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DWS verhandelt noch mit Asoka Wöhrmann über Abfindung - Aktiennews




10.06.22 14:37
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - DWS verhandelt noch mit Asoka Wöhrmann über Abfindung - Aktiennews

Aufgrund der Greenwashing-Vorwürfe tritt Asoka Wöhrmann von der Spitze der Deutsche-Bank (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB)-Fondstochter zurück, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Vereinbarung über das Ausscheiden werde noch ausgehandelt, habe DWS (ISIN: DE000DWS1007, WKN: DWS100, Ticker-Symbol: DWS)-Aufsichtsratschef Karl von Rohr auf der Hauptversammlung gesagt. Auch die Vergütungsfrage sei noch offen.

Die DWS verhandele noch mit dem scheidenden Chef Asoka Wöhrmann über die Modalitäten des Ausstiegs. Dies habe der DWS-Aufsichtsratsvorsitzende Karl von Rohr auf der virtuell abgehaltenen Hauptversammlung der Fondstochter der Deutschen Bank gesagt. "Asoka Wöhrmann hat sich im Einvernehmen mit der Gesellschaft entschieden, sein Mandat niederzulegen", habe von Rohr gesagt. Eine entsprechende Vereinbarung sei "gegenwärtig Gegenstand von Verhandlungen".

In der Folge der von der ehemaligen Nachhaltigkeitschefin Desiree Fixler erhobenen Greenwashing-Vorwürfe gegen die DWS hätten Ende Mai Staatsanwaltschaft, Finanzaufsicht Bafin sowie Bundeskriminalamt die Zentrale des Asset Managers durchsuche. Die Staatsanwaltschaft habe den Anfangsverdacht auf Kapitalanlagebetrug gesehen und ermittele gegen unbekannt. Die DWS bestreite die Vorwürfe vehement.

Vergütung unter Vorbehalt
In der Folge der Razzia habe die Deutsche-Bank-Tochter den Rücktritt des Vorsitzenden der Geschäftsführung verkündet. Eine mögliche Abfindungsvereinbarung für Wöhrmann unterliege den Konzernrichtlinien der Deutschen Bank, habe von Rohr auf der Aktionärsversammlung gesagt. Diese sähen zum Teil aufgeschobene Vergütungskomponenten vor ebenso wie eine sogenannte Claw-Back-Klausel. Solche Klauseln würden vorgeben, dass etwa im Falle eines nachgewiesenen Fehlverhaltens Vergütungsteile zurückgefordert werden könnzen.

Aufsichtsratschef von Rohr habe auf der DWS-Hauptversammlung auf mehrfache Nachfragen von Aktionären einmal mehr betont, dass das Haus vollumfänglich die Behörden bei den Ermittlungen unterstütze. Der Aufsichtsrat habe zudem einen Sonderausschuss eingerichtet, der sich regelmäßig über den Stand der Untersuchungen berichten lasse.

"Klare Konsequenzen ziehen"

Zugleich habe er betont, dass "wir sehr wohl klare Konsequenzen ziehen werden, sollte sich ein Fehlverhalten herausstellen". Noch gelte aber die Unschuldsvermutung. Die Arbeit des DWS-Aufsichtsrats habe von Rohr erneut verteidigt. Eine Prüfung der Vorwürfe von Fixler habe keinen Anlass für weitere Untersuchungen ergeben.

DWS-Investmentchef und Geschäftsführungsmitglied Stefan Kreuzkamp habe zudem darauf verwiesen, dass sich mögliche Kosten des Greenwashing-Skandals und der Aufwand für mögliche Vorsorgemaßnahmen "nicht seriös quantifizieren" lassen würden. "Es erscheint uns nicht angemessen, über mögliche Konsequenzen dieser Untersuchungen zu spekulieren", habe Kreuzkamp gesagt. Das Haus kooperiere mit der Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen. "Wir haben keine Erkenntnisse, wann und mit welchem Ergebnis das Verfahren abgeschlossen wird."

"Ich habe jeden Moment genossen"

Der scheidende DWS-Chef Wöhrmann habe in seiner bereits vorab veröffentlichten Rede als Grund für den Rücktritt auf die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen sowie Angriffe und Drohungen verwiesen, die "sowohl für die DWS als auch für mich und vor allem für meine Familie" zu einer Belastung geworden seien. Auf der Hauptversammlung habe Wöhrmann ergänzt, dass er zwei Jahrzehnte lang sein "Herzblut in die DWS" gesteckt habe. Als er 2018 zum DWS-Chef ernannt worden sei, sei dies die "Erfüllung meines Berufslebens" gewesen. "Ich habe jeden Moment genossen." An die Mitarbeiter gerichtet habe Wöhrmann gesagt: "Sie alle haben die DWS und mich erfolgreich gemacht."

Der Nachfolger an der DWS-Spitze, Stefan Hoops, habe sich in einer kurzen Videobotschaft den Aktionären vorgestellt. "Die DWS ist über meine ganze Karriere hinweg ein Leuchtturm der Vermögensverwaltung gewesen." Er trete seine neue Aufgabe mit Freude, aber auch mit einer Prise Demut an. Er sehe es als seine Aufgabe, das Vertrauen in die DWS wiederherzustellen.

Vertrauen entzogen

Die Fondsgesellschaft Union Investment wiederum habe angekündigt, "dem Aufsichtsrat und dem Vorstand auf der DWS-Hauptversammlung die Entlastung verweigern" zu wollen. Das habe der zentrale Anbieter der deutschen Genossenschaftsbanken der Nachrichtenagentur "Reuters" mitgeteilt. Auf der Hauptversammlung habe sich das Haus nicht dazu geäußert. Offenbar stoße den Genossen aber der Greenwashing-Skandal auf. Einige andere unabhängige DWS-Aktionäre hätten das ähnlich gesehen. Fast 20 Prozent hätten die Entlastung entsagt. Die Deutsche Bank, mit gut 80 Prozent klar Mehrheitseigner der DWS, habe aufgrund gesetzlicher Vorgaben bei der Entlastung nicht mit abstimmen dürfen.

Börsenplätze DWS-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs DWS-Aktie:
28,50 EUR -9,47% (10.06.2022, 14:28)

XETRA-Aktienkurs DWS-Aktie:
28,50 EUR -8,77% (10.06.2022, 14:12)

ISIN DWS-Aktie:
DE000DWS1007

WKN DWS-Aktie:
DWS100

Ticker-Symbol DWS-Aktie:
DWS

Kurzprofil DWS Group GmbH & Co. KGaA:

Die DWS Group (ISIN: DE000DWS1007, WKN: DWS100, Ticker-Symbol: DWS) ist einer der weltweit führenden Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 928 Milliarden Euro (Stand: 31. Dezember 2021). Sie blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung zurück und ist in Deutschland, Europa, Amerika und Asien für ihre exzellenten Leistungen bekannt. Weltweit vertrauen Kunden der DWS als Anbieter für integrierte Anlagelösungen. Sie wird über das gesamte Spektrum der Anlagedisziplinen hinweg als Quelle für Stabilität und Innovationen geschätzt.

Die DWS bietet Privatpersonen und Institutionen Zugang zu leistungsstarken Anlagekompetenzen in allen wichtigen Anlagekategorien sowie Lösungen, die sich an Wachstumstrends orientieren. Die vielfältige Expertise als Vermögensverwalter im Active-, Passive- und Alternatives-Geschäft sowie der starke Fokus auf Umwelt-, soziale und Governance-Faktoren ergänzen einander bei der Entwicklung gezielter Lösungskonzepte für Kunden. Das fundierte Know-how der Ökonomen, Research-Analysten und Anlageprofis werden im globalen CIO View zusammengefasst, der dem strategischen Anlageansatz als Leitlinie dient.

Die DWS möchte die Zukunft des Investierens gestalten. Dank ihrer rund 3.600 Mitarbeiter an Standorten in der ganzen Welt ist die DWS Group dabei lokal präsent und bildet gleichzeitig ein globales Team. (10.06.2022/ac/a/d)







 
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