Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Carl Zeiss Meditec-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Medizintechnikkonzerns Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704, WKN: 531370, Ticker-Symbol: AFX, NASDAQ OTC-Symbol: CZMWF) unter die Lupe.
Der Konzern habe vor wenigen Tagen aufgrund einer unerwartet langsamen Erholung des Gerätegeschäfts seine Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Der TecDAX-Titel sei auf Talfahrt gegangen. Analysten hätten den Daumen gesenkt. Anfang dieser Woche sei bei 62,30 Euro ein Verlaufstief markiert worden. Sie die Zeit nun reif für eine Gegenbewegung?
Zur Erinnerung: Für das noch bis Ende September laufende Geschäftsjahr rechne der Vorstand daher nur noch mit rund zwei Milliarden Euro Umsatz. Zuvor seien 2,1 bis 2,15 Mrd. Euro angestrebt worden. Das operative Ergebnis (EBIT) dürfte zwischen 215 und 265 Mio. Euro liegen und damit deutlich unter dem bisherigen Ziel eines vergleichbaren Niveaus zum Vorjahr von gut 348 Mio. Euro liegen. Der Vorstand steuere dagegen und wolle die Kosten senken, vor allem in Vertrieb und Marketing. Details dazu sollten mit Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal am 6. August bekannt gegeben.
Das Gros der Analysten habe im Anschluss an die Umsatz- und Gewinnwarnung die Schätzungen überarbeite und die Kursziele gesenkt. Weitere würden nun nachlegen: Die Schweizer UBS habe das Votum von "Buy" auf "Neutral" gesenkt und das Kursziel von 125 auf 71 Euro gekappt. Der Auftragseingang des Medizintechnik-Unternehmens bleibe schwach, wie die jüngste Gewinnwarnung gezeigt habe, habe Analyst Graham Doyle geschrieben. Zudem sei nur schwer absehbar, wann Besserung eintrete und eine Rückkehr zum "normalen" hoch-einstelligen Umsatzwachstum möglich werde.
Die kanadische Bank RBC habe den fairen Wert von 145 auf 85 Euro reduziert, das Rating aber auf "Outperform" belassen. Analyst Jack Reynolds-Clark habe seine Prognosen für das Medizintechnik-Unternehmen an dessen reduzierte Jahresziele angepasst. Allerdings täusche die geringe Sichtbarkeit der kurzfristigen Umsatzentwicklung über die zugrunde liegende Stärke und die robusten Marktanteile hinweg, so der Experte. Er sehe weiterhin ein erhebliches längerfristiges Aufwärtspotenzial und das aktuelle Mehrjahrestief der Aktie als Kaufgelegenheit an.
Mit dem deutlichen Kursrutsch dürfte inzwischen viel Negatives eingepreist sein. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten, die bereits auf die Umsatz- und Gewinnwarnung reagiert hätten, liege knapp über 83 Euro. Nachdem die Aktie seit der Meldung in der Spitze mehr als 25 Prozent an Wert eingebüßt habe, habe sich der Titel in dieser Woche bereits von den Tiefstständen lösen können.
Risikofreudige Anleger können auf eine Fortsetzung der Gegenbewegung Richtung 75 Euro spekulieren, ziehen dabei einen bewusst eng platzierten Stopp bei steigenden Kursen sukzessive nach, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 27.06.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Carl Zeiss Meditec-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Carl Zeiss Meditec-Aktie:
67,75 EUR -0,88% (27.06.2024, 15:48)
XETRA-Aktienkurs Carl Zeiss Meditec-Aktie:
67,40 EUR -1,32% (27.06.2024, 15:33)
ISIN Carl Zeiss Meditec-Aktie:
DE0005313704
WKN Carl Zeiss Meditec-Aktie:
531370
Ticker-Symbol Carl Zeiss Meditec-Aktie:
AFX
NASDAQ OTC-Symbol Carl Zeiss Meditec-Aktie:
CZMWF
Kurzprofil Carl Zeiss Meditec AG:
Die im MDAX und im TecDAX der deutschen Börse gelistete Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704, WKN: 531370, Ticker-Symbol: AFX, NASDAQ OTC-Symbol: CZMWF) ist einer der weltweit führenden Medizintechnikanbieter. Das Unternehmen liefert innovative Technologien und applikationsorientierte Lösungen, die es den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten bietet das Unternehmen Komplettlösungen, einschließlich Implantaten und Verbrauchsgütern. In der Mikrochirurgie stellt das Unternehmen innovative Visualisierungslösungen bereit. Mit 4.823 Mitarbeitern weltweit erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2022/23 (30. September) einen Umsatz von 2.089,3 Mio. Euro.
Hauptsitz des Unternehmens ist Jena, Deutschland. Neben weiteren Niederlassungen in Deutschland ist das Unternehmen mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Standorten in den USA, Japan sowie Spanien und Frankreich vertreten. Das Center for Application and Research India (CARIn) in Bangalore, Indien, und das Carl Zeiss Innovations Center for Research and Development in Shanghai, China, stärken die Präsenz in diesen schnell wachsenden Ländern. Etwa 41 Prozent der Carl Zeiss Meditec-Anteile befinden sich im Streubesitz. Die übrigen rund 59 Prozent werden von der Carl Zeiss AG, einer weltweit führenden Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie, gehalten.
Weitere Informationen unter: www.zeiss.de/med (27.06.2024/ac/a/t)
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Medizintechnikkonzerns Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704, WKN: 531370, Ticker-Symbol: AFX, NASDAQ OTC-Symbol: CZMWF) unter die Lupe.
Der Konzern habe vor wenigen Tagen aufgrund einer unerwartet langsamen Erholung des Gerätegeschäfts seine Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Der TecDAX-Titel sei auf Talfahrt gegangen. Analysten hätten den Daumen gesenkt. Anfang dieser Woche sei bei 62,30 Euro ein Verlaufstief markiert worden. Sie die Zeit nun reif für eine Gegenbewegung?
Zur Erinnerung: Für das noch bis Ende September laufende Geschäftsjahr rechne der Vorstand daher nur noch mit rund zwei Milliarden Euro Umsatz. Zuvor seien 2,1 bis 2,15 Mrd. Euro angestrebt worden. Das operative Ergebnis (EBIT) dürfte zwischen 215 und 265 Mio. Euro liegen und damit deutlich unter dem bisherigen Ziel eines vergleichbaren Niveaus zum Vorjahr von gut 348 Mio. Euro liegen. Der Vorstand steuere dagegen und wolle die Kosten senken, vor allem in Vertrieb und Marketing. Details dazu sollten mit Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal am 6. August bekannt gegeben.
Das Gros der Analysten habe im Anschluss an die Umsatz- und Gewinnwarnung die Schätzungen überarbeite und die Kursziele gesenkt. Weitere würden nun nachlegen: Die Schweizer UBS habe das Votum von "Buy" auf "Neutral" gesenkt und das Kursziel von 125 auf 71 Euro gekappt. Der Auftragseingang des Medizintechnik-Unternehmens bleibe schwach, wie die jüngste Gewinnwarnung gezeigt habe, habe Analyst Graham Doyle geschrieben. Zudem sei nur schwer absehbar, wann Besserung eintrete und eine Rückkehr zum "normalen" hoch-einstelligen Umsatzwachstum möglich werde.
Die kanadische Bank RBC habe den fairen Wert von 145 auf 85 Euro reduziert, das Rating aber auf "Outperform" belassen. Analyst Jack Reynolds-Clark habe seine Prognosen für das Medizintechnik-Unternehmen an dessen reduzierte Jahresziele angepasst. Allerdings täusche die geringe Sichtbarkeit der kurzfristigen Umsatzentwicklung über die zugrunde liegende Stärke und die robusten Marktanteile hinweg, so der Experte. Er sehe weiterhin ein erhebliches längerfristiges Aufwärtspotenzial und das aktuelle Mehrjahrestief der Aktie als Kaufgelegenheit an.
Mit dem deutlichen Kursrutsch dürfte inzwischen viel Negatives eingepreist sein. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten, die bereits auf die Umsatz- und Gewinnwarnung reagiert hätten, liege knapp über 83 Euro. Nachdem die Aktie seit der Meldung in der Spitze mehr als 25 Prozent an Wert eingebüßt habe, habe sich der Titel in dieser Woche bereits von den Tiefstständen lösen können.
Risikofreudige Anleger können auf eine Fortsetzung der Gegenbewegung Richtung 75 Euro spekulieren, ziehen dabei einen bewusst eng platzierten Stopp bei steigenden Kursen sukzessive nach, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 27.06.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Carl Zeiss Meditec-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Carl Zeiss Meditec-Aktie:
67,75 EUR -0,88% (27.06.2024, 15:48)
XETRA-Aktienkurs Carl Zeiss Meditec-Aktie:
67,40 EUR -1,32% (27.06.2024, 15:33)
ISIN Carl Zeiss Meditec-Aktie:
DE0005313704
WKN Carl Zeiss Meditec-Aktie:
531370
Ticker-Symbol Carl Zeiss Meditec-Aktie:
AFX
NASDAQ OTC-Symbol Carl Zeiss Meditec-Aktie:
CZMWF
Kurzprofil Carl Zeiss Meditec AG:
Die im MDAX und im TecDAX der deutschen Börse gelistete Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704, WKN: 531370, Ticker-Symbol: AFX, NASDAQ OTC-Symbol: CZMWF) ist einer der weltweit führenden Medizintechnikanbieter. Das Unternehmen liefert innovative Technologien und applikationsorientierte Lösungen, die es den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten bietet das Unternehmen Komplettlösungen, einschließlich Implantaten und Verbrauchsgütern. In der Mikrochirurgie stellt das Unternehmen innovative Visualisierungslösungen bereit. Mit 4.823 Mitarbeitern weltweit erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2022/23 (30. September) einen Umsatz von 2.089,3 Mio. Euro.
Hauptsitz des Unternehmens ist Jena, Deutschland. Neben weiteren Niederlassungen in Deutschland ist das Unternehmen mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Standorten in den USA, Japan sowie Spanien und Frankreich vertreten. Das Center for Application and Research India (CARIn) in Bangalore, Indien, und das Carl Zeiss Innovations Center for Research and Development in Shanghai, China, stärken die Präsenz in diesen schnell wachsenden Ländern. Etwa 41 Prozent der Carl Zeiss Meditec-Anteile befinden sich im Streubesitz. Die übrigen rund 59 Prozent werden von der Carl Zeiss AG, einer weltweit führenden Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie, gehalten.
Weitere Informationen unter: www.zeiss.de/med (27.06.2024/ac/a/t)
Archivbeitrag vom 27.06.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.