Wien (www.aktiencheck.de) - Deutsche Telekom-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutsche Telekom AG (ISIN: DE0005557508, WKN: 555750, Ticker-Symbol: DTE, NASDAQ OTC-Symbol: DTEGF) nach wie vor zu kaufen.
Der Umsatz habe sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,0% auf EUR 28,67 Mrd. erhöht und habe damit leicht unter den Konsensusschätzungen in Höhe von EUR 28,81 Mrd. gelegen. Organisch, also ohne den Einfluss von Wechselkursveränderungen und des Konsolidierungskreises, habe das Umsatzwachstum 3,9% betragen. Das bereinigte EBITDA nach Leasingzahlungen habe sich um 1,7% auf EUR 11,0 Mrd. erhöht. Der bereinigte Nettogewinn habe sich um 1,1% auf EUR 2,50 Mrd. verbessert, was über den Erwartungen von EUR 2,40 Mrd. gelegen habe. Hauptverantwortlich für die starke Performance sei die Entwicklung von T-Mobile in den USA gewesen, wo der Umsatz organisch um 5,8% zulegen konnte. In Europa habe sich der Umsatz organisch um 2,3% erhöht, während in Deutschland ein Rückgang von 1,3% verzeichnet worden sei.
SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, habe für rund USD 17 Mrd. ein umfangreiches Paket an US-Mobilfunkfrequenzen vom Unternehmen Echostar erworben. Bislang sei SpaceX mit seinem Satelliten-Internetdienst Starlink auf die Infrastruktur und Kooperation mit T-Mobile US angewiesen gewesen. Durch den Erwerb eigener Frequenzen werde SpaceX nun deutlich unabhängiger und könne künftig als direkter Wettbewerber im US-Mobilfunkmarkt auftreten. Da T-Mobile US für etwa zwei Drittel des Gewinns der Deutschen Telekom verantwortlich sei, wirke sich jede potenzielle Schwächung der US-Tochter unmittelbar und stark auf die Bewertung der Muttergesellschaft aus.
Verschuldung: Die Nettofinanzverbindlichkeiten hätten Ende Q2 2025 EUR 126,5 Mrd. betragen, was einer Reduktion von 6,4% im Jahresvergleich (EUR 135,1 Mrd.) entsprochen habe. Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum bereinigten EBITDA habe im Q2 2025 bei 2,51 gelegen, verglichen mit 2,81 im Jahr zuvor.
Kundenwachstum: In Deutschland sei die Anzahl der Mobilfunk-Vertragskund:innen um 4,6% auf 27,04 Mio. gestiegen, während die Breitbandanschlüsse um 0,2% auf 15,13 Mio. zugenommen hätten. Zudem sei die Churn Rate im Mobilfunkbereich in Deutschland bei 0,8% gegenüber dem Vorjahresquartal konstant geblieben. Allerdings sei die Anzahl der Festnetzanschlüsse leicht um 1,6% auf 16,98 Mio. gesunken. In den USA habe T-Mobile US einen Anstieg der Mobilfunk-Vertragskund:innen um 6,6% auf 107,3 Mio. verzeichnet und auch in Europa habe die Anzahl der Mobilfunk-Vertragskunden um 2,6% auf 27,14 Mio. erhöht werden können.
Churn Rate: Die Kundentreue sei weiterhin hoch: In Deutschland verharre die monatliche Churn-Rate bei 0,8%. T-Mobile US habe im Postpaid-Phone-Geschäft 0,9% gemeldet - trotz temporärer Effekte aus Tarif-Optimierungen, die über starke Bruttozugänge mehr als kompensiert worden seien. Niedrige Kündigungsraten stabilisierten den Customer-Lifetime-Value und erleichterten Upselling auf höherwertige Tarife.
Bestens positioniert für Zukunftstrends: Die Deutsche Telekom treibe den Ausbau von 5G und Glasfaser konsequent voran und stärke damit ihre Rolle als führender Infrastrukturanbieter. In Deutschland habe die Zahl der FTTx-Anschlüsse Ende Q2 2025 rund 13,30 Mio. erreicht, ein Plus von +232 Tsd. gegenüber dem Vorjahr (+1,8%). Parallel dazu setze das Unternehmen auf den beschleunigten FTTH-Roll-out mit 2,5 Mio. neuen Homes Passed pro Jahr. Politische Initiativen zur Förderung digitaler Infrastruktur könnten diesen Ausbau zusätzlich unterstützen.
Moderate Bewertung: Verglichen mit dem Sektor notiere DT bei den meisten Forward-Multiples mit einem Aufschlag gegenüber den europäischen Mitbewerbern, was vor allem auf die solide Profitabilität zurückzuführen sei. Auf Basis ausgewählter Forward-Kennzahlen (KGV, EV/Sales, EV/EBITDA etc.) notiere die Aktie aufgrund des jüngsten Kursrückganges aber wieder etwas unter dem eigenen langfristigen Durchschnitt. Verglichen mit dem zehnjährigen durchschnittlichen Bewertungsaufschlag in Bezug auf den Markt sowie den eigenen Sektor sei zudem wieder etwas Luft nach oben vorhanden.
Der Ausblick sei vom Unternehmen leicht angehoben worden. Für das Gesamtjahr 2025 erwarte das Unternehmen statt eines bereinigten EBITDA AL (after leases) von "rund" EUR 45,0 Mrd. nun einen Wert von "mehr als" EUR 45,0 Mrd. Statt eines Free Cashflow AL von bislang "rund" EUR 20,0 Mrd. werde nun ein Wert von "mehr als" EUR 20,0 Mrd. prognostiziert.
DT habe eine starke Präsenz im Bereich der Digitalisierung und sei einer der führenden Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Europa sowie in den USA. Die zuletzt vorgelegten Q2-Ergebnisse und der leicht erhöhte Ausblick für den Gesamtkonzern seien als durchaus solide einzuschätzen. Ein potenzielles Risiko bleibe der zunehmende Wettbewerb durch Satellitenanbieter wie SpaceX (Starlink), die mit globaler Abdeckung und wachsender Kundenbasis insbesondere im ländlichen Raum Druck auf klassische Festnetz- und Breitbandmodelle ausüben könnten. Die Deutsche Telekom begegne diesem Trend mit beschleunigtem Glasfaserausbau, 5G-Offensive und hybriden Lösungen, um ihre Marktposition zu sichern. Somit scheine das Risiko überproportional gepreist zu sein. Die Wachstumsperspektive des Konzerns sei weiterhin intakt, wobei die Bewertung aufgrund des jüngsten Kursrückganges wieder etwas mehr Luft nach oben biete.
Andreas Schiller, Analyst der RBI, bestätigt seine bisherige KAUF-Empfehlung, reduziert aber sein bisheriges Kursziel in Höhe von EUR 37,00 auf nunmehr EUR 32,00 je Aktie. Das Kursziel basiere auf einem Multiple-Ansatz, die Zahlen auf Konsens- und eigenen Schätzungen. Der relative Bewertungsansatz berücksichtige eine historisch faire Bewertung inklusive einer leicht reduzierten Prämie im Vergleich zur eigenen 10-Jahres-Historie sowie zum Gesamtmarkt und Sektor. (Analyse vom 23.09.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (23.09.2025/ac/a/d)
Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutsche Telekom AG (ISIN: DE0005557508, WKN: 555750, Ticker-Symbol: DTE, NASDAQ OTC-Symbol: DTEGF) nach wie vor zu kaufen.
Der Umsatz habe sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,0% auf EUR 28,67 Mrd. erhöht und habe damit leicht unter den Konsensusschätzungen in Höhe von EUR 28,81 Mrd. gelegen. Organisch, also ohne den Einfluss von Wechselkursveränderungen und des Konsolidierungskreises, habe das Umsatzwachstum 3,9% betragen. Das bereinigte EBITDA nach Leasingzahlungen habe sich um 1,7% auf EUR 11,0 Mrd. erhöht. Der bereinigte Nettogewinn habe sich um 1,1% auf EUR 2,50 Mrd. verbessert, was über den Erwartungen von EUR 2,40 Mrd. gelegen habe. Hauptverantwortlich für die starke Performance sei die Entwicklung von T-Mobile in den USA gewesen, wo der Umsatz organisch um 5,8% zulegen konnte. In Europa habe sich der Umsatz organisch um 2,3% erhöht, während in Deutschland ein Rückgang von 1,3% verzeichnet worden sei.
SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, habe für rund USD 17 Mrd. ein umfangreiches Paket an US-Mobilfunkfrequenzen vom Unternehmen Echostar erworben. Bislang sei SpaceX mit seinem Satelliten-Internetdienst Starlink auf die Infrastruktur und Kooperation mit T-Mobile US angewiesen gewesen. Durch den Erwerb eigener Frequenzen werde SpaceX nun deutlich unabhängiger und könne künftig als direkter Wettbewerber im US-Mobilfunkmarkt auftreten. Da T-Mobile US für etwa zwei Drittel des Gewinns der Deutschen Telekom verantwortlich sei, wirke sich jede potenzielle Schwächung der US-Tochter unmittelbar und stark auf die Bewertung der Muttergesellschaft aus.
Verschuldung: Die Nettofinanzverbindlichkeiten hätten Ende Q2 2025 EUR 126,5 Mrd. betragen, was einer Reduktion von 6,4% im Jahresvergleich (EUR 135,1 Mrd.) entsprochen habe. Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum bereinigten EBITDA habe im Q2 2025 bei 2,51 gelegen, verglichen mit 2,81 im Jahr zuvor.
Kundenwachstum: In Deutschland sei die Anzahl der Mobilfunk-Vertragskund:innen um 4,6% auf 27,04 Mio. gestiegen, während die Breitbandanschlüsse um 0,2% auf 15,13 Mio. zugenommen hätten. Zudem sei die Churn Rate im Mobilfunkbereich in Deutschland bei 0,8% gegenüber dem Vorjahresquartal konstant geblieben. Allerdings sei die Anzahl der Festnetzanschlüsse leicht um 1,6% auf 16,98 Mio. gesunken. In den USA habe T-Mobile US einen Anstieg der Mobilfunk-Vertragskund:innen um 6,6% auf 107,3 Mio. verzeichnet und auch in Europa habe die Anzahl der Mobilfunk-Vertragskunden um 2,6% auf 27,14 Mio. erhöht werden können.
Churn Rate: Die Kundentreue sei weiterhin hoch: In Deutschland verharre die monatliche Churn-Rate bei 0,8%. T-Mobile US habe im Postpaid-Phone-Geschäft 0,9% gemeldet - trotz temporärer Effekte aus Tarif-Optimierungen, die über starke Bruttozugänge mehr als kompensiert worden seien. Niedrige Kündigungsraten stabilisierten den Customer-Lifetime-Value und erleichterten Upselling auf höherwertige Tarife.
Bestens positioniert für Zukunftstrends: Die Deutsche Telekom treibe den Ausbau von 5G und Glasfaser konsequent voran und stärke damit ihre Rolle als führender Infrastrukturanbieter. In Deutschland habe die Zahl der FTTx-Anschlüsse Ende Q2 2025 rund 13,30 Mio. erreicht, ein Plus von +232 Tsd. gegenüber dem Vorjahr (+1,8%). Parallel dazu setze das Unternehmen auf den beschleunigten FTTH-Roll-out mit 2,5 Mio. neuen Homes Passed pro Jahr. Politische Initiativen zur Förderung digitaler Infrastruktur könnten diesen Ausbau zusätzlich unterstützen.
Moderate Bewertung: Verglichen mit dem Sektor notiere DT bei den meisten Forward-Multiples mit einem Aufschlag gegenüber den europäischen Mitbewerbern, was vor allem auf die solide Profitabilität zurückzuführen sei. Auf Basis ausgewählter Forward-Kennzahlen (KGV, EV/Sales, EV/EBITDA etc.) notiere die Aktie aufgrund des jüngsten Kursrückganges aber wieder etwas unter dem eigenen langfristigen Durchschnitt. Verglichen mit dem zehnjährigen durchschnittlichen Bewertungsaufschlag in Bezug auf den Markt sowie den eigenen Sektor sei zudem wieder etwas Luft nach oben vorhanden.
Der Ausblick sei vom Unternehmen leicht angehoben worden. Für das Gesamtjahr 2025 erwarte das Unternehmen statt eines bereinigten EBITDA AL (after leases) von "rund" EUR 45,0 Mrd. nun einen Wert von "mehr als" EUR 45,0 Mrd. Statt eines Free Cashflow AL von bislang "rund" EUR 20,0 Mrd. werde nun ein Wert von "mehr als" EUR 20,0 Mrd. prognostiziert.
DT habe eine starke Präsenz im Bereich der Digitalisierung und sei einer der führenden Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Europa sowie in den USA. Die zuletzt vorgelegten Q2-Ergebnisse und der leicht erhöhte Ausblick für den Gesamtkonzern seien als durchaus solide einzuschätzen. Ein potenzielles Risiko bleibe der zunehmende Wettbewerb durch Satellitenanbieter wie SpaceX (Starlink), die mit globaler Abdeckung und wachsender Kundenbasis insbesondere im ländlichen Raum Druck auf klassische Festnetz- und Breitbandmodelle ausüben könnten. Die Deutsche Telekom begegne diesem Trend mit beschleunigtem Glasfaserausbau, 5G-Offensive und hybriden Lösungen, um ihre Marktposition zu sichern. Somit scheine das Risiko überproportional gepreist zu sein. Die Wachstumsperspektive des Konzerns sei weiterhin intakt, wobei die Bewertung aufgrund des jüngsten Kursrückganges wieder etwas mehr Luft nach oben biete.
Andreas Schiller, Analyst der RBI, bestätigt seine bisherige KAUF-Empfehlung, reduziert aber sein bisheriges Kursziel in Höhe von EUR 37,00 auf nunmehr EUR 32,00 je Aktie. Das Kursziel basiere auf einem Multiple-Ansatz, die Zahlen auf Konsens- und eigenen Schätzungen. Der relative Bewertungsansatz berücksichtige eine historisch faire Bewertung inklusive einer leicht reduzierten Prämie im Vergleich zur eigenen 10-Jahres-Historie sowie zum Gesamtmarkt und Sektor. (Analyse vom 23.09.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (23.09.2025/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 23.09.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.