Hamburg (www.aktiencheck.de) - Cantourage-Aktienanalyse von der Montega AG:
Tim Kruse, Aktienanalyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie der Cantourage Group SE (ISIN: DE000A3DSV01, WKN: A3DSV0, Ticker-Symbol: HIGH).
Die Cantourage Group SE habe jüngst im Rahmen einer Adhoc-Meldung die vorläufigen Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2024 bekannt gegeben. Diese hätten nochmals über der erst Anfang Dezember angehobenen Prognose gelegen. In einem Roundtable auf der Airtime-Plattform mit dem CEO Philip Schetter hätten die Analysten zusätzliche Eindrücke zur aktuellen Lage und weiteren Entwicklung von Cantourage erhalten können, die ihre positive Sicht auf den Investmentcase untermauern würden.
Mit einem Umsatz von 8,5 Mio. EUR habe der Monatsumsatz im Dezember trotz der Feiertage nochmals über dem bisherigen Rekord vom November(7,2 Mio. EUR) und dem Durchschnitt der Monate August bis Oktober (5,2 Mio. EUR) gelegen. Diese Entwicklung sei unverändert auf die starke Dynamik nach der Teillegalisierung von Cannabis im April zurückzuführen, die sich entsprechend in den importierten Mengen von medizinischem Cannabis nach Deutschland widerspiegele.
Auf Basis der berichteten Zahlen von Cantourage dürfte im vierten Quartal hier nochmals eine Beschleunigung eingetreten sein. Im Roundtable habe der CEO auf Rückfrage darauf hingewiesen, dass im November und Dezember keine außerordentlichen Effekte den Absatz beeinflusst hätten, und sich zuversichtlich gezeigt, dass diese Rekorde bei unveränderten Rahmenbedingungen nochmals gebrochen werden könnten, da einige der Top-Produkte in den entsprechenden Monaten ausverkauft gewesen seien.
Cantourage wolle die positive Dynamik und die aktuelle Gesetzeslage weiter für sich nutzen. Das Unternehmen befinde sich in der Antragstellung für ein wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt zur Abgabe von Konsumcannabis über lizenzierte Abgabestellen. Die Basis hierfür bilde eine im Dezember erlassene Verordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, das die Begleitung der Forschungsprojekte im Bereich Konsumcannabis und Nutzhanf vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) übernommen habe.
Die Antragstellung erfolge zusammen mit einer Schweizer Firma, die bereits an vergleichbaren wissenschaftlichen Projekten in der Schweiz teilnehme. Bei Erlaubniserteilung werde Cantourage die lizenzierten Abgabestellen mit hochwertigen und sicheren Konsumcannabisprodukten versorgen.
Das Unternehmen habe zu den Details des Antrags keine genauen Angaben machen wollen, impliziere allerdings, dass Abgabestellen in mehreren Bundesländern angestrebt würden. Das CanG sehe für die Forschungsprojekte eine Laufzeit von fünf Jahren ab eingerichteter Lieferkette vor. Obwohl bei positivem Entscheid die Umsatzauswirkungen erst sukzessive anlaufen dürften, sei das Potenzial für diese Abgabestellen enorm. Nach Unternehmensangaben würden Experten den Schwarzmarkt in Deutschland auf rund 400 Tonnen jährlich schätzen, was einem Vielfachen des medizinischen Cannabismarkts entspreche.
Im Roundtable sei ebenfalls noch einmal auf die politische Diskussion zum Thema Cannabisgesetz eingegangen worden. Hier sei darauf hingewiesen worden, dass die öffentliche Diskussion sich insbesondere auf die Säule 1 des Gesetzes stütze (Cannabis-Clubs und privater Konsum) und medizinisches Cannabis über die Parteigrenzen hinweg unstrittig sei.
Nach Erachten der Analysten bestehe die größte Gefahr in der erneuten Einstufung von Cannabis als Betäubungsmittel und der entsprechend erschwerten Beschaffung einer Verordnung. Hier sei allerdings erwähnt, dass der Markt für medizinisches Cannabis auch vor der Legalisierung in Deutschland stark gewachsen sei und die Analysten durch eine erneute Einstufung als Betäubungsmittel lediglich eine Verlangsamung der aktuell rasanten Wachstumsdynamik erwarten würden. Zudem dürften die potenziellen Forschungsprojekte bei Erlaubniserteilung auch im Falle möglicher gesetzlicher Änderungen einen Bestandsschutz haben.
Die anhaltende Umsatzdynamik im Dezember und eine positive Indikation für den Januar im Rahmen des Roundtables würden die Analysten dazu drängen, die Prognosen für 2025 nochmals zu überarbeiten, da eine Fortschreibung des Dezemberumsatzes kaum einen anderen Schluss zulasse und eine Umsatzprognose von über 100 Mio. EUR für 2025 implizieren würde.
Die Analysten würden sich für die zweite Jahreshälfte jedoch deutlich defensiver positionieren, um möglichen Änderungen in der Regulierung vorzubeugen. Im Falle der Erteilung einer Erlaubnis für das Forschungsprojekt im Bereich Konsumcannabis und/oder einer sich abzeichnenden Fortführung des gesetzlichen Status quo würden die nochmals deutlich positives Revisionspotenzial zu ihren Schätzungen sehen.
Wie die importierten Mengen von medizinischem Cannabis zeigen würden, profitiere der Gesamtmarkt stark von der Teillegalisierung von Cannabis. Die Analysten würden Cantourage aufgrund des Asset-Light-Geschäftsmodells jedoch als eines der wenigen Unternehmen sehen, das in diesem Umfeld profitabel agiere, und für 2025 nochmals eine deutliche Ergebnissteigerung erwarten.
Entsprechend bestätigt Tim Kruse, Aktienanalyst der Montega AG, sein "kaufen"-Rating und erhöht das Kursziel aufgrund der erneut angehobenen Prognosen von 11,50 auf 12,00 EUR. (Analyse vom 20.01.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (20.01.2025/ac/a/nw)
Tim Kruse, Aktienanalyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie der Cantourage Group SE (ISIN: DE000A3DSV01, WKN: A3DSV0, Ticker-Symbol: HIGH).
Die Cantourage Group SE habe jüngst im Rahmen einer Adhoc-Meldung die vorläufigen Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2024 bekannt gegeben. Diese hätten nochmals über der erst Anfang Dezember angehobenen Prognose gelegen. In einem Roundtable auf der Airtime-Plattform mit dem CEO Philip Schetter hätten die Analysten zusätzliche Eindrücke zur aktuellen Lage und weiteren Entwicklung von Cantourage erhalten können, die ihre positive Sicht auf den Investmentcase untermauern würden.
Mit einem Umsatz von 8,5 Mio. EUR habe der Monatsumsatz im Dezember trotz der Feiertage nochmals über dem bisherigen Rekord vom November(7,2 Mio. EUR) und dem Durchschnitt der Monate August bis Oktober (5,2 Mio. EUR) gelegen. Diese Entwicklung sei unverändert auf die starke Dynamik nach der Teillegalisierung von Cannabis im April zurückzuführen, die sich entsprechend in den importierten Mengen von medizinischem Cannabis nach Deutschland widerspiegele.
Auf Basis der berichteten Zahlen von Cantourage dürfte im vierten Quartal hier nochmals eine Beschleunigung eingetreten sein. Im Roundtable habe der CEO auf Rückfrage darauf hingewiesen, dass im November und Dezember keine außerordentlichen Effekte den Absatz beeinflusst hätten, und sich zuversichtlich gezeigt, dass diese Rekorde bei unveränderten Rahmenbedingungen nochmals gebrochen werden könnten, da einige der Top-Produkte in den entsprechenden Monaten ausverkauft gewesen seien.
Cantourage wolle die positive Dynamik und die aktuelle Gesetzeslage weiter für sich nutzen. Das Unternehmen befinde sich in der Antragstellung für ein wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt zur Abgabe von Konsumcannabis über lizenzierte Abgabestellen. Die Basis hierfür bilde eine im Dezember erlassene Verordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, das die Begleitung der Forschungsprojekte im Bereich Konsumcannabis und Nutzhanf vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) übernommen habe.
Die Antragstellung erfolge zusammen mit einer Schweizer Firma, die bereits an vergleichbaren wissenschaftlichen Projekten in der Schweiz teilnehme. Bei Erlaubniserteilung werde Cantourage die lizenzierten Abgabestellen mit hochwertigen und sicheren Konsumcannabisprodukten versorgen.
Das Unternehmen habe zu den Details des Antrags keine genauen Angaben machen wollen, impliziere allerdings, dass Abgabestellen in mehreren Bundesländern angestrebt würden. Das CanG sehe für die Forschungsprojekte eine Laufzeit von fünf Jahren ab eingerichteter Lieferkette vor. Obwohl bei positivem Entscheid die Umsatzauswirkungen erst sukzessive anlaufen dürften, sei das Potenzial für diese Abgabestellen enorm. Nach Unternehmensangaben würden Experten den Schwarzmarkt in Deutschland auf rund 400 Tonnen jährlich schätzen, was einem Vielfachen des medizinischen Cannabismarkts entspreche.
Im Roundtable sei ebenfalls noch einmal auf die politische Diskussion zum Thema Cannabisgesetz eingegangen worden. Hier sei darauf hingewiesen worden, dass die öffentliche Diskussion sich insbesondere auf die Säule 1 des Gesetzes stütze (Cannabis-Clubs und privater Konsum) und medizinisches Cannabis über die Parteigrenzen hinweg unstrittig sei.
Nach Erachten der Analysten bestehe die größte Gefahr in der erneuten Einstufung von Cannabis als Betäubungsmittel und der entsprechend erschwerten Beschaffung einer Verordnung. Hier sei allerdings erwähnt, dass der Markt für medizinisches Cannabis auch vor der Legalisierung in Deutschland stark gewachsen sei und die Analysten durch eine erneute Einstufung als Betäubungsmittel lediglich eine Verlangsamung der aktuell rasanten Wachstumsdynamik erwarten würden. Zudem dürften die potenziellen Forschungsprojekte bei Erlaubniserteilung auch im Falle möglicher gesetzlicher Änderungen einen Bestandsschutz haben.
Die anhaltende Umsatzdynamik im Dezember und eine positive Indikation für den Januar im Rahmen des Roundtables würden die Analysten dazu drängen, die Prognosen für 2025 nochmals zu überarbeiten, da eine Fortschreibung des Dezemberumsatzes kaum einen anderen Schluss zulasse und eine Umsatzprognose von über 100 Mio. EUR für 2025 implizieren würde.
Die Analysten würden sich für die zweite Jahreshälfte jedoch deutlich defensiver positionieren, um möglichen Änderungen in der Regulierung vorzubeugen. Im Falle der Erteilung einer Erlaubnis für das Forschungsprojekt im Bereich Konsumcannabis und/oder einer sich abzeichnenden Fortführung des gesetzlichen Status quo würden die nochmals deutlich positives Revisionspotenzial zu ihren Schätzungen sehen.
Wie die importierten Mengen von medizinischem Cannabis zeigen würden, profitiere der Gesamtmarkt stark von der Teillegalisierung von Cannabis. Die Analysten würden Cantourage aufgrund des Asset-Light-Geschäftsmodells jedoch als eines der wenigen Unternehmen sehen, das in diesem Umfeld profitabel agiere, und für 2025 nochmals eine deutliche Ergebnissteigerung erwarten.
Entsprechend bestätigt Tim Kruse, Aktienanalyst der Montega AG, sein "kaufen"-Rating und erhöht das Kursziel aufgrund der erneut angehobenen Prognosen von 11,50 auf 12,00 EUR. (Analyse vom 20.01.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (20.01.2025/ac/a/nw)
Archivbeitrag vom 20.01.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.