Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Heute gehe es los: Im aktuellen Ringen um einen neuen Tarifvertrag bei der Deutschen Post habe die Kommunikationsgewerkschaft DPV zu Warnstreiks in Karlsruhe und Umgebung aufgerufen. Der Ausstand laufe von Donnerstagmorgen bis Samstagabend. Die Organisation fordere ein Entgeltplus von 8 Prozent für die bundesweit rund 170.000 Briefträger, Paketzusteller, Sortierer und anderen Beschäftigten. Pro Monat wären das 350 Euro. Die größere Konkurrenzgewerkschaft ver.di fordert 7 Prozent. Aus Sicht des Managements wären solche Entgelterhöhungen für die Firma wirtschaftlich nicht darstellbar, schließlich schrumpften die Briefmengen im Digitalzeitalter und der Investitionsbedarf in eine klimaschonende Logistik sei hoch.
Bei dem Warnstreik gehe es um die sogenannte Post-Niederlassung Betrieb Karlsruhe, die unter anderem die Paket-Zustellbasis in Karlsruhe-Knielingen sowie Zustellstützpunkte in Rastatt (Baden-Württemberg), Bad Bergzabern und Landau (beide Rheinland-Pfalz) umfasse.
Aus den Firmenstandorten in diesem Niederlassungsbereich, in dem nach Angaben der DPVKOM insgesamt rund 6.000 Postlerinnen und Postler arbeiten würden, würden Zustellungen in Kommunen wie Hauenstein (Rheinland-Pfalz) sowie in Städten wie Crailsheim, Sinsheim, Baden-Baden, Pforzheim und Heilbronn (Baden-Württemberg) erfolgen.
Die Gewerkschaft schätze, dass wegen des Warnstreiks in den kommenden Tagen in Nordbaden und in der Südpfalz bis zu 20.000 Pakete und mehr als 10.000 Briefe vorerst nicht zugestellt würden.
Am Donnerstag erwarte die DPVKOM in Landau mehrere Hundert Beschäftigte bei einer Protestkundgebung. Die Tarifverhandlungen zwischen der Post und der Gewerkschaft ver.di hätten am Dienstag begonnen.
Die mit Abstand einflussreichste Gewerkschaft bei der Post sei ver.di, die der Tarifpartner des Unternehmens sei und entsprechende Verhandlungen führe. Der Abschluss gelte für alle Tarifbeschäftigten, nicht nur für die ver.di-Mitglieder, sondern auch für die DPVKOM-Mitglieder und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in keiner Gewerkschaft seien.
Die DPVKOM habe früher Deutscher Post-Verband geheißen, 1997 sei sie in Kommunikationsgewerkschaft DPV umbenannt worden (abgekürzt zu DPVKOM). Keine der Gewerkschaften veröffentliche die Zahl ihrer Mitglieder bei der Post - klar sei aber, dass ver.di deutlich mehr Mitglieder habe. Die DPVKOM sei in einigen Regionen stärker vertreten als anderswo, etwa in Magdeburg und Karlsruhe.
Schon vor dem Verhandlungsauftakt sei es anderswo in Deutschland zu Arbeitsniederlegungen gekommen, und zwar in der Post-Niederlassung Magdeburg, die für Sachsen-Anhalt und für den südöstlichen Teil von Niedersachsen zuständig sei. Nach dem eintägigen Warnstreik habe ein Post-Sprecher gesagt, es habe geringfügige Auswirkungen gegeben. Die Sendungen, die am Warnstreiktag liegengeblieben seien, seien einen Tag verspätet zugestellt worden.
Die Aktie der DHL Group arbeite indes weiterhin an einer Bodenbildung. Solange der Abwärtstrend aber noch intakt ist, sollte man vorerst weiter an der Seitenlinie verharren, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär" zur Deutsche Post-Aktie. (Analyse vom 09.01.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (09.01.2025/ac/a/d)
Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Heute gehe es los: Im aktuellen Ringen um einen neuen Tarifvertrag bei der Deutschen Post habe die Kommunikationsgewerkschaft DPV zu Warnstreiks in Karlsruhe und Umgebung aufgerufen. Der Ausstand laufe von Donnerstagmorgen bis Samstagabend. Die Organisation fordere ein Entgeltplus von 8 Prozent für die bundesweit rund 170.000 Briefträger, Paketzusteller, Sortierer und anderen Beschäftigten. Pro Monat wären das 350 Euro. Die größere Konkurrenzgewerkschaft ver.di fordert 7 Prozent. Aus Sicht des Managements wären solche Entgelterhöhungen für die Firma wirtschaftlich nicht darstellbar, schließlich schrumpften die Briefmengen im Digitalzeitalter und der Investitionsbedarf in eine klimaschonende Logistik sei hoch.
Bei dem Warnstreik gehe es um die sogenannte Post-Niederlassung Betrieb Karlsruhe, die unter anderem die Paket-Zustellbasis in Karlsruhe-Knielingen sowie Zustellstützpunkte in Rastatt (Baden-Württemberg), Bad Bergzabern und Landau (beide Rheinland-Pfalz) umfasse.
Aus den Firmenstandorten in diesem Niederlassungsbereich, in dem nach Angaben der DPVKOM insgesamt rund 6.000 Postlerinnen und Postler arbeiten würden, würden Zustellungen in Kommunen wie Hauenstein (Rheinland-Pfalz) sowie in Städten wie Crailsheim, Sinsheim, Baden-Baden, Pforzheim und Heilbronn (Baden-Württemberg) erfolgen.
Die Gewerkschaft schätze, dass wegen des Warnstreiks in den kommenden Tagen in Nordbaden und in der Südpfalz bis zu 20.000 Pakete und mehr als 10.000 Briefe vorerst nicht zugestellt würden.
Am Donnerstag erwarte die DPVKOM in Landau mehrere Hundert Beschäftigte bei einer Protestkundgebung. Die Tarifverhandlungen zwischen der Post und der Gewerkschaft ver.di hätten am Dienstag begonnen.
Die mit Abstand einflussreichste Gewerkschaft bei der Post sei ver.di, die der Tarifpartner des Unternehmens sei und entsprechende Verhandlungen führe. Der Abschluss gelte für alle Tarifbeschäftigten, nicht nur für die ver.di-Mitglieder, sondern auch für die DPVKOM-Mitglieder und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in keiner Gewerkschaft seien.
Die DPVKOM habe früher Deutscher Post-Verband geheißen, 1997 sei sie in Kommunikationsgewerkschaft DPV umbenannt worden (abgekürzt zu DPVKOM). Keine der Gewerkschaften veröffentliche die Zahl ihrer Mitglieder bei der Post - klar sei aber, dass ver.di deutlich mehr Mitglieder habe. Die DPVKOM sei in einigen Regionen stärker vertreten als anderswo, etwa in Magdeburg und Karlsruhe.
Schon vor dem Verhandlungsauftakt sei es anderswo in Deutschland zu Arbeitsniederlegungen gekommen, und zwar in der Post-Niederlassung Magdeburg, die für Sachsen-Anhalt und für den südöstlichen Teil von Niedersachsen zuständig sei. Nach dem eintägigen Warnstreik habe ein Post-Sprecher gesagt, es habe geringfügige Auswirkungen gegeben. Die Sendungen, die am Warnstreiktag liegengeblieben seien, seien einen Tag verspätet zugestellt worden.
Die Aktie der DHL Group arbeite indes weiterhin an einer Bodenbildung. Solange der Abwärtstrend aber noch intakt ist, sollte man vorerst weiter an der Seitenlinie verharren, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär" zur Deutsche Post-Aktie. (Analyse vom 09.01.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (09.01.2025/ac/a/d)
Archivbeitrag vom 09.01.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.