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Compass Minerals Aktie: Profitabilität in Richtung der Niveaus früherer guter Jahre verbessern

Paris (www.aktiencheck.de) - Compass Minerals-Aktienanalyse von BNP Paribas:

Egmond Haidt von BNP Paribas nimmt die Aktie des US-Anbieters von Salz und Spezialdünger Compass Minerals International Inc. (ISIN: US20451N1019, WKN: A0BKZZ, Ticker-Symbol: CM8, NYSE-Symbol: CMP) unter die Lupe.

Der Aktienkurs von Compass Minerals International habe sich gegenüber dem Tief vom November 2025 ungefähr verdoppelt. Allerdings liege das Papier damit immer noch meilenweit unter dem Rekordniveau aus dem Frühjahr 2011, das im Sommer 2014 und im Frühjahr 2015 nochmal knapp erreicht worden sei, ehe die Aktie auf eine jahrelange Talfahrt gegangen sei.

Für Rückenwind bei dem Papier sorge derzeit, dass Vorstandschef Edward C. Dowling Jr. die Profitabilität zusehends verbessere, wenngleich er bei der Vorlage der Quartalszahlen am 6. Mai eingeräumt habe, dass der Konzern dabei nicht so schnell wie geplant vorankomme und noch eine Menge Arbeit vor ihm liege.

Der mit weitem Abstand wichtigste Umsatz- und Gewinnlieferant von Compass Minerals sei der Verkauf von Salz, wobei die Firma einer der größten Anbieter von Streusalz für den Winterdienst in Nordamerika und Großbritannien sei. Zudem produziere sie in geringem Umfang Speisesalz sowie Salz für industrielle Anwendungen und die Wasseraufbereitung.

Außerdem stelle der Konzern Spezialdünger wie Kaliumsulfat her.

Im per März beendeten zweiten Quartal des Fiskaljahres 2026/27 sei der Konzernumsatz zwar um 8,4% auf 453,2 Millionen Dollar gesunken, Hauptgrund sei das deutlich schwächere Geschäft mit Auftausalz gewesen. Allerdings habe der Konzernerlös deutlich über den Erwartungen von 419,1 Millionen Dollar gelegen.

Zudem sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 2,7% auf 86,4 Millionen Dollar gestiegen, damit habe sich die Marge deutlich verbessert von 17,0% auf 19,1%.

Während das bereinigte Ebitda des Salzgeschäfts etwas zurückgegangen sei auf 83,2 Millionen Dollar, habe sich jenes des Düngergeschäfts auf 16,9 Millionen Dollar verdreifacht, wobei gerade das Werk in Ogden im US-Bundesstaat Utah mit starken Ergebnissen überzeugt habe. Abzüglich der Kosten auf Konzernebene hätten die obigen 86,4 Millionen Dollar zu Buche gestanden.

Beim Cashflow habe die Sache wie folgt ausgesehen: Jener aus dem operativen Geschäft habe bei 160,4 Millionen Dollar gelegen. Abzüglich der Investitionen von 41,0 Millionen Dollar sei ein Free Cashflow von 119,4 Millionen Dollar angefallen.

Dowling Jr. habe die sich bessernden Geschäfte genutzt, um die Schulden vorzeitig um 150 Millionen Dollar abzubauen, damit seien die Nettoschulden deutlich auf 638,9 Millionen Dollar gesunken. Damit hätten sie sich auf das 2,7-Fache des bereinigten Ebitda der vorherigen vier Quartale belaufen, was eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres von 4,6 sei.

Bei der Zahlenvorlage habe das Management die Prognose für das Fiskaljahr 2025/26 eingegrenzt. Demnach solle das bereinigte Ebitda 212 bis 236 Millionen Dollar erreichen statt der zuvor geplanten 208 bis 240 Millionen Dollar. Damit bleibe die Mitte der Spanne allerdings bei 224 Millionen Dollar.

Dabei solle es im Salzgeschäft etwas schlechter laufen als ursprünglich geplant, weshalb es ein bereinigtes Ebitda von 225 bis 240 Millionen Dollar erwirtschaften solle statt der zuvor avisierten 230 bis 252 Millionen Dollar.

Hingegen habe das Management den Ausblick für das Düngergeschäft auf 43 bis 47 Millionen Dollar angehoben statt der zuvor geplanten 34 bis 39 Millionen Dollar.

Zudem sei die Prognose für die Konzernausgaben bei 51 bis 56 Millionen Dollar geblieben.

Außerdem habe der Firmenlenker die Investitionsprognose von 90 bis 110 Millionen Dollar bestätigt.

Auf der Analystenkonferenz habe das Management betont, dass der weitere Schuldenabbau und die Verbesserung der Profitabilität im Salzbereich, gerade in Goderich im kanadischen Ontario, der weltgrößten Untergrundsalzmine, ganz oben auf der Agenda stünden.

Dabei gehe es darum, die Produktionskosten pro Tonne im Salzgeschäft zu senken, indem man die Einsatzfähigkeit der Maschinen verbessere, damit gleichzeitig die Minen jeden Tag länger laufen könnten etc.

Für Aufsehen bei Investoren habe zudem zuletzt die Nachricht über eine geplante Kooperation mit EnergyX gesorgt. Demnach wolle die Firma auf dem Land, das Compass Minerals in der Nähe des Great Salt Lake (Großer Salzsee) in Utah besitze, ein Lithiumwerk mit einer Anfangskapazität von bis zu 10.000 Tonnen Lithium pro Jahr bauen.

Später sollten 20.000 Tonnen pro Jahr hinzukommen. Die geplante Zusammenarbeit erfordere keine Investitionen für Compass Minerals, allerdings solle die Firma Lizenzgebühren von EnergyX bekommen.

Analysten würden prognostizieren, für das im September endende Fiskaljahr 2025/26 einen Umsatzanstieg um 1,4% auf 1,26 Milliarden Dollar. 2026/27 solle es um 3,0% auf 1,3 Milliarden Dollar nach oben gehen.

Dabei solle das bereinigte Ebitda 2025/26 um 15,2% auf 229,1 Millionen Dollar zulegen, gefolgt von einem Plus von 8,9% auf 249,5 Millionen Dollar für 2026/27. Damit würde sich der Wert zusehends den Niveaus früherer guter Jahre von 270 bis 300 Millionen Dollar nähern.

Außerdem solle der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2025/26 um 40,1% auf 119,7 Millionen Dollar klettern, 2026/27 solle es um 23,2% auf 147,5 Millionen Dollar nach oben gehen. Damit würde sich die Marge jeweils deutlich verbessern, zuerst von 6,9% auf 9,5% für 2025/26, um 2026/27 11,4% zu erreichen.

Nach der Rally der vergangenen Monate liege der Börsenwert bei 1,33 Milliarden Dollar. Inklusive der Nettoschulden liege der Enterprise Value (EV) bei 1,97 Milliarden Dollar.

Das entspreche dem 13,3-Fachen des von Analysten für 2026/27 vorhergesagten Ebit. Das sei nach Meinung von Haidt eigentlich eine ausreichende Bewertung für ein Unternehmen, dessen Umsatzwachstum auf absehbare Zeit gering bleiben solle. Allerdings solle die Marge deutlich verbessert werden.

Und das KGV liege bei herben 28,3.

Nach Meinung von Haidt dürfte die Compass-Aktie dennoch weiter steigen, denn Investoren könnten weiterhin darauf setzen, dass es dem Management gelinge, die Profitabilität in den nächsten Quartalen zusehends zu verbessern. (Analyse vom 28.05.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (29.05.2026/ac/a/a)

Archivbeitrag vom 29.05.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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