Aktien des Tages

Daimler Truck Aktie im Fokus: Gewinnrückgang - Investitionen in Digitalisierung und Dekarbonisierung steigen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Daimler Truck-Aktienanalyse von XTB:

Die Experten von XTB nehmen die Aktie der Daimler Truck Holding AG (ISIN: DE000DTR0CK8, WKN: DTR0CK, Ticker-Symbol: DTG) in einer aktuellen Marktanalyse unter die Lupe.

Short Cut:

Die Transportbranche befinde sich inmitten einer grundlegenden Transformation. Daimler Truck lege den Fokus auf emissionsfreie Fahrzeuge, wobei die Kombination aus batterieelektrischen und wasserstoffbasierten Antriebstechnologien erforderlich sein werde. Um dieses Ziel zu erreichen, werde der Konzern auch zukünftig auf Kooperationen setzen, um bezüglich der notwendigen Investitionen effizient aufgestellt zu sein.

Fundamentaldaten

• aktueller Preis: 37,00 EUR
• Marktkapitalisierung: 28,52 Mrd. EUR
• Umsatz 2023: 54,08 Mrd. EUR
• Eigenkapitalquote (2023): 31,81%
• KGV 2025*: 8,24
• 4 Wochen Performance: -2,10%
• Bewertung: leicht unterbewertet
• Div. Rendite 2025*: 5,34%
• Branche: Gütertransport
* Prognose

Parkettgeflüster

Der Konzernumsatz sei 2024 gegenüber 2023 um 3 Prozent auf 54.077 Mio. EUR gesunken. Abgesetzt worden seien im letzten Jahr insgesamt 460.409 Einheiten, was ein Minus von 12 Prozent darstelle. Der Anteil der emissionsfreien Fahrzeuge habe unter einem Prozent gelegen. Das bereinigte EBIT habe sich auf 4.667 Mio. EUR belaufen und damit 15 Prozent unter dem Wert des Vorjahres gelegen. Das Konzernergebnis habe um 23 Prozent von 3.971 Mio. EUR 2023 auf 3.066 Mio. EUR nachgegeben.

Gleichzeitig habe Daimler Truck die Sachinvestitionen 2024 um 38 Prozent auf 1.417 Mio. EUR gesteigert und die Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf 2.070 Mio. EUR erhöht, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent entspreche. Die Belegschaft sei 2023 um 1 Prozent auf 102.895 Mitarbeitende gesunken.

Ein Schwerpunkt zukünftiger Forschung und Entwicklung werde nicht nur die Dekarbonisierung sein, sondern auch die Digitalisierung. Zu Letzterem sei der Konzern ein Joint Venture mit der Volvo Group eingegangen. Ziel der Zusammenarbeit sei es, eine softwaredefinierte Fahrzeugplattform und ein spezialisiertes LKW-Betriebssystem zu entwickeln, das die Fahrzeuge intelligenter und vernetzter mache.

Chartcheck - Betrachtung im Tageschart


Einschätzung Tageschart, Prognose: neutral / bärisch

Das Wertpapier habe sich bis Mitte/Ende März 2024 deutlich und dynamisch erholen können. Es sei im Jahreshoch an die 47,63 EUR gegangen. Trotz einiger Versuche an den Folgetagen sei die Aktie nicht weitergekommen. Die Konsequenz sei gewesen, dass sich Rücksetzer eingestellt hätten, die kontinuierlich und langanhaltend gewesen seien. Zwar hätten sich bis Mitte September Erholungen eingestellt, diese seien nachfolgend jedoch jeweils gleich wieder abverkauft worden. Erst Mitte September habe sich die Aktie etwas überzeugender erholen können. Es sei vom Jahrestief bei 29,61 EUR aufwärts an und über die 33 EUR-Marke gegangen, über der sich das Wertpapier habe festsetzen können. Im weiteren Handelsverlauf sei es mit einer dynamischen Bewegung über die 39 EUR-Marke gegangen, über der sich die Aktie Anfang Januar habe etablieren können.

Im Tageschart sei erkennbar, dass sich das Papier in den letzten Handelstagen moderat habe erholen können. Es sei der dynamische Ausbruch an und über die 40 EUR-Marke erfolgt. Die Bewegung sei bis an die 43 EUR gegangen - ein Teil der Gewinne sei nachfolgend abgegeben worden, die Aktie habe es aber geschafft, sich Anfang März an ein neues Jahreshoch bei 45,07 EUR zu schieben. Die gesamte Bewegung sei nachfolgend jedoch wieder abverkauft worden. Es sei sehr dynamisch abwärts gegangen. Das Papier habe sich erst im Bereich der 35 EUR stabilisieren können und sich wieder bis über die 40 EUR-Marke erholt. Diese Bewegung habe jedoch keine Substanz gehabt. Im Chart sei erkennbar, dass die Gewinne dieser Entlastungsbewegung praktisch komplett wieder abgegeben worden seien.

Im Tageschart sei zudem erkennbar, dass die Aktie beim Rücksetzer Mitte März mit dem Kerzenkörper der Tageskerze auf die 200-Tage-Linie (aktuell bei 37,04 EUR) aufgesetzt habe. Von hier aus sei es im Zuge der Erholung wieder an die 50-Tage-Linie (aktuell bei 40,94 EUR) gegangen. Das Papier habe es aber nicht geschafft, sich über dieser Linie festzusetzen, zumal sicherlich auch die 20-Tage-Linie (aktuell bei 42,13 EUR) dabei eine Rolle gespielt habe, weshalb diese Kursmuster nicht hätten abgebildet werden können. In den letzten Handelstagen sei es wieder abwärts an die 200-Tage-Linie gegangen. Im Dunstkreis dieser Linie habe sich die Aktie wieder stabilisieren können, bisher jedoch nicht erholen.

Wesentlich und wichtig sei nun, dass sich die Aktie im Dunstkreis der 200-Tage-Linie halten könne. Die Relevanz dieser Linie lasse sich sehr gut aus dem Chart herauslesen. Sollte sich das Papier erholen können, so könne es wieder aufwärts an die 20-Tage-Linie gehen. Diese sei vor kurzem von oben durch die 50-Tage-Linie gelaufen, was als bärisches Momentum interpretiert werden könne. Sollte es das Papier schaffen, bis an die 20-Tage-Linie zu laufen, so wäre es ideal, wenn diese Linie mit Dynamik oder einem GAP up überwunden werden könne. Gelinge dies, so könne es weiter aufwärts an die 50-Tage-Linie gehen. Bullisch aufhellen würde sich das Chartbild aber erst dann, wenn es dem Wertpapier gelinge, sich verbindlich über dieser Linie zu etablieren. Könnten diese Kursmuster abgebildet werden, so könne es weiter aufwärts an das Jahreshoch und darüber hinaus an die 50/52 EUR-Marke gehen.

Könne sich die Aktie jedoch per Tagesschluss nicht im Dunstkreis der 200-Tage-Linie festsetzen und werde diese Linie nachfolgend wieder aufgegeben, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die das Potenzial hätten, zunächst die 33,91 EUR und übergeordnet die 29,61 EUR zu erreichen.

Übergeordneter Ausblick Tageschart - Langfristig orientierte Anleger (nächste 12-18 Monate)

Die Aktie müsse sich im Dunstkreis der 200-Tage-Linie halten. Sollte dies gelingen, so könnte es im Zuge von Aufwärtsimpulsen wieder in den Bereich der 20-Tage-Linie bzw. der 50-Tage-Linie gehen. Perspektiven auf die 50 / 52 EUR habe die Aktie dann, wenn sie sich verbindlich über der 50-Tage-Linie festgesetzt habe. Bärisch wäre das Chart zu interpretieren, wenn die Aktie sich unter der 200-Tage-Linie etabliert habe.

Die Experten von XTB würden auf Basis ihrer Analyse mit einer seitwärts / abwärts gerichteten Entwicklung rechnen. Daraus würden sich die folgenden Wahrscheinlichkeiten ergeben:

• Wahrscheinlichkeit Bull Szenario auf Basis des XTB-Setups: 35%
• Wahrscheinlichkeit Bear Szenario auf Basis des XTB-Setups: 65%

Betrachtung im 4h Chart:


Einschätzung 4h Chart, Prognose: bärisch

Das Papier habe sich ab Ende November zunächst sukzessive weiter aufwärts bewegen können. Im Nachgang dessen sei es allerdings zunächst seitwärts weitergegangen. Die Aktie habe offensichtliche Probleme gehabt, sich über die SMA20 (aktuell bei 38,02 EUR) und die SMA50 (aktuell bei 39,63 EUR) zu schieben. Diese beiden Durchschnittslinien hätten bei Erholungen stets ihre Anziehungskraft gehabt. Anfang Januar sei es dem Papier gelungen, sich von der SMA50 zu lösen und aufwärts zu laufen. Im Chart sei erkennbar, dass sich die Rücksetzer im Januar zunächst an der SMA20 und dann an der SMA50 hätten stabilisieren können.

Nach einem Rücksetzer, der Anfang März fast bis an die SMA200 (aktuell bei 40,18 EUR) geführt habe, habe in einer dynamischen Aufwärtsbewegung das Jahreshoch bei 45,07 EUR formatiert werden können. Dieses Hoch sei nachfolgend abverkauft worden. Es sei im Rahmen der Schwäche unter die SMA20/SMA50 und mit einem GAP down unter die SMA200 gegangen. Zwar habe eine Entlastungsbewegung abgebildet werden können, die über die SMA200 und SMA20 geführt habe, diese habe jedoch keine Substanz gehabt. In den letzten Handelstagen habe sich wieder Schwäche breitgemacht, die die Aktie erneut unter alle drei Durchschnittslinien geführt habe.

Das 4h Chart sei damit bärisch zu interpretieren. Solange das Wertpapier unter der SMA20 notiere, könne sich weitere Schwäche einstellen. Denkbare Anlaufziele auf der Unterseite seien bereits in der Tagesbetrachtung gewürdigt worden.

Sollten sich Erholungen einstellen, so könnten diese zunächst bis in den Bereich der SMA20 laufen. An dieser Durchschnittslinie bzw. im Dunstkreis derselben seien die Erholungsbewegungen zuletzt immer wieder ausgelaufen. Somit wäre es aus Sicht der Beobachter zwingend, dass sich die Aktie bei einem Überwinden dieser Linie direkt weiter aufwärts in Richtung der SMA50 schieben könne. Sollte sich die Erholung über der SMA50 dann weiter fortsetzen, so könnte die SMA200 angelaufen werden. Im Chart sei erkennbar, dass diese Linie in den letzten Handelsmonaten eine gute Unterstützung gewesen sei - denkbar sei, dass sie nun eine harte Barriere darstellen könne.

Übergeordneter Ausblick 4h Chart - Kurzfristig orientierte Anleger (nächste 3 Monate)

Solange die Aktie unter der SMA50 notiere, solange könnte sich die Schwäche weiter fortsetzen. Um wieder Perspektive auf das Jahreshoch zu haben, müsse sich die Aktie erneut verbindlich über der SMA200 etablieren.

Die Experten von XTB würden auf Basis ihrer Analyse mit einer seitwärts / aufwärts gerichteten Entwicklung rechnen. Daraus würden sich die folgenden Wahrscheinlichkeiten ergeben:

• Wahrscheinlichkeit Bull Szenario auf Basis des XTB-Setups: 60%
• Wahrscheinlichkeit Bear Szenario auf Basis des XTB-Setups: 40%

Widerstände

• 37,04
• 37,37
• 37,88
• 38,02
• 39,63
• 40,13
• 40,18
• 40,94
• 45,07
• 47,52
• 50,00
• 55,00

Unterstützungen

• 35,00
• 33,91
• 29,61
• 28,85
• 25,59
• 22,48

(Analyse vom 01.04.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (01.04.2025/ac/a/d)

Archivbeitrag vom 01.04.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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