Kolumnist: Miningscout.de

Cabral Gold: Aktuelle Bohrresultate als „Game-Changer“




20.05.21 15:42
Miningscout.de

Da in „Cuiú Cuiú” vielerorts Bohrungen zur Exploration und zum Testen potentieller Ziele parallel laufen, reißt der Nachschub an Neuigkeiten von Cabral Gold Inc. (TSX-V: CBR, WKN: A2JC8S; ISIN: CA1271061022) nicht ab. Am Mittwochabend konnte der kanadische Goldexplorer abermals ein Highlight melden. Unter anderem wertete man vom Ziel „Moreira Gomes“ bemerkenswerte Resultate aus, die zusätzliche Hinweise auf die Dimensionen der dortigen Gold-in-Oxid-Gesteinsdecke geben. Darunter ist ein Top-Wert von 60 Metern zu 3,5 Gramm, inklusive eines 2,6 Meter langen Abschnitts von 64,6 Gramm Gold pro Tonne  Auch die Aufklärungsbohrungen an anderen Zielen geben interessante Resultate her.


Cabral Gold hält die hundertprozentigen Rechte am Goldprojekt „Cuiú Cuiú“ im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará. Im Zuge des Goldrausches der Siebziger- bis Neunzigerjahre wurden in der Region zwischen 30 und 50 Millionen Unzen Seifengold produziert. Allein auf „Cuiú Cuiú“ entfielen schätzungsweise zwei Millionen Unzen. Das Projekt verfügt aktuell über zwei definierte Goldvorkommen und eine Ressourcenschätzung von rechnerisch 200.000 Unzen (angezeigt) beziehungsweise 800.000 Unzen (abgeleitet). Diese Bewertung jedoch zwischenzeitlich mehrere Jahre als und soll durch die aktuellen Bohrprogramm erweitert werden. Damit sieht es den Unternehmensmeldungen nach aussichtsreich aus.


Neue Ergebnisse als „Game-Changer“

Allen Carter, der Vorsitzende und Geschäftsführer von Cabral Gold, ist jedenfalls sicher: Die jüngsten Ergebnisse der Diamantbohrungen an der Lagerstätte „Moreira Gomes“ legen nahe, dass die dort erst kürzlich identifizierte mineralisierte Oxiddecke wesentlich höherwertige Zonen und mächtigere Intervalle enthält als zuvor vermutet. Die Werte stützen weiterhin die Überzeugung, dass die Identifizierung dieser Oxiddecke sich buchstäblich als „Game-Changer“ erweisen könne, um die Ressource von „Moreira Gomes“ erheblich zu erweitern.


Die Goldvererzung tritt ab der Oberfläche oder oberflächennah in frei grabbarem Material auf. Dieses war aber bei der letzten Ressourcenschätzung aus dem Jahr 2018 allerdings noch als größtenteils taub bewertet worden. Cabral erwägt nun, auf dem Projekt „Cuiú Cuiú“ auch anderenorts ähnliche Oxidgolddecken zu identifizieren.



Diamantbohrungen bei „Moreira Gomes“

Die aktuellen Neuigkeiten beziehen sich auf die drei zusätzlichen Diamantbohrlöcher DDH-212,213 und 214 aus dem kürzlich abgeschlossenen Diamantbohrprogramm. Das sollte der Festlegung von Grenzwerten für die hochgradigen Zonen innerhalb der Lagerstätten „Moreira Gomes“ und „Central“ dienen. Alle drei Löcher befinden sich im gleichen Abschnitt 50 Meter östlich des vorangegangenen, wo die Diamantbohrlöcher DDH 208 bis 211 bereits im vergangenen Monat für spannende News sorgten.


Im Fokus: DDH-214

Das spektakulärste bei „Moreira Gomes” gebohrte Loch, DDH-214, wurde oberhalb und 30 Meter südlich des bereits älteren Lochs DDH-199 angelegt. Jenes hatte seinerzeit 16,9 Meter mit 9,6 Gramm Gold pro Tonne in modifiziertem, aber nicht verändertem Grundgestein ausgegeben. DDH-224 stieß nun ab der Oberfläche auf eine 60 Meter lange Strecke mit einem Goldgehalt von 3,5 Gramm, inklusive eines 2,6 Meter langen Abschnitts mit 64,6 Gramm Gold pro Tonne Material.


Der Abschnitt ist der mächtigste und hochgradigste mineralisierte in der Oxidgolddecke, den Cabral bisher entdeckt hat. Das Unternehmen interpretiert ihn als erodiertes Äquivalent der Vererzung am Grund. Dies ist der von Carter erwähnte ein Hinweis darauf, dass die bei „Moreira Gomes“ identifizierte vererzte Gesteinsdecke oberhalb der weiter unten subvertikal eintauchenden Goldlagerstätte um Einiges umfangreicher und hochwertiger ist als ursprünglich angenommen.


Dasselbe Bohrloch kreuzte außerdem 3,7 Gramm Gold pro Tonne über eine Strecke von 72,1 Meter im Grund. Dieses Intervall enthielt ebenfalls einen noch höhergradigen Abschnitt von 2,2 Metern mit 7,3 Gramm Gold pro Tonne in 74,6 Metern Tiefe.


Hinweise aus den Nachbar-Löchern

Die benachbarten Löcher DDH-212 und 213 wurden etwa 75 Meter weiter nördlich gebohrt, DDH 212 bei 60 Grad nach Süden. Es lieferte 29,5 Meter mit 0,5 Gramm Gold pro Tonne ab der Oberfläche. DDH-213 wiederum war um 50 Grad nach Süden ausgerichtet und durchteufte 30 Meter zu 0,5 Gramm Gold pro Tonne ab der Oberfläche und innerhalb der diskordanten Oxiddecke.



Was verbirgt sich im Grundgestein?

Alle drei Löcher trafen zudem in „frischem“ Fels auf eine Grundgestein-Mineralisierung: DDH-212 kreuzte 37 Meter mit 0,39 Gramm Gold pro Tonne aus 151,8 Metern, darin ein 1,5-Meter-Abschnitt mit 4,2 Gramm Gold aus 164,0 Metern. DDH-213 ergab 18, 1 Meter mit 0,36 Gramm Gold aus 132,9 Metern. All diese Abschnitte erweitern die vertikale Ausdehnung der „Moreira-Gomes-Grundvererzung“.


DDH-213 und 214 führten zudem zu tieferen Abschnitten im Liegendes, die als Erweiterung des Streichens der jüngst identifizierten „Zone 114” am Grund interpretiert werden. DDH-213 lieferte dabei 4,5 Meter zu 1,9 Gramm Gold pro Tonne aus 224,3 Metern nahe der Basis des Loches; DDH-214 durchteufte 4,8 Meter mit 0,4 Gramm Goldgehalt.


Weitere Ergebnisse in Aussicht

Bohrergebnisse von drei Löchern 50 Meter westlich davon, im Abschnitt 553655, hatten zwei Meter mit 70,2 Gramm Gold pro Tonne inklusive 0,5 Meter mit 264,9 Gramm sowie 2,1 Meter mit 29,4 Gramm inklusive 0,5 Meter mit 120,6 Gramm und sechs Metern mit 1,3 Gramm ausgegeben. Die Ergebnisse für weitere fünfzig Meter weiter westlich gebohrte Diamantbohrlöcher, die ebenfalls das Ausmaß der Gold-In-Oxid-Decke und die hochgradigen Zonen von „Moreira Gomes“ testen sollen, stehen noch aus. Das Bohrprogramm dauert an.


Die Erforschung der Gold-in-Oxid-Decke

Aus den aktuellen Ergebnissen lässt sich schließen, dass die mineralisierte Oxiddecke bei „Moreira Gomes“ sich in erheblicher Entfernung nördlich und südlich des bedeutsamen Oberflächenaufschlusses der darunter liegenden, steil abfallenden Hartgestein-Goldlagerstätte erstreckt und in beide Richtungen offen bleibt.


Um die Ausmaße zu bestimmen, sind zwar noch weitere Bohrungen in dieser flach liegenden Oxiddecke erforderlich. Die bisherigen Arbeiten deuten aber schon jetzt darauf hin, dass sie sich mindestens 200 Meter nördlich und südlich über die Ränder von „Moreira Gomes“ hinaus erstreckt und damit eine Fläche von etwa 500 mal 400 Meter abdeckt. Die Oxiddecke enthält ferner höhergradige Zonen. Das meiste des nicht verfestigten oberflächennahen Materials, das in der Ressourcenschätzung von 2018 als taub angesehen wurde, scheint dadurch zu einer eigenständigen, bedeutenden mineralisierten Zone zu werden.


RC- Bohrer zur Unterstützung verlegt

Nach den vielversprechenden Ergebnissen von der flach gelegenen Oxidgolddecke hat Cabral Gold das Bohrgerät, das eigentlich an den Zielen „Machichie” und „Hamilton Novo” im Einsatz war, nun temporär nach „Moreira Gomes “ versetzt. Es handelt sich um ein größeres RC-Bohrgerät, das nun eine Reihe flacher Löcher anlegen soll, um Ausmaß und Grad der Oxiddecke zu testen.



Laufende Aufklärungsbohrungen

Während die Oxidgold-Decke in „Moreira Gomes” für spektakuläre Werte sorgt, gehen anderenorts die Aufklärungsbohrungen weiter und liefern wichtige Zahlen. So liegen zwischenzeitlich die Ergebnisse der Bohrungen vom Ziel „JM“ vor. Darunter befinden sich aus Loch RC-75 ein Meter zu 2,6 Gramm Gold pro Tonne aus 76 Meter. Loch RC-76 ergab acht Meter zu 0,5 Gramm aus 59 Meter, zwei Meter zu 1,0 Gramm aus 73 Metern sowie 3 Meter zu 1,4 Gramm aus 81 Metern. Diese Ergebnisse, in Kombination mit den an der Oberfläche ermittelten Werten, rechtfertigen weitere Diamantbohrungen.


Auch am Ziel „Morro da Lua” wurde gebohrt, allerdings stehen die Ergebnisse noch aus. Dort hatte 2019 ein Einzelbohrloch diverse hochgradige Aderstrukturen durchteuft, darunter 2,8 Meter mit 19,5 Gramm Gold, 0,5 Meter mit 9,1 Gramm und 0,6 Meter mit 14,8 Gramm Gold pro Tonne.


Aktuell befindet sich das Aufklärungs-Bohrgerät am Ziel „Central SE“, 500 Meter südöstlich der zentralen Goldlagerstätte. Historische, aber begrenzte Bohrungen in „Central SE“ ergaben hohe Goldgrade, unter anderem 27 Meter mit 6,9 Gramm und acht Meter mit 8,4 Gramm Gold pro Tonne. Auffällig an diesem Ziel sind eine bislang ungeklärte Gold-in-Boden-Anomalie sowie ebenso unaufgeklärte Seifengold-Gänge.


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