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Kolumnist: Holger Steffen

Deutsche Bank: Viel in der Pipeline




11.12.20 09:46
Holger Steffen

Die Deutsche Bank liefert dem Kapitalmarkt derzeit reichlich Gesprächsstoff. Mitte der Woche veranstaltete das größte private Kreditinstitut des Landes einen Investorentag. Dort stand vor allem im Mittelpunkt, dass man seine Kostenziele nochmals verschärfen wolle. Bis 2022 will die Deutsche Bank die jährlichen operativen Kosten auf 16,7 Milliarden Euro drücken. Im vergangenen Jahr lag das Kreditinstitut auf dieser Basis bei noch 21,5 Milliarden Euro.


Gute und schlechte Nachrichten gab es von der Sparte Unternehmensbank. Hier wurde das Ertragsziel von zuvor 3 Prozent Wachstum auf nur noch 1 Prozent gekürzt. Begründet wurde dies mit dem weiterhin niedrigen Zinsumfeld und Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite.


Dieselbe Sparte hatte allerdings zuvor für interessante und durchaus positive Schlagzeilen gesorgt. Denn der Spartenchef rückte das Interesse in den Mittelpunkt, dass sich die Deutsche Bank wieder stärker im Geschäft mit Zahlungsabwicklungen engagieren will. Hier hatte man vor acht Jahren einen faktischen Schlussstrich gezogen, weil man mit den damaligen Schmuddel-Branchen bei diesem Thema nichts zu tun haben wollte.


Doch inzwischen hat sich dieses Segment deutlich gewandelt. So stellt Spartenchef Stefan Hobbes in Aussicht, dass man die bislang angefallenen Gebühreneinnahmen von rund 100 Millionen Euro pro Jahr für die Zahlungsabwicklung in den nächsten drei Jahren mindestens verdoppeln will. Klingt erst mal ziemlich konservativ. Was prinzipiell nachvollziehbar ist, da der Markt für Zahlungsabwicklungen inzwischen sehr dicht besetzt ist, auch ohne eine Wirecard.


Dennoch könnte hier weitaus mehr drin sein. Interessant dürfte es auch werden, wie sich das Geschäft im Investmentbanking weiter gestaltet. Dieses soll wegen der augenblicklichen Schwäche der Unternehmensbank seinen Beitrag in den kommenden Jahren ausbauen. Geplant ist, dass das Investmentbanking in zwei Jahren rund ein Drittel zum Konzernertrag beisteuert. Bei der Deutsche Bank sind also viele Pläne in der Pipeline.


Wobei man hier sicherlich aus einer etwas stärkeren Position heraus nun ans Werk gehen kann, da nach Unternehmensangaben das Thema Kapital und Finanzierung vom Tisch sein sollte. Der Markt wird dies sicherlich sehr gespannt verfolgen. In den letzten Tagen ging es zwar mit der Aktie wieder etwas abwärts. Sollte sie sich jedoch im Bereich von neun Euro fangen können, wäre hier sicherlich eine Anfangsposition oder eine Aufstockung bestehender Engagements denkbar.




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