jahresende hätten Investoren beiseitegeschoben.

Bei den Aktienwerten habe NVIDIA (ISIN US67066G1040/ WKN 918422) nach überraschend guten Zahlen im Rampenlicht gestanden. Abwärts sei es dagegen für Deere & Co. (ISIN US2441991054/ WKN 850866) gegangen. Der Landmaschinen-Bauer habe zwar ein überraschend starkes Quartalsergebnis vorgelegt, beim Ausblick für das kommende Jahr aber enttäuscht.

Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um +0,55%, der S&P (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um +0,45% und der NASDAQ Comp. (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um +0,51% geklettert.

FMC (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) habe nach der Beendigung eines Rechtsstreits in den USA den Ausblick für das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Der Dialysekonzern erwarte nun, dass das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 12 bis 14% wachse.

thyssenkrupp sei im vergangenen Geschäftsjahr 2022/23 (per Ende September) unter dem Strich tief in die Verlustzone gerutscht. Nach Anteilen Dritter sei ein Nettoverlust von 2,1 Mrd. EUR aufgelaufen nach einem Gewinn von zuvor 1,1 Mrd. EUR. Neben schwächeren Geschäften sei dies insbesondere auf Wertberichtigungen in der Stahlsparte zurückzuführen. Für Steel Europe stehe der Konzern mit der Holding EPH des tschechischen Milliardärs Kretinsky in Verhandlungen über ein Joint Venture.

Der reißende Absatz von Spezialchips für Künstliche Intelligenz verleihe NVIDIA erneut Rückenwind. Enttäuschende Aussagen zum China-Geschäft hätten den Umsatz- und Gewinnsprung des weltweit wertvollsten Halbleiterkonzerns allerdings überschattet. Wegen der verschärften US-Auflagen für Chip-Exporte nach China und andere Regionen wie den Nahen Osten seien die Aufträge von dort zurückgegangen. Der anhaltend hohe Bedarf in anderen Regionen mache dies aber mehr als wett.

Der EUR habe nach deutlichen Vortagsverlusten wegen starker US-Konjunkturdaten auch zur Wochenmitte nachgegeben. Grund für die Kursverluste seien u.a. überraschend starke Daten vom US-Arbeitsmarkt gewesen. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien niedriger als erwartet ausgefallen.

Bei den Ölwerten habe sich Verunsicherung breit gemacht, nachdem die "OPEC+", zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören würden, ein geplantes Treffen überraschend verschoben habe. Einem Medienbericht zufolge gebe es zwischen einzelnen Mitgliedern Meinungsverschiedenheiten über die Förderpolitik. (23.11.2023/ac/a/m)






 
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