CENIT: Hohes Umsatz- und Ergebniswachstum im 3. Quartal erreicht - Kaufen! Aktienanalyse




03.11.23 11:11
GBC AG

Augsburg (www.aktiencheck.de) - CENIT-Aktienanalyse von der GBC AG:

Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Aktienanalysten der GBC AG, halten in einer aktuellen Aktienanalyse an ihrer Kaufempfehlung für die Aktie der CENIT AG (ISIN: DE0005407100, WKN: 540710, Ticker Symbol: CSH) weiterhin fest.

Die CENIT AG habe im dritten Quartal 2023 ein Umsatzwachstum in Höhe von 9,3% auf 45,84 Mio. EUR (Q3 2022: 41,95 Mio. EUR) erzielt und setze damit die bisherige Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres 2023 nahtlos fort. In den ersten beiden Quartalen habe eine Umsatzsteigerung von 22,7% (Q1) bzw. 14,4% (Q2) erzielt werden können. Insgesamt seien in den ersten neun Monaten Umsatzerlöse in Höhe von 133,31 Mio. EUR (Vorjahr: 115,86 Mio. EUR) erzielt worden, was einer Steigerung von 15,1% gegenüber dem Vorjahr entspreche.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber sei dabei die Fortsetzung des anorganischen Wachstums gewesen, das im laufenden Geschäftsjahr durch die Akquisitionen der mip Management Informations Partner GmbH, der PI Informatik GmbH und der ACTIVE BUSINESS CONSULT vorangetrieben worden sei. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr 2022 sei die ISR Informations Products AG erworben worden, die erst ab dem 31.05.2022 konsolidiert worden sei, sodass auch hier ein Basiseffekt vorliege. Insgesamt dürfte der anorganische Wachstumsbeitrag nach unseren Berechnungen bei rund 14,00 Mio. Euro gelegen haben und damit liege organisch ein Umsatzwachstum von rund 3,0% vor.

Da die jüngsten Unternehmensakquisitionen sowie die im abgelaufenen Geschäftsjahr erworbene ISR insbesondere Beratungsumsätze generieren würden, sei der Anstieg der Beratungsumsätze um 40,2% auf 53,76 Mio. EUR (VJ: 38,35 Mio. EUR) besonders stark ausgefallen. Die Umsätze mit Fremdsoftware seien dagegen um 3,5% gestiegen und die Umsätze mit eigener Software seien sogar um 4,1% zurückgegangen. Die Eigensoftwareumsätze seie nach Angaben des Unternehmens weiterhin von Verschiebungen von Kundenaufträgen betroffen gewesen. Innerhalb der Softwareerlöse seien die wiederkehrenden Umsätze jedoch um 5,9% auf 73,59 Mio. EUR (VJ: 69,52 Mio. EUR) gestiegen und würden damit eine gute Basis für die Stabilität des CENIT Geschäftsmodells bilden.

Das starke Umsatzwachstum von 9,3% sei mit einer überproportionalen Steigerung des EBIT um 78,1% auf 4,60 Mio. EUR (VJ: 2,58 Mio. EUR) einhergegangen. Obwohl das EBIT durch einen einmaligen Ertrag aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft CENIT Japan K.K. in Höhe von 0,87 Mio. EUR positiv beeinflusst worden sei, hätte die Gesellschaft auch ohne diesen Effekt eine EBIT-Steigerung von 44,6% auf 3,73 Mio. EUR erzielt. Hier dürfte sich zum einen die höhere EBIT-Marge der akquirierten Unternehmen positiv ausgewirkt haben. Zum anderen dürfte auch das eingeleitete Kostensenkungsprogramm Sirius einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet haben.

Die CENIT AG plane, die hohe M&A Aktivität der letzten Quartale fortzusetzen. In diesem Zusammenhang habe die Gesellschaft ihre Bankverbindlichkeiten neu strukturiert und ein neues Darlehen in Höhe von 40,00 Mio. EUR aufgenommen. Mit diesem Darlehen sei das bestehende Darlehen in Höhe von 22,66 Mio. EUR abgelöst worden. Da die Akquisitionen des laufenden Geschäftsjahres aus dem operativen Cashflow hätten finanziert werden können, habe die Darlehensaufnahme abzüglich der Dividendenausschüttung (4,18 Mio. EUR) sowie der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (2,83 Mio. EUR) zu einem Anstieg der liquiden Mittel auf 30,07 Mio. EUR (31.12.22: 19,91 Mio. EUR) geführt. Damit verfüge die Gesellschaft über ausreichend finanziellen Spielraum, um opportunistisch weitere Unternehmen zu akquirieren.

Mit der Veröffentlichung der 9-Monatszahlen habe das CENIT-Management die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Unverändert werde ein Umsatz von rund 180 Mio. EUR und ein EBIT von rund 9,5 Mio. EUR erwartet. Ausgehend von den in den ersten neun Monaten erreichten Werten, werde damit für das vierte Quartal ein Umsatz von rund 46,70 Mio. EUR und ein EBIT von rund 4,90 Mio. EUR erwartet. Während der Umsatz damit in etwa auf dem Niveau des vierten Quartals des Vorjahres erwartet werde, sollte sich das EBIT im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich verbessern.

Ein Anstieg des EBIT im vierten Quartal sollte in erster Linie mit einem erwarteten Anstieg der margenstarken Eigensoftwareumsätze zusammenhängen. Hier sei es nach Unternehmensangaben zu Auftragsverschiebungen gekommen, die jedoch noch im laufenden Geschäftsjahr realisiert werden könnten. Das betroffene Auftragsvolumen belaufe sich auf ca. 1,5 Mio. EUR. Darüber hinaus sollte der positive Effekt aus der Entkonsolidierung der japanischen Tochtergesellschaft auch im vierten Quartal einen leicht positiven EBIT-Beitrag leisten. Zudem sollten sich auch die Einspareffekte aus dem Sirius-Programm ergebnissteigernd auswirken.

Während die Analysten der GBC AG ihre Umsatzprognose unverändert beibehalten würden, würden sie ihre EBIT-Schätzung leicht auf 9,55 Mio. EUR anpassen (bisher: 9,80 Mio. EUR). Allerdings würden die Analysten der GBC AG in ihren Schätzungen erstmals das neu aufgenommene Darlehen in Höhe von 40 Mio. EUR berücksichtigen, was zu höheren Zinsaufwendungen führen werde. Dies führe insbesondere zu einer Anpassung der von ihnen geschätzten Nachsteuerergebnisse für die kommenden Geschäftsjahre 2024 und 2025, während sie sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisschätzungen für diese Schätzperioden unverändert lassen würden. Obwohl die aufgenommenen Mittel für die Umsetzung der weiteren M&A-Aktivitäten verwendet werden sollten, hätten die Analysten der GBC AG diese aufgrund der noch ausstehenden Realisierung noch nicht in ihre Prognosen einbezogen. Nach Unternehmensangaben sei eine Akquisition noch im laufenden Geschäftsjahr sehr wahrscheinlich. Darüber hinaus bestehe derzeit eine umfangreiche M&A-Pipeline, die bei vollständiger Realisierung den Umsatz um rund 70 Mio. EUR erhöhen würde.

Aufgrund der leichten Anpassung des EBIT für 2023 sowie der Berücksichtigung höherer Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der umfangreichen Kreditaufnahme reduziere sich das im Rahmen des DCF-Modells ermitteltes Kursziel der Analysten der GBC AG nur geringfügig auf 20,90 EUR (bisher: 21,00 EUR).

Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Aktienanalysten der GBC AG, vergeben für die Aktie von CENIT weiterhin das Rating "kaufen". (Analyse vom 03.11.2023)



Bezüglich der in der Analyse besprochenen Wertpapiere oder Finanzinstrumente besteht folgender möglicher Interessenskonflikt:

(5a) GBC AG oder eine mit ihr verbundene juristische Person hat in den vorangegangenen 12 Monaten eine Vereinbarung über die Erstellung von Researchberichten gegen Entgelt mit diesem Unternehmen oder Emittenten des analysierten Finanzinstruments getroffen. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde dem Emittent der Entwurf der Finanzanalyse (ohne Bewertungsteil) vor Veröffentlichung zugänglich gemacht.

(6a) GBC AG oder eine mit ihr verbundene juristische Person hat in den vorangegangenen 12 Monaten eine Vereinbarung über die Erstellung von Researchberichten gegen Entgelt mit einem Dritten über dieses Unternehmen oder Finanzinstrument getroffen. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde dem Dritten und/oder Unternehmen und/oder Emittenten des Finanzinstruments der Entwurf der Analyse (ohne Bewertungsteil) vor Veröffentlichung zugänglich gemacht.

(7) Der zuständige Analyst, der Chefanalyst, der stellvertretende Chefanalyst und oder eine sonstige an der Studienerstellung beteiligte Person hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Anteile oder sonstige Finanzinstrumente an diesem Unternehmen.

(11) GBC AG oder eine mit ihr verbundene juristische Person hat bedeutende finanzielle Interessen an dem analysierten Unternehmen, wie z.B. die Gewinnung und/oder Ausübung von Mandaten beim analysierten Unternehmen bzw. die Gewinnung und/oder Erbringung von Dienstleistungen für das analysierte Unternehmen (z.B. Präsentation auf Konferenzen, Roundtables, Roadshows etc.).

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze CENIT-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs CENIT-Aktie:
12,15 EUR +1,67% (03.11.2023, 10:49)

XETRA-Aktienkurs CENIT-Aktie:
12,10 EUR +0,41% (03.11.2023, 10:54)

ISIN CENIT-Aktie:
DE0005407100

WKN CENIT-Aktie:
540710

Ticker-Symbol CENIT-Aktie:
CSH

Kurzprofil CENIT AG:

CENIT (ISIN: DE0005407100, WKN: 540710, Ticker-Symbol: CSH) ist ein führendes IT-Beratungs- und Softwarehaus mit 29 Standorten in neun Ländern weltweit. Geleitet von der Vision, der Champion für Prozessdigitalisierung zu sein, ermöglicht und sichert das Unternehmen den technologischen Vorsprung seiner Kunden.

Mit dem Anspruch, eine nachhaltige Digitalisierung zu gestalten und möglich zu machen, unterstützt CENIT die Kunden aus Branchen wie Automotive, Aviation, Manufacturing und Financial Services bei der Optimierung und Transformation ihrer digitalen Prozesse.

Erfolgreiche, langjährige und strategische Partnerschaften mit führenden IT Service- und Plattformanbietern, die eigenen Software-Lösungen und Services sowie die branchen- und prozessspezifische Expertise sind die Pfeiler zur Unterstützung des digitalen Fortschritts der Kunden.

Managed-Service-Angebote runden das Portfolio von CENIT ab. Damit gewährleistet das Unternehmen seinen Kunden die Hochverfügbarkeit ihrer geschäftskritischen Abläufe und Informationen. (03.11.2023/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005407100 540710 15,45 € 11,45 €
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