Aktien des Tages

Deutsche Post: US-Wettbewerber hat im ersten Geschäftsquartal schwächer abgeschnitten als erwartet - Aktienanalyse

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Es seien durchaus herausfordernde Zeiten für Logistikkonzerne wie die DHL Group. Dazu passe diese Meldung vom Donnerstag: Der US-Logistikkonzern FedEx habe im ersten Geschäftsquartal schwächer abgeschnitten als erwartet und senke das obere Ende seiner Umsatz- und Ergebnisprognose. Die Nachfragetrends seien schwächer als gedacht, habe man nach US-Börsenschluss mitgeteilt.

Im Zeitraum von Anfang Juni bis Ende August habe sich der Umsatz von 21,7 Milliarden auf 21,6 Milliarden Dollar verringert. Das bereinigte operative Ergebnis habe bei 1,2 Milliarden Dollar gelegen, im Vorjahreszeitraum habe FedEx noch 1,6 Milliarden verdient. Ursachen dafür seien eine niedrigere Nachfrage nach Priority-Diensten in den USA, ein zusätzlicher Feiertag sowie steigende Kosten, beispielsweise für Löhne, gewesen. Darüber hinaus hätten die Kunden zuletzt vermehrt auf die günstigeren Standard-Dienste zurückgegriffen.

Insgesamt habe FedEx einen Gewinn von etwa 0,8 Milliarden Dollar erzielt, im Vergleich zu knapp 1,1 Milliarden Dollar im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sei von 4,55 Dollar auf 3,60 Dollar gefallen, womit die Analystenprognosen verfehlt worden seien. Für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 erwarte FedEx nun nur ein geringes einstelliges prozentuales Wachstum. Zuvor habe das Unternehmen mit einem Umsatzanstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie solle nun zwischen 20 und 21 Dollar liegen, nachdem die obere Grenze zuvor bei 22 Dollar angesetzt gewesen sei. Analysten würden derzeit 20,53 Dollar erwarten.

Die FedEx-Zahlen und der Ausblick der Amerikaner würden indes zu der eher düsteren Prognose von BNP Exane Paribas-Analyst Robert Joynson passen. Er halte eine Gewinnwarnung für das laufende Jahr für wahrscheinlich. Zudem gehe er von deutlich sinkenden Markterwartungen für das kommende Jahr aus.

Die FedEx-Zahlen würden einmal mehr verdeutlichen, dass das Marktumfeld für Logistikkonzerne weiterhin schwierig bleibe. Es dürfte spannend werden, ob und wann die DHL Group ein Update zum Geschäftsverlauf im laufenden Quartal geben werde. Die Aktie habe sich zuletzt relativ robust entwickelt und się immer noch relativ günstig bewertet.

Anleger können beim DAX-Titel weiterhin an Bord bleiben, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär" zur Deutsche Post-Aktie. Der Stoppkurs sollte nach wie vor bei 34,00 Euro belassen werden. (Analyse vom 20.09.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Deutsche Post-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
38,53 EUR -2,48% (20.09.2024, 08:55)

XETRA-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
39,62 EUR -0,702% (19.09.2024, 17:35)

ISIN Deutsche Post-Aktie:
DE0005552004

WKN Deutsche Post-Aktie:
555200

Ticker-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DHL

NASDAQ OTC-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DPSTF

Kurzprofil DHL Group:

DHL Group (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) vereint zwei starke Marken: DHL bietet umfangreiche Lösungen in den Bereichen Paketversand, Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce. Deutsche Post ist der größte Postdienstleister Europas und Marktführer im deutschen Briefmarkt. Der Konzern beschäftigt weltweit ca. 600.000 Mitarbeiter*innen. Im Jahr 2023 erzielte der Konzern einen Umsatz von 81,8 Milliarden Euro. (20.09.2024/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 20.09.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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