Aktien des Tages

Deutsche Post Aktie im Fokus: Speziallogistik für Gesundheitsbranche im Ausbau

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Deutsche Post-Aktienanalyse von XTB:

Die Experten von XTB nehmen die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DHL, NASDAQ OTC-Symbol: DPSTF) in einer aktuellen Marktanalyse unter die Lupe.

Short Cut:

DHL wolle bis 2030 gut 2 Mrd. EUR weltweit in die Speziallogistik der Gesundheitsbranche investieren. Dieses Segment sei margenstark und könnte die Ergebnissituation, die im letzten Jahr rückläufig gewesen sei, stabilisieren helfen.

Fundamentaldaten

• aktueller Preis: 33,55 EUR
• Marktkapitalisierung: 39,45 Mrd. EUR
• Umsatz 2024: 84,19 Mrd. EUR
• Eigenkapitalquote (2023): 33,50%
• KGV 2025*: 11,28
• 4 Wochen Performance: +7,87%
• Bewertung: stark unterbewertet
• Div. Rendite 2025*: 5,30%
• Branche: Gütertransport
* Prognose

Parkettgeflüster

Der Konzernumsatz habe 2024 auf 84,2 Mrd. EUR gesteigert werden können, was einer Steigerung um 2,4 Mrd. EUR bzw. 3 Prozent entspreche. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) sei hingegen um gut 500 Mio. EUR auf 5,886 Mrd. EUR zurückgegangen. Es handle sich damit um den zweiten Rückgang in Folge. Die Umsatzrendite sei auf 7,0 Prozent gefallen, nachdem sie 2021 noch bei 9,8 Prozent gelegen habe. Auch das Konzernjahresergebnis habe mit 3.332 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 3.675 Mio. EUR gelegen. DHL habe im abgelaufenen Geschäftsjahr allerdings die Eigenkapitalquote von 34,2 Prozent auf 34,6 Prozent erhöhen können. 2024 seien weltweit 601.723 Menschen bei DHL beschäftigt gewesen. Damit zähle DHL zu den größten Arbeitgebern weltweit.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie habe 2024 bei 2,86 EUR nach 3,09 EUR im Vorjahr gelegen. Trotz der rückläufigen Ergebniszahlen schütte der Konzern 2024 eine Dividende von 1,85 EUR aus.

DHL habe angekündigt, ihr Angebot an Speziallogistik für die Gesundheitsbranche ausbauen zu wollen. Dafür werde der Konzern bis 2030 weltweit ca. 2 Mrd. EUR investieren. Die Hälfte des Investments solle in die USA fließen. DHL sehe gerade in diesem Segment ein hohes Wachstumspotenzial. Vor allem die Nachfrage nach Lieferketten-Dienstleistungen werde in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Geplant sei, die mit der Gesundheitsbranche generierten Umsätze bis 2030 zu verdoppeln. Ziel des Unternehmens sei es, in dem margenstarken Geschäft neue Nischen zu besetzen, um damit auch einen breiteren Teil der Nachfrage zu bedienen.

Chartcheck - Betrachtung im Tageschart


Einschätzung Tageschart, Prognose: bärisch

Die Aktie habe Anfang August ein Hoch bei 42,40 EUR formatiert. Dieses Hoch sei jedoch direkt abverkauft worden. Der Anteilsschein habe es zwar geschafft, nachfolgend eine kleine Erholungsbewegung abzubilden, diese habe jedoch ebenfalls keine Substanz gezeigt. Ab Mitte September sei es sukzessive abwärts gegangen. Die Erholungen, die sich bis Mitte Januar eingestellt hätten, seien direkt wieder abverkauft worden. Nach einer kleineren Entlastungsbewegung sei das Januartief erneut angelaufen, aber nicht ganz erreicht worden.

Der Februar sei von deutlichem Kaufinteresse geprägt gewesen. Die Aktie habe sich gestern mit einem GAP-up deutlich über die 43 EUR-Marke schieben können. Zwar habe sich nachfolgend auch etwas Schwäche eingestellt, das Papier habe es zunächst geschafft, sich im Bereich der 42 EUR zu etablieren, diese Marke jedoch anschließend wieder aufgegeben. Es sei dynamisch und mit Momentum abwärts gegangen. Die Aktie sei in den letzten beiden Handelswochen deutlich unter die 200-Tage-Linie (aktuell bei 40,60 EUR) gefallen und habe sich aktuell verbindlich darunter etabliert.

Damit habe sich das Tageschart bärisch eingetrübt. Solange die Aktie per Tagesschluss unter der 200-Tage-Linie notiere, könnte die Schwäche weiterhin anhalten. Denkbare Anlaufziele auf der Unterseite könnten zunächst bei 29,68 EUR liegen. Könne das Papier dort keinen Boden formatieren, so könnten sich die Rücksetzer weiter in Richtung der 25 EUR-Marke ausdehnen.

Das Wertpapier könnte im Zuge von Erholungsbewegungen zunächst an die 200-Tage-Linie laufen. Im Chart sei erkennbar, dass diese Linie in den letzten Handelsmonaten immer wieder ein harter Widerstand gewesen sei. Erst in diesem Jahr habe sich die Aktie verbindlich über diese Durchschnittslinie schieben können. Sollte diese Linie erneut angelaufen werden, so habe das Papier das Problem, dass es sich auch direkt über die 50-Tage-Linie (aktuell bei 38,28 EUR) schieben müsste, um wieder Perspektive auf die 20-Tage-Linie (aktuell bei 34,64 EUR) zu erlangen. Somit gelte, dass die Kursmuster im Dunstkreis der 200-Tage-Linie / 50-Tage-Linie engmaschig beobachtet werden sollten, sollte die Aktie diese Linien wieder anlaufen. Perspektiven auf das Jahreshoch eröffne das Papier aber erst wieder, wenn es sich über der 20-Tage-Linie festgesetzt habe.

Übergeordneter Ausblick Tageschart - Langfristig orientierte Anleger (nächste 12-18 Monate)

Solange das Wertpapier per Tagesschluss unter der 200-Tage-Linie notiere, solange sei der Fokus auf die Unterseite zu legen. Perspektiven auf des Jahreshoch habe die Aktie erst dann wieder, wenn es ihr gelinge, sich über der 20-Tage-Linie festzusetzen.

Die Experten von XTB würden auf Basis ihrer Analyse mit einer seitwärts / abwärts gerichteten Entwicklung rechnen. Daraus würden sich die folgenden Wahrscheinlichkeiten ergeben:

• Wahrscheinlichkeit Bull Szenario auf Basis des XTB-Setups: 40%
• Wahrscheinlichkeit Bear Szenario auf Basis des XTB-Setups: 60%

Betrachtung im 4h Chart:


Einschätzung 4h Chart, Prognose: bärisch

Die Aktie habe sich im Rahmen der Schwäche im 4. Quartal des letzten Jahres im Dunstkreis der SMA20 (aktuell bei 37,66 EUR) und der SMA50 (aktuell bei 40,06 EUR) festsetzen können. Der Anteilsschein habe sich von Mitte Dezember bis Mitte Januar stabilisieren können. Die Erholung Mitte Januar habe zunächst keine Substanz gezeigt. Teile der Bewegung seien wieder abverkauft worden. Es sei im Rahmen der Rücksetzer wieder abwärts gegangen, wobei das Januartief nicht erreicht worden sei. Anfang Februar habe sich Kaufinteresse eingestellt. Die Aktie habe sich sukzessive aufwärts schieben können. Im Chart sei gut erkennbar, dass das Wertpapier an der SMA20 aufwärts gelaufen sei. Es sei mit einem GAP-up an und über die 43 EUR-Marke gegangen und nach einer Seitwärtsbewegung sei es wieder deutlich abwärts unter alle drei Durchschnittslinien gegangen.

Damit sei auch das 4h-Chart bärisch zu interpretieren. Solange die Aktie unter der SMA20 notiere, könne sich weitere Schwäche einstellen, die die in der Tagesbetrachtung gewürdigten Anlaufziele erreichen könne.

Sollten sich Erholungen einstellen, so könnten diese zunächst an die SMA20 bzw. die SMA200 (aktuell bei 37,40 EUR) führen. Auch auf dieser Zeitebene habe die Aktie das Problem bzw. stehe vor der Herausforderung, dass sich das Papier über die beiden Linien schieben und etablieren müsse. Sollten diese beiden Durchschnittslinien angelaufen werden, so bleibe aber abzuwarten, ob die Aktie die Kraft habe, sich auch über diesen beiden Linien zu etablieren.

Übergeordneter Ausblick 4h Chart - Kurzfristig orientierte Anleger (nächste 3 Monate)

Die Aktie müsse sich wieder zurück über die SMA20 / SMA200 schieben und sich über dieser Linie etablieren. Gelinge diese Bewegung, so könnte zunächst das GAP geschlossen und dann die SMA50 angelaufen werden.

Die Experten von XTB würden auf Basis ihrer Analyse mit einer seitwärts / abwärts gerichteten Entwicklung rechnen. Daraus würden sich die folgenden Wahrscheinlichkeiten ergeben:

• Wahrscheinlichkeit Bull Szenario auf Basis des XTB-Setups: 40%
• Wahrscheinlichkeit Bear Szenario auf Basis des XTB-Setups: 60%

Widerstände

• 37,25
• 37,40
• 37,55
• 37,66
• 38,32
• 38,72 (GAP)
• 40,06
• 40,29
• 40,58 (GAP)
• 40,60
• 40,78 (GAP)
• 44,04
• 45,66

Unterstützungen

• 32,23
• 29,68
• 25,74
• 23,65
• 20,73
• 19,55
• 19,10
• 15,26

(Analyse vom 08.04.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (08.04.2025/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 08.04.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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