Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Nun sei es vorbei: Nach mehr als 62 Jahren stelle die DHL Group ihre Briefbeförderung per Flugzeug im Inland ein. So habe nun in der Nacht zu Donnerstag die letzte Maschine um kurz nach Mitternacht in Berlin abgehoben und sei nach Stuttgart geflogen. Kurz zuvor seien in Hannover, München und Stuttgart andere Flieger gestartet. Insgesamt etwa 1,5 Millionen Briefsendungen mit einem Gewicht von 53 Tonnen seien an Bord der sechs Maschinen gewesen.
Das entspreche lediglich drei Prozent der Briefmenge, die in Deutschland zuletzt täglich von der Post transportiert worden sei. Der DAX-Konzern verzichte in Zukunft auf derartige Brief-Transportflugzeuge, um Kosten zu senken und eine bessere Klimabilanz zu haben. Denn im Vergleich zu dieser Praxis sei der CO2-Ausstoß pro Brief auf dem Landweg um knapp 80 Prozent geringer.
"Wir beenden die Ära der Brief-Nachtflüge mit einem lachenden und einem weinenden Auge", habe der zuständige Post-Manager Marc Hitschfeld gesagt. "Auf der einen Seite ist der Brieftransport per Flugzeug innerhalb Deutschlands in Zeiten des Klimawandels nicht mehr zu rechtfertigen, auch weil es bei Briefen nicht mehr diese Eilbedürftigkeit wie noch vor Jahrzehnten gibt." Insofern sei das Ende der deutschen Luftpost eine gute Nachricht für die Umwelt, sage Hitschfeld.
Noch sei die Post gesetzlich verpflichtet, 80 Prozent der eingeworfenen Briefe am nächsten Werktag beim Empfänger abzugeben. Wegen dieses Zeitdrucks habe sie auch nach der Jahrtausendwende weiterhin auf die Flugzeug-Beförderung gesetzt, obwohl viele Menschen zur schnellen schriftlichen Kommunikation längst auf E-Mails, Handy-Nachrichten und Chats zurückgegriffen hätten statt auf Briefe. Derzeit werde das veraltete Postgesetz umfassend reformiert. Die Novelle sei zwar noch nicht verabschiedet, es sei aber politischer Konsens, den Zeitdruck auf die Post abzuschwächen. Daher benötige die Firma die Flüge nicht mehr und ziehe schon jetzt einen Schlussstrich.
Es sei durchaus möglich, dass einige Empfänger die Folgen des Nachtflug-Endes bemerken würden: Beispielsweise könnte die Beförderung von Briefen, die in weit entfernten Regionen Deutschlands aufgegeben worden seien, etwas länger dauern. Denn die durchschnittliche Beförderungszeit der Briefe werde sich durch das Ende der Transportflüge etwas verlängern - wie sehr, sage die Post nicht. Ganz ohne Flugzeuge komme die Post aber auch künftig nicht aus in ihrem Briefgeschäft: Bei Schreiben ins Ausland setze das Unternehmen weiterhin teilweise auf Luftpost, diese würden aber meist lediglich als Beiladung in regulären Passagiermaschinen transportiert.
Das Ende der Nachtflüge, weil endlich nicht mehr bestimmte Quoten erfüllt werden müssten, sei nicht nur gut für das Klima, sondern auch für die Gewinnentwicklung der DHL Group. Diesbezüglich dürfte es in den kommenden Jahren wieder nach oben gehen. Dementsprechend würden die Aussichten für die günstig bewertete Aktie gut bleiben. Wer bereits investiert ist, beachtet weiterhin den Stopp bei 34,00 Euro, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär" zur Deutsche Post-Aktie. (Analyse vom 28.03.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Deutsche Post-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
39,835 EUR -1,84% (28.03.2024, 09:13)
XETRA-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
40,49 EUR +0,72% (27.03.2024, 17:36)
ISIN Deutsche Post-Aktie:
DE0005552004
WKN Deutsche Post-Aktie:
555200
Ticker-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DHL
NASDAQ OTC-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DPSTF
Kurzprofil DHL Group:
DHL Group (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) vereint zwei starke Marken: DHL bietet umfangreiche Lösungen in den Bereichen Paketversand, Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce. Deutsche Post ist der größte Postdienstleister Europas und Marktführer im deutschen Briefmarkt. Der Konzern beschäftigt weltweit ca. 600.000 Mitarbeiter*innen. Im Jahr 2023 erzielte der Konzern einen Umsatz von 81,8 Milliarden Euro. (28.03.2024/ac/a/d)
Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Nun sei es vorbei: Nach mehr als 62 Jahren stelle die DHL Group ihre Briefbeförderung per Flugzeug im Inland ein. So habe nun in der Nacht zu Donnerstag die letzte Maschine um kurz nach Mitternacht in Berlin abgehoben und sei nach Stuttgart geflogen. Kurz zuvor seien in Hannover, München und Stuttgart andere Flieger gestartet. Insgesamt etwa 1,5 Millionen Briefsendungen mit einem Gewicht von 53 Tonnen seien an Bord der sechs Maschinen gewesen.
Das entspreche lediglich drei Prozent der Briefmenge, die in Deutschland zuletzt täglich von der Post transportiert worden sei. Der DAX-Konzern verzichte in Zukunft auf derartige Brief-Transportflugzeuge, um Kosten zu senken und eine bessere Klimabilanz zu haben. Denn im Vergleich zu dieser Praxis sei der CO2-Ausstoß pro Brief auf dem Landweg um knapp 80 Prozent geringer.
"Wir beenden die Ära der Brief-Nachtflüge mit einem lachenden und einem weinenden Auge", habe der zuständige Post-Manager Marc Hitschfeld gesagt. "Auf der einen Seite ist der Brieftransport per Flugzeug innerhalb Deutschlands in Zeiten des Klimawandels nicht mehr zu rechtfertigen, auch weil es bei Briefen nicht mehr diese Eilbedürftigkeit wie noch vor Jahrzehnten gibt." Insofern sei das Ende der deutschen Luftpost eine gute Nachricht für die Umwelt, sage Hitschfeld.
Noch sei die Post gesetzlich verpflichtet, 80 Prozent der eingeworfenen Briefe am nächsten Werktag beim Empfänger abzugeben. Wegen dieses Zeitdrucks habe sie auch nach der Jahrtausendwende weiterhin auf die Flugzeug-Beförderung gesetzt, obwohl viele Menschen zur schnellen schriftlichen Kommunikation längst auf E-Mails, Handy-Nachrichten und Chats zurückgegriffen hätten statt auf Briefe. Derzeit werde das veraltete Postgesetz umfassend reformiert. Die Novelle sei zwar noch nicht verabschiedet, es sei aber politischer Konsens, den Zeitdruck auf die Post abzuschwächen. Daher benötige die Firma die Flüge nicht mehr und ziehe schon jetzt einen Schlussstrich.
Es sei durchaus möglich, dass einige Empfänger die Folgen des Nachtflug-Endes bemerken würden: Beispielsweise könnte die Beförderung von Briefen, die in weit entfernten Regionen Deutschlands aufgegeben worden seien, etwas länger dauern. Denn die durchschnittliche Beförderungszeit der Briefe werde sich durch das Ende der Transportflüge etwas verlängern - wie sehr, sage die Post nicht. Ganz ohne Flugzeuge komme die Post aber auch künftig nicht aus in ihrem Briefgeschäft: Bei Schreiben ins Ausland setze das Unternehmen weiterhin teilweise auf Luftpost, diese würden aber meist lediglich als Beiladung in regulären Passagiermaschinen transportiert.
Das Ende der Nachtflüge, weil endlich nicht mehr bestimmte Quoten erfüllt werden müssten, sei nicht nur gut für das Klima, sondern auch für die Gewinnentwicklung der DHL Group. Diesbezüglich dürfte es in den kommenden Jahren wieder nach oben gehen. Dementsprechend würden die Aussichten für die günstig bewertete Aktie gut bleiben. Wer bereits investiert ist, beachtet weiterhin den Stopp bei 34,00 Euro, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär" zur Deutsche Post-Aktie. (Analyse vom 28.03.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Deutsche Post-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
39,835 EUR -1,84% (28.03.2024, 09:13)
XETRA-Aktienkurs Deutsche Post-Aktie:
40,49 EUR +0,72% (27.03.2024, 17:36)
ISIN Deutsche Post-Aktie:
DE0005552004
WKN Deutsche Post-Aktie:
555200
Ticker-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DHL
NASDAQ OTC-Symbol Deutsche Post-Aktie:
DPSTF
Kurzprofil DHL Group:
DHL Group (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) vereint zwei starke Marken: DHL bietet umfangreiche Lösungen in den Bereichen Paketversand, Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce. Deutsche Post ist der größte Postdienstleister Europas und Marktführer im deutschen Briefmarkt. Der Konzern beschäftigt weltweit ca. 600.000 Mitarbeiter*innen. Im Jahr 2023 erzielte der Konzern einen Umsatz von 81,8 Milliarden Euro. (28.03.2024/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 28.03.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.