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Deutsche Grundstücksauktionen Aktie: Umsatz steigt um 11% - 2025 als Wendepunkt?

Augsburg (www.aktiencheck.de) - Deutsche Grundstücksauktionen-Aktienanalyse von der GBC AG:

Matthias Greiffenberger und Cosmin Filker, Aktienanalysten der GBC AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutsche Grundstücksauktionen AG (DGA) (ISIN: DE0005533400, WKN: 553340, Ticker-Symbol: DGR) zu kaufen.

Im Geschäftsjahr 2024 habe die DGA in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld eine spürbare operative Erholung gegenüber dem Vorjahr erzielen können. Nach dem drastischen Rückgang des Objektumsatzes im Jahr 2023 habe die Gruppe im Berichtsjahr einen Anstieg des Objektumsatzes um rund 11,2% auf 73,87 Mio. EUR (VJ: 66,44 Mio. EUR) verzeichnet. Die Anzahl der versteigerten Immobilien sei von 1.216 auf 1.456 gestiegen, was ebenfalls einen positiven Trend markiere.

Trotz der gestiegenen Umsätze sei die Ertragslage belastet geblieben: Das bereinigte Netto-Aufgeld, als wichtigste Ertragsgröße der DGA, habe sich nur moderat um 5,1% auf 7,43 Mio. EUR (VJ: 7,07 Mio. EUR) erhöht, sei aber weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2022 (12,29 Mio. EUR) zurückgeblieben. Kostenseitig hätten sich bereits eingeleitete Einsparmaßnahmen positiv ausgewirkt, sodass sich das EBITDA auf -0,36 Mio. EUR verbessert habe (VJ: -2,11 Mio. EUR). Auch das Jahresergebnis sei mit -0,42 Mio. EUR geringer negativ ausgefallen als im Vorjahr (-1,88 Mio. EUR), markiere jedoch weiterhin keinen vollständigen Turnaround.

Die Entwicklung sei innerhalb des Jahres heterogen verlaufen. Während das erste Quartal nur leicht über dem Vorjahresniveau gelegen habe, sei es im dritten Quartal mit einem Objektumsatz von 20,6 Mio. EUR erstmals seit Ende 2022 wieder zu einer signifikanten Belebung gekommen. Das vierte Quartal habe diesen Schwung jedoch nicht halten können und sei mit 17,1 Mio. EUR unter den Erwartungen geblieben.

Strategisch bleibe die DGA breit aufgestellt: Private und gewerbliche Auftraggeber würden die größte Kundengruppe mit einem Objektumsatz von 56 Mio. EUR bleiben. Verkäufe im Rahmen der bestehenden Rahmenverträge mit der öffentlichen Hand hätten rund 13 Mio. EUR ausgemacht und seien damit um über 18% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die DGA habe ihre Marktführerschaft mit einem Gruppenmarktanteil von 83,5% (VJ: 79,2%) weiter ausbauen können.

Für die Jahre 2025 bis 2027 würden die Analysten der GBC AG bei der DGA mit einer nachhaltigen Rückkehr in die Profitabilität rechnen, getragen von einer moderaten Markterholung im deutschen Immobiliensektor, einer sukzessiven Normalisierung der Transaktionstätigkeit sowie den in den vergangenen beiden Geschäftsjahren implementierten strukturellen Effizienzmaßnahmen. Nach zwei verlustreichen Jahren befinde sich das Unternehmen in einer Übergangsphase, in der die Weichen für langfristiges Wachstum gestellt worden seien. Der Fokus liege auf der nachhaltigen Rückkehr zu einem stabilen Ergebnisniveau, getragen vom bewährten Auktionsmodell der DGA, das sich auf ein belastbares Einlieferernetzwerk sowie langjährig etablierte Rahmenverträge mit öffentlichen Auftraggebern stütze.

Für das Geschäftsjahr 2025 würden die Analysten der GBC AG einen Anstieg des bereinigten Netto-Aufgelds auf 9,00 Mio. EUR erwarten, was einem Zuwachs von knapp 21% gegenüber dem Vorjahr entspreche. Die zugrunde liegende Annahme basiere auf einem gruppenweiten Objektumsatzvolumen von etwa 80 Mio. EUR. Die DGA dürfte dabei insbesondere von einer gestiegenen Abschlusswahrscheinlichkeit profitieren, da sich Verkäufer zunehmend an die neue Marktrealität anpassen und Kaufpreisvorstellungen auf beiden Seiten konvergieren würden. Gleichzeitig führe die anhaltende Zurückhaltung im Neubausegment dazu, dass Auktionen als Transaktionsformat mit hoher Sichtbarkeit und Effizienz wieder stärker in den Fokus rücken würden.

Auf der Kostenseite würden die im Geschäftsjahr 2023 initiierten Maßnahmen zur strukturellen Verschlankung erstmals in vollem Umfang wirksam. Im Vergleich zu den Vorjahren hätten die fixen Verwaltungskosten auf Gruppenebene um über eine Million Euro gesenkt werden können. Damit sinke der Break-even-Schwellenwert deutlich. Bei einem Umsatzniveau, wie es für 2025 angenommen werde, sollte die DGA nicht nur in die operative Gewinnzone zurückkehren, sondern auch wieder ein positives Nettoergebnis erzielen. Die Analysten der GBC AG würden mit einem Jahresüberschuss von 0,50 Mio. EUR rechnen, womit die Gesellschaft erstmals seit 2022 wieder ein positives Konzernergebnis ausweisen würde.

Für das Jahr 2026 würden die Analysten der GBC AG mit einer Fortsetzung dieser positiven Entwicklung rechnen. Die zunehmende Marktstabilität sowie das erwartete moderate Zinsumfeld dürften sich weiterhin positiv auf die Investitions- und Finanzierungsmöglichkeiten potenzieller Käufer auswirken. Parallel dazu sollte das verbesserte Sentiment unter gewerblichen wie auch privaten Eigentümern positive Effekte haben, was sich bereits 2024 in einer höheren Einlieferungsbereitschaft und einem breiteren Angebotsmix niedergeschlagen habe.

In Verbindung mit der anhaltend hohen Transaktionsquote in den Auktionen, zuletzt bei über 80%, dürfte sich aus Sicht der Analysten das Netto-Aufgeld auf rund 11,50 Mio. EUR erhöhen. Das entspreche einem weiteren Anstieg um mehr als 27% gegenüber 2025. Der Jahresüberschuss sollte entsprechend auf 1,08 Mio. EUR ansteigen und reflektiere eine wiederhergestellte Ertragskraft, die eine Rückkehr zu einer dividendenfähigen Struktur begünstige.

Für das Geschäftsjahr 2027 würden die Analysten der GBC AG von einer Fortsetzung dieser positiven Entwicklung ausgehen. Zwar sei nicht mit einem exponentiellen Wachstum zu rechnen, jedoch dürfte sich die Kombination aus stabilen Einliefererbeziehungen sowie einer fortlaufenden Durchdringung neuer Käufergruppen positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

Das bereinigte Netto-Aufgeld würden die Analysten der GBC AG auf 12,50 Mio. EUR schätzen. Unter dem Strich sollte die DGA ihrer Einschätzung nach im Jahr 2027 einen Jahresüberschuss von rund 1,61 Mio. EUR erzielen. Damit wäre der Bilanzverlust aus 2023/2024 vollständig abgebaut und die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der Dividendenzahlung geschaffen.

Im Rahmen ihres DCF-Bewertungsmodells hätten die Analysten der GBC AG ein Kursziel in Höhe von 12,85 EUR (bisher: 12,75 EUR) ermittelt. Die Anhebung des Kursziels spiegele die fortgeschrittene Prognoseperiode wider, innerhalb derer die Analysten der GBC AG auf Basis der bisherigen Geschäftsentwicklung nun für das kommende Jahr ein höheres Ergebnisniveau erwarten würden.

Matthias Greiffenberger und Cosmin Filker, Aktienanalysten der GBC AG, raten die Aktie der Deutsche Grundstücksauktionen AG zu kaufen. (Analyse vom 10.06.2025)

Bezüglich der in der Analyse besprochenen Wertpapiere oder Finanzinstrumente besteht folgender möglicher Interessenskonflikt:

(5a) GBC AG oder eine mit ihr verbundene juristische Person hat in den vorangegangenen 12 Monaten eine Vereinbarung über die Erstellung von Researchberichten gegen Entgelt mit diesem Unternehmen oder Emittenten des analysierten Finanzinstruments getroffen. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde dem Emittent der Entwurf der Finanzanalyse (ohne Bewertungsteil) vor Veröffentlichung zugänglich gemacht.

(7) Der zuständige Analyst, der Chefanalyst, der stellvertretende Chefanalyst und oder eine sonstige an der Studienerstellung beteiligte Person hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Anteile oder sonstige Finanzinstrumente an diesem Unternehmen.

(11) GBC AG oder eine mit ihr verbundene juristische Person hat bedeutende finanzielle Interessen an dem analysierten Unternehmen, wie z.B. die Gewinnung und/oder Ausübung von Mandaten beim analysierten Unternehmen bzw. die Gewinnung und/oder Erbringung von Dienstleistungen für das analysierte Unternehmen (z.B. Präsentation auf Konferenzen, Roundtables, Roadshows etc.).

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (11.06.2025/ac/a/nw)

Archivbeitrag vom 11.06.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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